Amtlich: United Mobile Konkurs / United Mobile bankruptcy

Nun ist es amtlich. United Mobile hat beim Fürstlich Liechtensteinischen Landgericht Konkurs angemeldet. Die Verschuldung beträgt einen knapp zweistelligen Millionenbetrag.

Now it’s official. United Mobile has appealed to district court in Liechtenstein bankruptcy. The debt is a marginal double-digit million amount.


34 Kommentare

  1. Hallo,

    wenn ich http://www.teltarif.ch/arch/2009/kw30/s9597.html richtig interpretiere ist der Deal mit der irischen Cubic niemals zustande gekommen.

    Sprich: Es liegt alles bei der United-Mobile AG. Wie schnell wird das fürstliche Gericht den Masseverwalter bestellen und wie schnell können interessierte Personen oder Firmen die interessanten Kundendaten und Server kaufen und wieder in Betrieb nehmen?

    Ich stimme Teltarif.ch zu. Die Sache ist noch nicht zu Ende. Im Gegenteil. Wir stehen sicher vor einem Neubeginn. Hoffentlich haben die Akteure aus den Fehlern gelernt.

  2. @Tom:

    Ja, es war mir ein Bedürfnis, mich in die ganze Debatte mal einzuklinken. Im Prinzip schreibe ich hier für zwei Handvoll Nutzer, die mir ständig im Nacken sitzen und fragen, was jetzt los ist („Du bist da doch der Experte…“)
    Gerade für Grenzlandbewohner ist UM eine super Sache. Du weißt ja wahrscheinlich, dass Sven D. in einem Ort unmittelbar an der deutschen Grenze wohnt – ich wohne in der Nachbarstadt. Bin neulich beim Abendspaziergang wieder an seiner Wohnung vorbeigelaufen. Keine Sorge, ich will ihm keins auf die Nase hauen – er hat genug verloren, denke ich. Aber vielleicht kann er ja mal sagen, was wirklich passiert ist und ob er eine Ahnung hat, wie’s weitergeht. Ich weiß nur nicht, wie ich das „bringen“ soll. Kann ja schlecht klingeln und an der Sprechanlage sagen: „Guten Abend, Herr D., mein Name ist T. und ich wollte mal fragen, was mit UM passiert ist.“ Würdest du sowas „bringen“? Wenn ich das Gefühl hätte, einige hier auf 2lounge würden Wert darauf legen, klingle ich mal. Ich passiere seine Adresse bei so manchem Abendspaziergang…
    Du hast übrigens recht, dass sich UM mit Multi-IMSI & Co verzettelt hat. Die hätten mal eine gescheite Marktanalyse machen sollen. Am besten bei Bestandskunden.
    Ich glaube fest daran, dass der „Normalkunde“ einfach ein Reise- oder Geschäftshandy mit EINER Nummer haben will. Keine Festnetznummern zusätzlich, keine zweite Landesvorwahl (siehe UM44/UM1). Der Mensch will es „einfach“, denn nur die wenigsten Nutzer werden so wie ich (oder du?) „Freaks“ sein, die den technischen Hickhack und das Ganze UM-Drumherum verstanden haben und das Ganze noch irgendwie „schräg“ finden. Die Grundidee von UM ist – richtig und „einfach“ umgesetzt und an geeigneter STelle leicht verständlich beworben – eine echte Goldgrube!!! Wenn ich könnte, täte ich… Aber dazu fehlen mir die Millionen… :-(
    Beispiel: Die meisten UM-Kunden aus meinem Bekanntenkreis, sie sich UM zulegten nachdem sie es bei mir gesehen hatten, haben wohl bis heute noch nicht verstanden, was ein Callback ist und warum das nur so laufen kann. Genauso eben wie meine Frau Mama, die bis heute keine SMS schreiben kann. So ist das eben… Wieviele Leute haben ein Fotohandy und knipsen wie wild damit herum, ohne jemals eine MMS zu versenden. Ich denke, das sind die meisten… Verstehst du, worauf ich hinaus will???

