Facebook als Entlassungsgrund: Bravo!

Endlich ein Arbeitgeber der Mut bewiesen! BRAVO! Nationale Suisse hat vorgemacht, was andere längst machen müssten. Zwar hat die Versicherungsgesellschaft doch ein wenig übertrieben als sie der Mitarbeiterin kündigte weil sie zu Hause während sie krank war auf Facebook surfte, ich bin aber definitiv der Meinung, das Arbeitgeber ein tagtägliches surfen von Angestellten auf Webseiten wie Facebook nicht tolerieren müssen. Schliesslich geht man zur um zu arbeiten und nicht um sich mit Freunden im zu treffen. Für mich ist dies nichts anderes als Betrug am Arbeitgeber. Man erhält Ende Monat seinen Lohn nicht fürs surfen auf Facebook, sondern für die geleistete . Ich möchte gar nicht wissen wieviel Geld zum Beispiel mein Arbeitgeber sparen könnte, würde er den Gebrauch von Facebook sperren, beziehungsweise verbieten. Tausend? Hunderttausend Franken pro Jahr? In der heutigen Zeit soll man durch harte überzeugen und nicht durch grossartiges Reden und dann doch wieder auf Facebook rumsurfen anstatt zu „chrampfen“. So gesehen fände ich es richtig, wenn Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer einmalig verwarnen, sollten letztere ihre bezahlte Arbeitszeit mit Facebook & Co verbringen. Weiter ist meine Hoffnung, das der Fall bis vor das oberste Gericht gezogen wird und zugunsten des Arbeitgebers entschieden wird. Dann gäbe es vielleicht endlich einen Hammerschlag gegen die dämlichen wirtschaftsschädlichen Netzwerkseiten!


17 Kommentare

  1. Wow! Welch ein Statement. Falls du selbst Arbeitgeberin bist, verstehe ich deine Haltung. Falls du aber ebenfalls Arbeitnehmerin bist, begreife ich deine Haltung nicht.

    Ein solch vorauseilender Gehorsam und Schleimerei begeistern mich!

    Gruß, Svenja-and-the-City

    1. Hi Svenja.
      Ich bin nicht Arbeitgeber. Ich war einmal selbständig. Das ist aber auch schon alles. Nein, ich bin glaube ich alles andere als ein Schleimer. Im Gegenteil: Es vergeht wohl keine Arbeitswoche ohne grössere Konfrontation mit heftigen Diskussionen. So übel es klingen mag, aber die Aussage von mir ist ernst gemeint. Bei uns hat es rund 1’500 Mitarbeiter. Wenn ich auf dem Weg zur Toilette an den PCs vorbeigehe ist jeder 2. mit Facebook oder ähnlichem beschäftigt. Da fühle ich mich als hart arbeitender Mitarbeiter auch irgendwo verarscht. Zudem ist es ein riesiger Volkswirtschaftlicher Schaden, da die Wertschöpfung eines Einzelnen verdammt schnell sinkt wenn er nur noch am surfen ist.

      Gruss, tom

  2. Ich gehe mit Dir einig. Das stundenlange surfen muss ein Arbeitgeber nicht tolerieren.

    Aber wenn ich krank bin, dann heisst das noch lange nicht, dass ich nicht kurz den TV einschalten darf, oder kurz was im Internet lesen darf. Sorry. Da geht die Entlassung definitiv zu weit.

    Aber um ein vollständiges Feedback geben zu können, da müsste man die ganze Geschichte kennen. Nicht nur die Story aus der Presse. Ist die Person vorher schon negativ aufgefallen? Ja, nein? Wenn ja, dann kann man drüber reden. Wenn nein… Sorry, dann ist eine Entlassung sicherlich nicht gerechtfertigt.

    1. Hi Daniel. Absolut einverstanden. Eine Entlassung wegen Facebook surfen zu Hause ist schon arg an der Grenze. Und wenn man den Hintergrund nicht kennt, umso mehr.

      Nehmen wir aber an, die Person arbeitet im Büro am Computer. Sie meldet sich krank, surft aber dann zu Hause den ganzen Tag am Computer, anstatt sich zu schonen. Ist dann die Kündigung wiederum gerechtfertigt? Schliesslich erhält sie Lohn für die Abwesenheit. Und der Arbeitgeber wiederum erhält den Lohn von der Krankentaggeldversicherung erstattet. Ist das dann O.K.?

