Christen sind nicht wilkommen! Oder wie war das mit der Fatwa?

Via infamy’s Beitrag stiess ich auf das Thema [[Fatwa]]. Diese Rechtsgutachten von muslimischen Gelehrten geben einem doch etwas zu denken. Nebst solchen welche wirklich witzig sind (so zum Beispiel das von infamy favorisierte) gibt es auch solche welche meiner Meinung nach brandgefählich sind und eine Diskussion auslösen sollten.

Schockierend. Aber, liebe Leser, lest den Beitrag bis zum Schluss! Mich würde vorallem interessieren was die muslimische Leserschaft meines Blogs zu den rot markierten Aussagen meint.

Frage: Wer siegen will, soll sich und andere Gottlose nicht als Freunde nehmen [dies ist ein Hinweis auf Sure 5, 51]. Wie sollen wir (Muslime) mit umgehen, die sich in muslimischen Ländern befinden?

Antwort: „Christen können in zwei Gruppen eingeordnet werden:

1. Die erste Gruppe sind Christen, die (bestimmte) muslimische Länder nicht betreten dürfen. Es ist unnötig, die relevanten Vorschriften zu erwähnen. Diese Länder befinden sich auf der Arabischen Halbinsel. Auf der Arabischen Halbinsel dürfen sich weder Juden noch Christen befinden, d. h. in den (Ländern, die sich dort befinden) zwischen al-Busra (dem Irak) – wie einige meinen -, Jordanien und Adnan (dem Jemen). Diese (Länder) sind ein Tabu für Juden und Christen. Falls es nötig ist, dass sich ein Christ in einem dieser Länder aufhält, wird er eine dreitägige Aufenthaltserlaubnis bekommen, genau wie Umar [der dritte Nachfolger und Kalif Muhammads] es gehandhabt hat.

2. Die Gruppe [der Christen], die sich ausserhalb der Arabischen Insel befindet, kann man in drei Untergruppen aufteilen:

Die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befindlichen Christen, die einen Friedensvertrag [quasi Waffenstillstand] mit Muslimen geschlossen haben und daher Schutzbefohlene sind.

Der Schutzbefohlene ist derjenige, der in al-Shaam [also Syrien, Jordanien, Libanon, Palästina und evt. Jemen und Teilen Saudi-Arabiens] oder Ägypten geboren ist [also derjenige, der in diesen Ländern seine Heimat hat] … Er muss Tribut zahlen [an Muslime] zahlen und ist erniedrigt … In muslimischen Ländern müssen diese festgesetzten Regeln eingehalten werden. Z. B.:

– Sie [die Nichtmuslime] dürfen weder muslimische Vornamen noch Nachnahmen haben.

– Ihre Häuser dürfen nicht höher als die Häuser der Muslime sein. Ein Christ darf nicht ein dreistöckiges Haus bauen, wenn sein muslimischer Nachbar ein zweistöckiges Haus besitzt.Ist die Minarettinitiative dann nicht für alle Muslime legitim? Ist sie nicht einfach die Konsequenz der Christen parallel zu der Konsequenz der Muslime?

– Man [ein Muslim] darf sie [die Christen] nicht grüssen [d. h., er darf nicht mit der Begrüssung beginnen, sondern muss warten, bis er von ihnen begrüsst wird].

– Auf Wegen müssen sie [Juden und Christen] abgedrängt werden [nach Muhammads Vorschriften müssen Muslime auf Wegen so gehen, dass für Juden und Christen kaum einen Durchgang gelassen wird], weil Muslime das Vorrecht [d.h. mehr Recht auf die Benutzung von Strassen] auf Strassen haben. Kann ein Zusammenhang bestehen zwischen dieser Aussage und dem Verhalten junger muslimischstämmigen Jugendlichen?

– Sie müssen Kleider tragen, die zeigen, dass sie erniedrigte Schutzbefohlene sind. Selbst ein Kind muss leicht als schutzbefohlenes Christenkind erkennbar sein. Deshalb müssen sie [die Christen] bestimmte Gürtel und Kleider tragen.Klingt das nicht nach der im vergangenen Jahrhundert versuchten Rassentrennung durch einen fanatischen und wahnsinnigen Österreicher in Deutschland? Heisst das nun, dass Muslime Rassismus und Diskriminierung billigen und gar als gut empfinden?

– Man [d.h. die Muslime] darf sie [die Christen] nicht ehren, wie man einen Muslim ehrt.“

Quelle: www.alhawali.com/index.cfm?method=home.SubContent&contentID=4153

Ich muss schon sagen, diese Fatawa sind schon krass. Der vollkommene Gegensatz zu dem was wir in Westeuropa mit den Einwanderern aus diesen Ländern praktizieren. Nun, so denke ich, werden diese Fatawa selbst von den Muslimen nicht allzu ernst genommen. Zumindest nicht von denen, welche hier in Europa bzw. in der Schweiz leben.

Was mir extrem zu Denken gibt, ist der Umstand, dass tausende ja millionen von Menschen den verknackten Urteilen und Ideen von sogenannten islamischen Gelehrten Glauben schenken, seien diese noch so abwägig und irrational (Von wegen die Sonne dreht sich um die Erde). Hierbei sollte sich auch die westliche Welt tadeln, da die – sagen wir mal – muslimische Welt, bei der Entwicklung der Weltgeschichte einfach aussenvor gehalten wird. Es würde mich sehr freuen, auf diesen Beitrag eine rege Diskussion zu führen!


2 Kommentare

  1. Wenn sich der Westen aufgeklärter geben will, darf er eben nicht auf alttestamentarische Rachepoliitk zurückfallen. Das heisst, für die Debatte um die Grenzziehung zwischen Kirche und Staat soll es hier keine Rolle spielen, welche Idiotien und Ungerechtigkeiten im islamischen Raum herrschen.

    Das Baurecht ist ausserdem wohl der ungeeignetste Bereich, um religiösem Fundamentalismus etwas entgegen zu setzen. Dies geht nur durch das Hochhalten aufklärerischer Werte. Aber da tun sich eben oft diejenigen schwer, die selbst darauf bedacht sind, ihrer Lieblingsreligion im öffentlichen Leben (z.B. im Schulwesen) eine Plattform zu geben.

  2. Es gibt in diesem Buch noch ganz viele Punkte die einem zu denken geben. Das gibts in der Bibel auch doch wird der Terror meiner Meinung nach nicht so heraufbeschwört. Wie immer wird dies aber von den Muslimen totgeredet, „Sie“ sind doch alle so lieb. Kriege basieren immer auf „der“ Glaubensfrage und dies wird uns auch in naher Zukunft wieter beschäftigen. Siehe nur was im nahen bis mittlerren Osten im Moment alles passiert (komisch immer sind Muslime involviert)!

    Weiterhin eine angeregte aber faire Diskussion wünsche ich mir!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.