    En Gruess vom ene „Sauschwoob“, wo numme ne Steiwurf vo de Schwyzer Gränz eweg wohne duet…

    Timbo

  3. Hi Timbo

    also. Mal zu den Zahlen. Täglich lesen über 500 Unique Visitors auf 2lounge.ch nur die Beiträge zu United Mobile (Siehe Screenshot Google Analytics).

    Ob du für die den Besuch machen willst oder nicht, sei dir überlassen ;-)

    Übrigens hat es der Beitrag sogar in die Liechtensteinische Landeszeitung geschafft:

    Grüsse, tom
    [img]https://rueegger.me/wp-content/uploads/2009/07/um1.jpg[/img]
    [img]https://rueegger.me/wp-content/uploads/2009/07/um2.jpg[/img]
    [img]https://rueegger.me/wp-content/uploads/2009/07/vaterland1.png[/img]

  4. Hi Tom,

    ich hatte es bereits in der Online-Ausgabe des Liechtensteiner „Vaterlands“ gelesen… Erstaunlich, denn aus journalistischer Sicht ist es wirklich gewagt, Onlineforen als Quelle zu verwenden. Auf 2lounge scheint sich zwar verblüffend gut informiertes „Volk“ zu tummeln, nachrecherchierbar sind die diskutierten Beiträge jedoch kaum. Ich meine, die „Vaterländer“ haben weder beim Vaduzer Landgericht noch beim UM-Verwaltungsrat nachgehakt, sondern sich wohl auf den Wahrheitsgehalt bei 2lounge (und auf das eingescannte Schreiben) verlassen. Das ist einigermaßen gewagt, das dann „einfach so“ ins Blatt zu nehmen. Ich bin zufällig in genannter Branche tätig und daher mit journalistischer Arbeit vertraut…
    Ich selbst lese 2lounge mit Interesse (und schon seit einiger Zeit) und muss einfach mal ein dickes Kompliment machen. Immer wieder hochinteressant.
    Meine UM423 geht übrigens noch immer (eingehend). Sie überrascht mich jedoch stets aufs Neue, wann sie wo roamt… Hier in D funktionieren – heute, wohlgemerkt! – E-Plus und neuerdings wieder Vodafone D2, T-Mobile D1 geht sporadisch und O2 blockt. Ich bekomme hier auch die CH-Netze und F-Netze rein. CH geht zuverlässig Sunrise. Orange gelegentlich, zumindest bucht sich UM423 dort ein (und nach ein paar Minuten wieder aus), Swisscom ist neuerdings geblockt. En France wird meine UM423 nur von Bouygtel genommen, der Rest blockt ab. Als ich vor 14 Tagen in Liechtenstein weilte, buchte sie sich bei FL1 ein (logisch), in Österreich bei A1. Sonst war „tote Hose“. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. An Montag habe ich erstmal Urlaub. Vielleicht traue ich mich dann mal, bei Sven D. zu klingeln. Falls er die Tür öffnet…

    Mal sehen!

    Mach’s gut und à bientot!

    Timbo

  5. Leute, um mal die Rolle von Cubic Telecom (haben sie, oder haben sie nicht?) aufzuklären, habe ich die soeben mal direkt (und voll naiv…) angeschrieben. Mal schauen, ob ich womöglich eine verwertbare Antwort bekomme. Ich halte euch auf dem Laufenden.
    Hier mein Schreiben an Cubic:

    Dear Cubic Telecom team,

    still a customer of United Mobile, me and many others are interested in the actual business connection between Cubic and United Mobile. As to be read in some discussion forums on the worldwide web (and also in some online newspapers), Cubic Telecom has bought the United Mobile Liechtenstein customers‘ platform.
    Is that right? If so, what about the future of the existing UM-customers? When can we re-use our SIMcards? On http://www.united-mobile.com one can read, that the UM-service will „resume shortly“. If Cubic Telecom were the new UM-customers‘ „owner“, Cubic would give some „official“ information on the UM homepage. What about that?

