ByeByeBillag: Initiative verpennt?

Ich frage mich schon, was so schwierig ist, eine Initiative, bzw zuerst das Unterschriften Sammeln zu starten (). Die Gunst der Stunde haben die Initianten der Bye Bye Kampagne längst verpasst. Sie agieren träger als ein Bundesamt wenns darum geht, schnell etwas zu realisieren. Gerne hätte ich unterschrieben und ich hätte sogar aktiv Unterschriften gesammelt. Nun hat aber die Presse ein anderes Thema als die Billag Initiative gefunden: Grübel, Villiger und deren UBS.

Es ist grässlich, jämmerlich und einfach schade, dass der erste brauchbare Anlauf die Billag zu stürzen durch das „Nicht Entscheiden“ und zuviel Überlegen und Planen scheitern wird. Dies sind zwar Unterstellungen, aber ich kann mir nicht im entferntesten Vorstellen, wieso die Initianten nicht mal den Gang reinschmeissen, den Finger hinten raushnehmen und vorwärts machen! Wenn ich da am drücker wäre, wären die Unterschriftenbögen längst zum aktuellen Stadtbild in den Schweizer Städten geworden.

Die Umfrage zur SRG Finanzierung auf der ByeByeBillag Website habe ich mitgemacht. Dort wurde am Schluss gefragt, ob man das Initiativkommitee unterstützen würde. Dort habe ich „Ja“ und eine Unterstützungsart gewählt. Auch meine Emailadresse habe ich angegeben. Und damit war ich wohl nicht der einzige. Aber bis heute kam keine Email. Nichts. Nada.

Ich bin sowas von genervt, das der erste Anlauf die Billag zu stürzen in die Hose geht!!!

AUFWACHEN! BÖGEN VERTEILEN! WIR WOLLEN DIE BILLAG NICHT MEHR!


4 Kommentare

  1. Das so einfach zu sagen ist schön und gut, aber man kann das nicht von heute auf morgen umsetzen. Man braucht dazu schon etwas mehr als nur ein paar Zettel. Das ist ja nicht so, dass es sich hierbei um ein kleines Firmchen handelt, dass man einfach mal so beseitigt. Nur mal als Beispiel. Ich finde, da muss man ganz anders angehen, man muss nicht nur die Leute wachrütteln, sondern auch die oberen Stellen. Man braucht da schon etwas Unterstützung von oben ansonsten würde das nicht klappen.

  2. hi christian. danke für deinen kommentar. was ich aber nicht ganz verstehe, ist deine aussage betreffend den oberen stellen. diese sind sehr wohl wachgerüttelt. selbst unser oberster preisüberwacher wettert gegen die billag. auch die 4 grossen politischen parteien haben sich mehrfach dazu geäussert. das unterschriften sammeln kein klacks ist, kann ich aus eigener erfahrung bestätigen. da gebe ich dir natürlich recht. dennoch dürfen die leute hinter byebyebillag nicht einfach schweigen! sonst kehrt sich der zuspruch in missgunst. gruss, tom

  3. Hi Tom,

    Ich kann deinen Frust verstehen. Du musst jedoch bedenken, dass unsere Initiative sehr komplex ist und in verschiedene Aspekte des Gesetzes übergreift. Einerseits das Radio- und TV-Gesetz, die Bundesverfassung anderseits dem Steuerrecht. Der Initiativtext muss all diesen Aspekten Rechnung tragen – kein einfaches Unterfangen. Wir wollen nicht einfach nur die Billag abschaffen und die Gebühren via Steuern einziehen, sondern auch die Gebühren senken. Wenn nur die Billag wegfällt, bringt das keine relevanten Kostensparnisse (max. Fr. 20 pro Haushalt). Insofern ist die Forderung von Preisüberwacher Meierhans kritisch zu betrachten. Diese Lösung könnte gar dazu führen, dass wir insgesamt mehr bezahlen müssen, als bis anhin. Die Umfrage war ein wichtiger Punkt in dem Entscheidungs- und Verhandlungsprozess unserer weiteren Schritte. Wir schweigen nicht, sondern arbeiten mit voller Kraft an der Initiative. Gruss, Francisca
    PS: Die Finanzkrise wird für lange Zeit ein zentrales Thema bleiben. Leider können wir unsere Initiative nicht nach den aktuellen Medienthemen lancieren…

  4. Eine Unterschriftensammlung um die Empfangsgebühren abzuschaffen wurde am 12.11.2013 gestartet.

    Unterschriftenbogen zum Ausdrucken und Einsenden:
    http://www.solidarische.ch/billag/Radio_und_Fernsehen_-_ohne_Billag.pdf

    Informationen unter:
    http://www.solidarische.ch/billag

    Auszug aus dem Initiativtext:
    Eidgenössische Volksinitiative ‚Radio und Fernsehen – ohne Billag‘
    „Radio und Fernsehen finanzieren sich selbst. Der Bund erhebt keine Empfangsgebühren. Das Empfangen von Programmen begründet keine Beitragspflicht.“

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