      Beste Grüsse und danke für deinen Kommentar, tom

  3. Der Missbrauch beginnt aber doch erst, wenn die Leute ihr Rumsurfen als Arbeitszeit deklarieren.

    Wenn jemand am Arbeitsplatz privates erledigt, aber nur die effektive Arbeitszeit geltend macht, ist der „Schaden“ marginal. Haben Angestellte diese Freiheit, sind sie vielleicht zufriedener als wenn – wie bei einer hier nicht genannt sein wollenden Grossbank – inklusive Doodle alles abgewürgt wird, was nach Privatnutzung riecht.

    1. hi andreas

      wenn du krank zu hause bist und lohn beziehst, ist das doch quasi arbeitszeit?! du kannst auch nicht in die ferien fahren, dies als krankheit deklarieren und dafür lohn beziehen, oder doch?
      die freiheit finde ich auch gut! das hat einen positiven einfluss. nur wird es schamlos ausgenutzt. und wenn man die zeit welche ein einzelner „versurft“ auf unsere unternehmensgrösse hochskaliert, sind das wohl hunderte von stunden pro monat die „verplempert“ werden. ist das noch freizeit?

  4. hallo zusammen,

    ja, ich gebe dir ja recht tom. wenn jemand zuhause den ganzen tag rumsurft, und sich gleichzeitig krank schreiben lässt, dann ist das nicht korrekt.

    da ich aber wie gesagt nicht weiss, ob dies in diesem fall so war… will ich hier nicht sagen, dass irgendwas gerechtfertigt war, oder eben nicht.

    ich gebe dir recht, dass es firmen x-tausende von franken kostet, wenn die mitarbeiter nur surfen.

    aber ich habe auch selber gelernt, dass eine kurze ablenkung von paar minuten der produktivität oft sogar noch was gutes tun. es kommt auf das mass an.

    über den mittag surfen, oder einmal, zweimal im tag eine kurze pause machen, das ist ok. durchaus. und wenn du sonst genügend arbeit hast, so ist der rest kein thema mehr. du hast gar keine zeit dazu.

    aber nicht nur surfen und das achhh so böse facebook kosten geld. was ist mit kaffeepausen, mit rauchpausen, mit unnötigen sitzungen und dem dauernden mailspam?

    wer erfolgreich eine firma leiten will, der sollte die richtigen leute suchen und die dann auch so motivieren, damit wir gar nicht über solches sprechen müssen… (ich weiss, das ist nicht so einfach)

  5. Hoi Daniel.

    da ich aber wie gesagt nicht weiss, ob dies in diesem fall so war… will ich hier nicht sagen, dass irgendwas gerechtfertigt war, oder eben nicht.

    Vollkommen richtig. Bin ich derselben Meinung und dementsprechend ist der Titel meines Beitrages auch etwas aufreisserisch.

    aber ich habe auch selber gelernt, dass eine kurze ablenkung von paar minuten der produktivität oft sogar noch was gutes tun. es kommt auf das mass an.

    Auch einverstanden. Solange es zu deiner Arbeitsleistung in einem gesunden Verhältnis steht.

    aber nicht nur surfen und das achhh so böse facebook kosten geld. was ist mit kaffeepausen, mit rauchpausen, mit unnötigen sitzungen und dem dauernden mailspam?

    Absolut richtig. Vor allem die Sitzungen welche penetrant oft und vor allem ohne merklichen Grund abgehalten werden, sind eine saumässige Seuche.

    wer erfolgreich eine firma leiten will, der sollte die richtigen leute suchen und die dann auch so motivieren, damit wir gar nicht über solches sprechen müssen… (ich weiss, das ist nicht so einfach)

    Ich denke, bei über tausend Angestellten ist dies eine Ding der unmöglichkeit. Oder bin ich da zu pessimistisch?

    Grüsse und ein frohes Schaffen heute, tom

  6. „Ich denke, bei über tausend Angestellten ist dies eine Ding der unmöglichkeit. Oder bin ich da zu pessimistisch?“

    Nein; klar. Das ist nicht einfach mit tausend Angestellten. Aber ich sehe die Verantwortung im Kader, in den direkt Vorgesetzten. Und nicht bei der Geschäftsleitung. Man muss eben von ganz oben nach ganz unten die Leute motivieren…

  7. Oh man was seit Ihr deutschen ( einige) doch fuer 4 kantige eier. Es ist bereits in anderen Ländern ( australien beispielsweise) geforscht worden und damit nachgiewesen das ein arbeitnehmer mit mehr interesse, zeitsparend und lust an der arbeit arebeitet wenn er auch in seiner arebeitszeit surft. Keine arbeitnehmer surft einen ganzen tag im net.
    So beruhigt euch mal und guckt doch mal gelegentlich was in anderen teilen der Welt so passiert. Ihr seit zu 4kantig! Ach so ja und noch was mit arschlecken und katzpuckeln kommt man dann am ende nicht sehr weit.