    Timbo

    1. Hi Timbo

      Fraglich ob der gute Mann wirklich eine Antwort geben kann die stimmt. Ich bin fest davon überzeugt, das Cubic United Mobile gekauft hat. Was auch dafür spricht, ist ein Gespräch welches ich mit jemandem führte welcher angeblich für Cubic arbeitet.

      Aber vielen Dank für die Email an Cubic!

      Ebenso danke für das Lob für mein Blog. Ich versuche so sehr es nur geht möglichst objektiv in der Sache zu berichten. Zugegeben, meine Quellen sind sehr gut, worauf sich auch die Berichterstattung von teltarif und Vaterland begründen lässt.

      Beste Grüsse und einen schönen Urlaub,
      tom

  6. Hallo,

    die Antwort von Cubic scheint korrekt zu sein. Nach den mir vorliegenden Informationen, die von mehreren Quellen bestätigt wurden, kam der Deal mit Cubic nämlich nie zustande, weil Cubic nach Ansicht der Gläubiger „zu wenig“ für die offenen Schulden bezahlen wollte. Cubic ist damit definitiv draußen, genauer, war nie richtig drin.

    Die United-Mobile AG hat Konkurs beantragt und momentan sammelt das Gericht bei den Gläubigern Gelder ein, um den Masseverwalter (in Deutschland würde man das wohl Konkursverwalter nennen) überhaupt bezahlen zu können. Wie da der genaue Stand im Detail ist, weiß ich zwar nicht, aber die für mich und viel entscheidende Frage ist:
    Werden die bisherigen Karten und Rufnummern wiederkommen? Wird das Altguthaben wieder „aufgebucht“ und wie werden die Konditionen der „neuen“ Firma sein?

    Oder ist da schon zuviel Porzellan zerschlagen worden, daß am Ende nichts mehr passiert und wir unsere SIM-Karten als Andenken an die PIN-Wand oder den Eletronik-Recycling zuführen können?

    Bis das verbindlich geklärt ist, kann es wohl noch 1-2 Monate dauern, fürchte ich.

    Rein aus dem Bauch heraus vermute ich, daß die UM423 Karten weiterleben werden, während die Jersey Option wohl endgültig beerdigt werden kann.

    Da der Telefonverkehr nach Liechtenstein spürbar durch United-Mobile „belebt“ wurde, denke ich, ist ein sehr großes Interesse vorhanden, daß das Angebot fortgesetzt werden kann. Wenn da jemand konkretere und belastbarere Informationen hätte, her damit.

    Gruß Henning Gajek
    selbst UM423 und ehemaliger UM44 und UM1/44 Kunde

  7. Hallo Henning,

    schön, dass sich auch ein „TT“-Insider einschaltet. Ich lese deine Meldungen sowhl auf T-T als auch auf TT. Bist du mal mit Sven D. in Verbindung gestanden, was eigentlich passiert ist? Viele hier täte sicherlich auch interessieren, wie es sein konnte, dass man noch zwei Wochen vor dem endgültigen Aus gebeten wurde, seine UM423 in eine UM44 umzutauschen – und dann plötzlich die Lichter ausgegknipst wurden. Schon skurril das Ganze… Naja, meine UM423 ist noch immer erreichbra. An sich ein gutes Zeichen…

    Gruß Timbo

  8. Hallo,

    meine UM423 ist auch erreichbar. Ich weiss nicht, ob es grossen Sinn macht, vorzurechnen, wer was falsch gemacht hat. Fakt ist, das die United-Mobile AG den Konkurs beantragt hat. Fakt ist, daß die UM+ SIM-Karten derzeit mausetot sind, weil man irgendwo bei der Jersey Telecom oder kurz davor die Vorwahl komplett ausgeknipst hat.

    Wer damals wem wieviel Geld gegeben hat oder noch schuldet, wer was falsch oder richtig gemacht hat, bringt uns nicht weiter.

    Im Moment müssen wir warten, bis der „Masseverwalter“ (auf deutsch in etwa Konkursverwalter) seine Arbeit aufgenommen und den Bestand gesichtet hat. Dann kommt es irgendwann zum Verkauf der restlichen „Assets“, sprich Kundendatenbank, vorhandene IT-Hardware/Software und spätestens dann wird sich der Käufer bei den Altkunden melden und mitteilen ob und wie es weiter geht. Falls es weiter geht, müssen die fehlenden Verbindungen, Systeme und Dienstleister reaktiviert oder neu installiert werden (inklusive der Kunden-Hotline). Das geht nicht alles von gestern auf heute.

