File Sharing 2.0: Wuala kommt!

Heute habe ich von Kollege Brauchli eine Email erhalten in der er stolz davon berichtet, dass er beim Pre-Test von mitmacht. Dieser Dienst ist wirklich eine Innovation, vereint er doch die Vorzüge von Peer-to-Peer Netzwerken mit Sicherheit, mehr Funktionalität und unzähligen Möglichkeiten.

Wuala myfilesMit Wuala kannst du deine Netzwerkfestplatte in einer neuen Dimension realisieren. Wuala bietet onLine Speicherplatz in Hülle und Fülle an. Das Funktionsprinzip ist dabei so simpel wie genial. Du installierst die Wuala Software auf deinem Rechner (Mac, Linux und Windows) und kannst gleich damit beginnen deine Files mit Wuala im Internet zu sichern. Dabei kannst du zwischen zwei verschiedenen Varianten der Mitgliedschaft wählen.

Bei der ersten Variante bekommst du von Wuala 1GB Speicherplatz zur Verfügung gestellt um deine Files zu sichern. Da 1 GB in der heutigen Zeit von 10 Megapixel Kameras kaum mehr ausreichend ist, gibt es da noch die zweite Möglichkeit bei Wuala mit zu machen. Du gibst Speicherplatz auf deinem eigenen Rechner frei. Wenn du nun 10GB von deinem Speicherplatz frei gibst, erhältst du dafür im Gegenzug bs zu 70% von diesen 10 GB zusätzlich. Einzige Bedingung (bei diesem Beispiel) ist, dass du den von dir freigegebenen Speicherplatz während 70% eines Tages für Wuala verfügbar machst, sprich, online bist. Und das sollte mit den ADSL Flatrate Angeboten von Swisscom, Sunrise, Tele2 und Co kein Problem sein.

Aber wieso sollst du Speicherplatz freigeben?
Hier kommt nun die Idee hinter Wuala zum Vorschein. Da das ganze wie ein Peer-to-Peer Netzwerk aufgebaut ist, werden deine Files redundant auf unzähligen anderen Computern von Wuala Mitgliedern abgelegt. So kannst auch du deinen Speicherplatz freigeben und für die Benutzung durch Wuala quasi öffnen.Wuala mygroups

Der Vorteil daran ist, dass nun eine Datei, sagen wir 1GB gross, auf 100 Rechnern gespeichert ist. Wenn du nun diese Datei benötigst, wird von 100 Rechnern gleichzeitig ein jeweils 10 Mb grosses Teilstück runtergeladen. Somit überwindet Wuala die bei ADSL doch eher langsame Upload Geschwindigkeit. EIn weiterer Vorteil ist, dass deine Files redundant, also immer verfügbar sind, auch wenn einer oder mehrere Wuala User nicht online sind.

Nix neues? Jein.
Die Sicherheit ist bei Wuala wohl einer der zentralen Punkte. Deine Files werden verschlüsselt auf den anderen Rechnern gespeichert und nur die Leute haben Zugang zu den Files, welche den entsprechenden Schlüssel haben. Dieser Schlüssel wird bei dir lokal generiert, wenn du deine Files für den Wuala Dienst bereitstellst. Nun werden nur die bereits verschlüsselten Files mit Wuala verteilt gespeichert. Der Schlüssel wird dabei weder den anderen Usern, noch dem Betreiber von Wuala selbst bekannt. So ist gewährleistet, dass deine Informationen nicht durch andere User eingesehen werden können.

Wuala myfiles shareIst Wuala wirklich sicher?
Ich würde sagen, nix ist sicher. Aber Wuala geht wirklich an die Grenzen des machbaren, bzw. dessen, was heutige Home PC’s leisten können um Files zu verschlüsseln. Dabei werden deine Dateien mit einem 128 Bit AES Algorhithmus verschlüsselt. Kleine Anmerkung am Rande: kein anderer als die USA verwenden genau dieses Verschlüsselungsverfahren für Dokumente mit der höchsten Geheimhaltungsstufe. Und es ist ja allgemein bekannt, dass die USA Sicherheitsfanatiker sind.
Desweitern wird für die Authentifizierung, also für die Identifikation deines PC’s beim Wuala Dienst ein 2048 Bit RSA Algorhithmus verwendet.

Fazit:
Kollege Brauchli ist fasziniert, begeister und euphorisch zugleich. Auf meine Fragen antwortete er meist mit eine: <<…*japs* mega! das geht alles! einfach genial…>>.
Ich konnte Wuala leider nicht selber testen, werde mir aber bestimmt einen Account besorgen sobald Wuala öffentlich zugänglich ist. Die Sicherheitsvorkehrungen überzeugen, das Konzept von Peer-to-Peer überzeugt ebenfalls, da es bereits seit (für das Internet) Urzeiten verwendet wird um Dateien auszutauschen.

Bildquelle: Wuala