  8. Hi Paulinchen… also erstmal: Ich bin kein deutscher… Bin stolzer Schweizer.

    Schau, Studien und Forschungen sind immer nur so gut, wie der welcher sie bezahlt. Du findest Studien welche belegen dass das Surfen am Arbeitsplatz nichts ausmacht, andere wiederum behaupten, das es etwas negatives hat.
    Schlussendlich ist es eine Erfahrungsfrage welche jede Konzernleitung zu machen hat.

    Ich finde es einfach deprimierend wenn ich Arbeitskollegen dauernd am surfen sehe und dabei nicht erkennen kann was diese Leute leisten. Das stösst auf.

    Gruss, tom

  9. sorry, aber seit ihr alle noch ganz bei trost??! wenn ich mit einer grippe zuhause sitze, dan geht das den ARBEITGEBER (in diesem forum gross geschrieben) einen feuchten an was ich zuhause mache!..und wenn ich den ganzen tag XBox spiele!! hab das gefühl das Tom ein bitzeli angst hat um seinen Job.. ..weil andere die nebenbei surfen die gleiche arbeit gleich gut machen!?..würde mich auch deprimieren.. einen schleimigen gruss an tom

    1. Hi schleimiges gspängstli :P

      also vielen dank für deinen äusserst geistreichen Kommentar ;-).
      An deiner Art sich hier an der Diskussion zu beteiligen merkt man schon sehr schnell wie du geschaltet bist.

      Zum ersten von dir angesprochenen Punkt. Nein, das geht schon jemand was an. Zum Beispiel die Krankentaggeldversicherung von deinem AG. Die bezahlt nämlich während dem du zu Hause am Gamen bist deinem AG deinen Lohn. Und wenn du zum Beispiel einen Bürojob hast und dennoch fähig bist zu Hause XBox zu spielen, betrügst du offensichtlich deinen AG und dessen Versicherung. Weil wenn du einen Tag lang XBox gamen kannst, bist du wohl auch dazu fähig deine Arbeit zu erledigen.

      Zum zweiten eher persönlichen Punkt. Es überrascht mich nicht, wie schlecht du mich kennst. Schau, mein Job macht in der Firma wo ich arbeite kein Zweiter. Ich bin sozusagen einzigartig. Logisch, ersetzbar, aber bisher scheint mein AG mit mir zufrieden zu sein. Ansonsten darf er mir gerne künden. Und mit schleimen hat das nicht viel zu tun. Mir geht es einfach nicht am Arsch vorbei wie Arbeitszeit verpufft wird. Klar, wenn man täglich seine 8 Stunden absitzt kann man das schon so sehen.

      Die Zeiten werden aber nicht einfacher und es wird sich weisen, wer gehen muss und wer nicht. Ob der gehen muss der mehr als das Soll macht und sich für die Firma einsetzt, oder der, welcher das Minimum erledigt um danach seinen persönlichen Interessen nachzugehen.

      Beste Grüsse,
      tom

  10. ..ach ja wenn ich nächstes mal eine grippe habe sitze ich direkt neben tom, und schaue zu das er diese auch kriegt! das hatt der kleine tom nämli vergessen..!!!

  11. ach du bist so einer der aus der nase rotzend und mit einer hässlichen Angina in die firma kommt!! super tomi kommt halt immer zur arbeit und dem ist es anscheinend scheissegal ob er die anderen MA antsteckt.. wirklich Bravo.. glaube kaum das du weisst wie ich geschalten bin, aber ich weisses von dir.. ist ganz einfach..! noch bessere grüsse zrugg..

    1. Hoi gspängstli

      Da du es wohl nicht schaffst den beleidigenden unterton aus deinen kommentaren wegzulassen, verzichte ich darauf weiter auf dich einzugehen. Übrigens: die art und weise wie du deine argumente vorträgst, spricht bände…

      Beste grüsse, tom

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