    Ich fürchte, daß das noch Wochen dauern kann.
    bis dahin bleiben meine UM+ SIM-Karten in einer alten Filmdose und die UMM423 eingebucht, solange sie sich noch einbucht :-)

    Eins ist klar: Jeder Tag, den es dauert, ist ein herber Verlust für einen Nachfolger, weil viele Kunden längst was anderes gefunden haben.

  9. Hallo,

    das Dokument ist sehr speziell. Es geht um die Definition ob United-Mobile ein „Service-Provider“ der Mobilkom Liechtenstein oder „mehr“ ist, was vermutlich Auswirkungen auf die Höhe und die Art der Interconnect-Entgelte hat.

    Ich vermute stark, daß dem Amt für Kommunikation (AK) in Liechtenstein die Höhe der Premium-Interconnect-Entgelte Kopfschmerzen bereitet hat, da sie allerlei „seltsame Mehrwert“ Anbieter (aus dem Rotlicht Milieu etc.) angezogen und international für viel „Verdruss“ gesorgt hat. Die vermutlich vom AK angepeilte Senkung der Interconnect-Entgelte würde auch die Tarifreform von United-Mobile zum Jahreswechsel 2008/09 erklären, nach welcher ankommende Anrufe nicht mehr kostenlos waren.

    Viel mehr würde mich der Stand des Konkursverfahrens interessieren: Ist der Masseverwalter schon bestellt? Wann beginnt die „Veräußerung“ der Werte und wann kann der „Nachfolger“ starten? Jeder Tag, wo nichts passiert, ist ein massiver Schaden für einen Nachfolger, weil die Kunden längst „weiter“ gezogen sind…

    Gruss Henning

  10. Hallo,

    das hier zitierte Dokument des Liechtensteiner Amtes für Kommunikation (AK) – vergleichbar mit BAKOM, Schweiz und BNetzA Deutschland – könnte der Schlüssel für die überraschende Tarifänderung Ende 2008/ Anfang 2009 gewesen sein.
    Durch die Neufestlegung des Interconnects sollte wohl den Problemen mit „Premium“-Anbietern aus der Rotlichtszene, die Liechtenstein international viel Ärger eingehandelt hatten, aus dem Weg gegangen werden.

    Das hat aber das Geschäftsmodell von United-Mobile (Anrufer zahlt etwas mehr, UM bekommt etwas mehr und kann so ankommende Anrufe für den UM-Kunden günstiger bis kostenlos machen) massiv beschädigt.

    Mich würde mal der aktuelle Stand des Konkursverfahrens interessieren. Wurde ein Masseverwalter bestellt? Falls ja, wie gehts weiter? Falls nein, wie gehts weiter?

    Die Kunden warten schließlich nicht ewig.

    Gruss
    Henning Gajek

  11. Hallo allerseits, dass ich mein Guthaben abschreiben muss, ist mir klar. Denn wahrscheinlich will das lichtensteinische Gericht einen Vorschuss, wenn ich meine Forderung anmelde. Etwas anderes beunruhigt mich mehr. Meine 00423xxx Nummer ist, wenn jemand auf diese Nummer anruft, kommt meine Mobilbox, da ich ja nicht ständig ein Handy mit dieser SIM-Karte auf mir tragen will. Der Anrufer redet dann schön brav auf die Mailbox und dort bleibt die Meldung für immer und ewig, oder wie soll ich diese abrufen. Anrufe von meinem Fixnetztelefon enden schnell mit dem Besetzt-Zeichen, und mit dem UM-Handy geht es ja nicht mehr. Da der Anrufer aber sein Gespräch bezahlt hat, kommt mir der Verdacht, dass Mobikom in Lichtenstein diese Nummern am Leben erhält, um Gebühren zu kassieren. Ich werde gleich mal dort nachfragen.

  12. @Timbo

    Offensichtlich wollte man die Tätigkeit United Mobiles nicht mehr als MVNO subsumieren, sondern als die eines Service Providers, obgleich dem Vernehmen nach dieser Begriff in Liechtenstein nicht legaldefiniert ist. Die gewünschte Folge war wohl ankommende Gespräche zu United Mobile Teilnehmern nicht mehr der Regulierung und entsprechender Tarife der Mobilkom LI zu unterwerfen, sondern für United Mobile gesonderte Terminierungsentgelte festzulegen.
    Dabei beabsichtigte man insbesondere die über das Terminierungsentgelt vom Anrufer finanzierte Weiterleitung von Gesprächen ins Ausland zu unterbinden (siehe Seite 2: „Eine allfällige Roaming-Leistung wird zwischen dem Heimatnetzbetreiber und dem gerufenen Teilnehmer als separate Leistung verrechnet und wir nicht gemäss dem CPP-Prinzip vom rufenden Teilnehmer getragen und ist somit nicht in den gegenständlichen Markt einzubeziehen.“). Augenscheinlich wollte man United Mobile als Mehrwertdienst deklarieren und hierfür ein erheblich höheres Terminierungsentgelt festlegen.
    Kurzum, man wollte United Mobile’s Geschäftsmodell der anruferfinanzierten Zustellung von Roaminggesprächen offensichtlich faktisch den Garaus machen.

    Daß die Einnahmen Mobilkoms aus der Terminierung ankommender Gespräche (und/oder etwaige Tantiemen an United Mobile) seit Jahren einen derartigen Überschuß generieren, daß damit die Anrufzustellung in ausländische Netze möglich war und bis heute möglich ist, indiziert aber vielmehr, daß das Terminierungsentgelt weit über den tatsächliche Kosten Mobilkoms liegt. Angesichts des wohl auch in Liechtenstein herrschenden Grundsatzes kostenbasierter Entgeltregulierung, erscheint dieser Vorgang aber völlig absurd. Man hätte vielmehr einmal die Kostenstrukturen Mobilkoms überprüfen und wohl das Terminierungsentgelt zu deren Lasten absenken müssen, anstelle United Mobile anzugehen.

    Auch daß United Mobile, als wohl einzige vom gegenständlichen Regulierungsvorhaben wesentlich Betroffene, nicht in die Konsultationen einbezogen wurde, ist mehr als fragwürdig.

    Ob Mobilkom derart einflußreich ist, daß man sich mittels Verwaltungsakt faktisch das Geschäft United Mobiles zueignen lassen wollte oder ob United Mobile einfach keine Freunde in Liechtenstein hatte, bleibt der Spekulation überlassen. Juristisch betrachtet ist der Vorgang jedenfalls nicht nachvollziehbar. Hier zwängt sich vielmehr der Eindruck einer von Protektionismus und Willfährigkeit geprägten Regulierung auf.

    Daß Mobilkom sich weigerte die trivialen technischen Voraussetzungen für eine USSD-basierte Callback-Auslösung zu schaffen und zusah, wie United Mobile ihre Kundschaft nach Jersey migrierte, deutet darauf hin, daß man an einer Fortsetzung der Geschäftsbeziehung wenig Interesse hatte. Auch hier ist fragwürdig, aus welcher Motivation man auf dieses gewinn- und umsatzträchtige Gesprächsaufkommen verzichtete. Wollte Mobilkom etwa selbst anstelle United Mobies als Roamingdiscounter auftreten?

    Durch den Bankrott Untied Mobiles hat Mobilkom letztlich ihr mutmaßliches Ziel erreicht. Wenn Mobilkom nun tatsächlich allen United Mobile Kunden mit liechtensteiner SIM wieder vollen Service anbietet, erhärtet sich der Verdacht, hinter all diesen Vorgängen könne eine Strategie gestanden haben. In diesem Fall bleibt abzuwarten, welche Definition das AK dann für „Terminierung“ auftischt. Diese steht dann sicherlich plötzlich unter dem Einfluß europakonformer Reding’scher Visionen einer roaminggebührenfreien Zukunft.

  13. Grüzi,

    Konkurseröffnungsedikt
    United Mobile AG, 9486 Schaanwald,
    FL-0002.038.072
    veröffentlicht: Dienstag, 11. August 2009
    2009 449.pdf
    )

    Zum Masseverwalter wird Mag. iur. Raphael Näscher, LL.M., Rechtsanwalt, 9490 Vaduz, Pflugstrasse 16, bestellt.

    Forderungen sind unter Angabe des Rechtsgrundes und der beanspruchten Klasse (Masse-forderung, Klassen 1 – 4) bis längstens 20.11.2009 beim Masseverwalter anzumelden.

    Welche Klasse haben unsere Gesprächsguthaben?

    Grüsse von „Roaming International“

  14. Hallo,

    mir ist nicht ganz klar, ob wir Endkunden gegenüber der United-Mobile AG in Schaanwald überhaupt Ansprüche haben. Ist unser „Vertragspartner“ nicht die United-Mobile AG Schweiz? Einige rechtskundige hier?

  15. Hallo in die (schlafende?) Runde,

    ich roll das hier mal wieder auf. Keine Ahnung, wie es um Eure 00423-SIMs steht, aber meine geht eingehend immer noch. Weiß jemand mal was Neues, Henning vielleicht? Mich interessiert das Thema dermaßen, aber man liest nirgends was Neues. Ich zwinge mich die ganze Zeit, meiner UM-Karte die Stange zu halten, tue mich aber zusehends schwerer, da ich im Ausland eben auch gern mal wieder aktiv telefonieren würde. Und als unmittelbarer Grenzlandbewohner, der ständig zwischen Deutschland, Schweiz und Frankreich hin und her „switcht“, ist UM für mich stets ein Segen gewesen…
    Das Gros der mir bekannten UM-Nutzer hat seine UM423 jedenfalls mittlerweile eingemottet oder ganz beerdigt.
    Was tun? Weiter warten? Es dauert und dauert…

    Viele Grüße von Timbo

  16. Guten Morgen,

    im englischen http://www.prepaidgsm.net/forum schreibt ein Schweizer Kollege, daß er einen Brief vom Liechtensteinergericht vom 15.09. erhalten habe, wonach (weitere?) 70.000 CHF aufzubringen seien, sonst werde der Konkurs „mangels Masse“ eingestellt. Ich weiß (noch) nicht, ob das eine neue Sachlage darstellt oder sich auf den Entscheid vom 11.8. bezieht (zu finden auf http://www.gerichte.li ) und ob jemand diese 70.000 CHF aufbringen will oder das schon getan hat.

    Ein Insider, der mit den Vorgängen vertraut ist, will gehört haben, daß die Mobilkom Liechtenstein Ende September 2009 die letzten UM 423 SIM-Karten abschalten wolle. Eine offizielle Bestätigung habe ich dazu nicht.

    Je länger die ganze Aktion dauert, desto weniger interessierte Kunden bleiben übrig.

    Die Rufnummergasse +423-663 bleibt problematisch, da sie von einigen Carriern nicht erreicht wird oder falsch geroutet wird, statt dem gewünschten Handy erreicht man eine Erotik-Leitung :-(
    Speziell aus den USA scheint das ein richtig großes Problem zu sein. T-Mobile UK und T-mobile USA haben die Vorwahl +423-663 gesperrt.

    Wenn es irgendjemand gibt, der ernsthaft erwägt, die UM423-Plattform unterbrechungsfrei weiter zu betreiben, sollte er/sie sich möglichst bald zu Wort melden.

    Als mögliche Alternative könnte eine Swisscom NATEL Easy in Frage kommen: Ankommend 40 Rappen in Europa und abgehend 85 Rappen. Sunrise ist mit 80 Rappen ankommend deutlich teurer.

    Meine UM 423 bucht sich noch ein und ist noch erreichbar. Wenns was neues gibt, melde ich mich wieder.

    Gruß

    Henning Gajek

  17. Update: Ich habe gerade auf prepaidgsm.net/forum den aktuellen Bescheid (vom 15.09.09) des Liechtensteiner Gerichtes gelesen. In Kürze: Wenn niemand die erneuten CHF 70.000 aufbringt, wird der Konkurs mangels Masse beendet. Ob man danach die Kundendatenbank und die Server für einen „Appel und ein Ei“ (rheinisches Sprichwort) bekommen kann? Aber selbst dann müßte man noch richtig gutes Geld in die Hand nehmen, um den Laden wieder flott zu machen.

    1. Hallo HenningG

      ich denke nicht, das es mit den Servern und der Datenbank leicht werden wird. Ist es nicht so, dass diese Ware so oder so versteigert werden wird? Und wenn ja, wird dies wohl kaum als ganzes System versteigert, sondern als Einzelteile. Und da wäre wohl auch das Problem. Die Kundendatenbank alleine nützt noch nicht allzuviel. Es sind schliesslich Prepaid Kunden und somit dürfte die Adressqualität der Kundendaten dementsprechend miserabel sein.

      Gruss, tom

  18. Hallo zusammen. Wie bereits vermutet hat Mobilkom die United Mobile platt gemacht um selber das Geschäft zu machen. Jetzt haben die die Technik für kleines Geld übernommen und starten wieder durch. Also: SIMkarten behalten und wieder ausprobieren.

    1. Hallo Insider

      danke für die Info. Was macht uns sicher, dass das was du sagst auch stimmt? Du deutest es an, mit deinem Namen. Aber kannst du uns deine Aussage noch etwas vertieft erläutern?

      Gruss, tom

  19. @Insider:

    Uhhh, jetzt wird’s dubios… Erst ist von Cubic die Rede, dann von Mobilkom FL. Auf der UM-Homepage jedenfalls tut sich nix. Aber dass wir trotz dem „magischen Datum“ (1.10.) noch immer erreichbar sind, lässt hoffen.

    Gibt’s denn keinen „echten“ Insider hier, der was weiß? Henning, was macht dein heißer Draht zu gewissen Stellen?! Auf TT schreibst du ja auch nix Neues…

    Viele Grüße von Timbo

  20. Ich habe beim Insolvenzverwalter angerufen. Mobilkom Liechtenstein hat die Plattform von United Mobile ersteigert. Geht wohl somit bald wieder los :-)

  21. Hi Leute,

    tut sich da irgendwas im Hintergrund?! Meine UM423 ist noch immer erreichbar. Auffallend ist allerdings, dass bei ausgeschalteter UM423, wenn ich darauf anrufe, eine „neue“ Abwesenheitsansage kommt. Nur noch deutsch und englisch, andere Stimme, anderer „Akzent“, nix mehr französisch, nix mehr italienisch. Haben die uns „umgebucht“? War übrigens neulich mal auf einer Poststelle in der Schweiz und habe mich dumm gestellt, ich wolle mein UM-Guthaben nachladen. Die nette Dam am Schalter sagte mir (wie wir ja alle wissen), UM sei „momentan“ nicht aufladbar, aber da käme demnächst was. Mehr hat sie nicht sagen können.
    Weiß einer von Euch was?

    Gru von Timbo, der immer noch an UM glaubt!

  22. Die Plattform wurde an Mobilkom verkauft aber der neue Besitzer der United Mobile, die „Cubic Telecom“ hat gegen den Kauf der Plattform durch die Mobilkom geklagt. Jetzt kann es dauern. Angeblich weil Cubic Telecom (Maxroam) selber einen MVNO in Liechtenstein machen will.

    1. Hallo Peter.

      Dann kann man die UM SIM wohl oder übel in den Abfall schmeissen. Weil wenns jetzt eine rechtlichen Krieg um die Plattform an sich gibt, wirds wohl endlos werden, das Geplänkel. Ich meine, es ist nun schon fast ein Jahr her, seit es langsam aber stetig bachab gegangen ist…

      Gruss, tom

  23. Hallo in die Runde,

    wenn sich wirklich die irische Cubic Telecom mit der Mobilkom „streiten“ sollte, dann denke ich, werden sie am Ende eine Lösung finden. Da gehts wohl nur noch um den Preis und die Details.

    Wenn es aber eher um persönliche Differenzen zwischen handelnden Akteuren als um Preise und technische Details geht, mag die Sache vielleicht etwas länger dauern, aber auch da hat irgendeine Seite irgendwann die besseren Argumente. Es muß doch beiden Seiten klar sein, daß dieses Geschäftsmodell nicht mehr lange tragen wird, falls es überhaupt noch taugt.

    Liechtenstein braucht „Traffic“: Die wenigen Anrufer die innerliechtensteinische Ziele anrufen möchten, sorgen für eine Unbalance gegenüber den Liechtensteiner Anrufern, die nach außerhalb von Liechtenstein anrufen.

    Ein Mobilfunkangebot wie „UM423“ bringt da sicher wichtige Einnahmen. Wo ich die Liechtensteiner Mobilkom verstehen kann, daß sie keinen Kunden (mehr) haben möchte, der irgendwann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann oder gar noch riesige offene Posten aus der Vergangenheit hat.

    Aber nochmal: Je länger die sich zwei streiten, desto uninteressanter wird das Ganze oder ein Dritter lacht sich ins Fäustchen.

    Obwohl nicht in der EU, orientiert sich die Schweiz (z.B. Swisscom) längst an den EU-Roaming-Tarifen von Frau Reding. Also kann ich im Ausland meine Natel Easy oder Natel Postpaid verwenden, oder mein Sunrise oder Orange Abonnement oder meine T-Mobile, Vodafone, E-Plus, o2 oder was auch immer, ohne arm zu werden,… da brauche ich keine UM Karte mehr.

    Für Fernreisen z.B. nach +1 gibt es vor Ort spannende Angebote, wie z.B. http://www.cellion.de (Angebot für USA, Seite auf deutsch)

    Im Zeitalter von Web 2.0 entscheiden die Kunden, was geht und nicht mehr in Ehren ergraute Veteranen am grünen Schreibtisch…

    Also meine Herren, vertragt Euch wieder und wendet Euch neuen erreichbaren Zielen zu. Danke.

    Gruss Henning
    (der seine UM 423 aufhebt, und sei es nur aus Nostalgie)

  24. Die Liquidation der Büromöbel und PCs der United Mobile findet morgen in den Büroräumlichkeiten der United Mobile an der Obstgartenstrasse 27 in Kloten statt:

    Morgen Donnerstag, 10.12.09 ab 9:00 bis 17:00

    Freitag, 11.12.09 ab 9:00 bis 17:00

    Montag, 14.12.09 ab 9:00 bis 17:00 (zum Abholen der Ware)

  25. Guten Morgen,

    seit einigen Tagen ist die Vorwahl +423 663 nicht mehr erreichbar.
    Die deutsche Sektion von Telefonica-o2 hat die Vorwahl generell aus Sicherheitsgründen gesperrt (sie mögen die Erotik-Dienstleister nicht), von T-Mobile Deutschland bekommt man eine Ansage, daß der Teilnehmer nicht erreichbar sei, gleichzeitig leuchtet im Display „Anruf nicht gestattet“ auf. Von E-Plus Deutschland hört man ein Besetztzeichen, gleiches gilt für Vodafone Deutschland.

    Von Swisscom Natel Easy gibt es ein Dauerbesetzt.

    Aus dem Festnetz der Deutschen Telekom hört man einen Dreiklang „Dieser Anschluß ist vorübergehend nicht erreichbar“.

    Ich denke, hier wurde – von wem auch immer – der Zugang bewußt blockiert – die Karten buchen sich wohl noch in die Netze ein, aber sind jetzt nicht mehr erreichbar.

    So traurig es ist, aber solange diese Situation so anhält, können wir alle „Träume“ von der Wiederkehr leider vergessen. Nostalgie hin – Nostalgie her – die Karte ist m.E. inzwischen verzichtbar.

    Bei Lichte betrachtet gibt es dank der EU inzwischen genügend Alternativen, daß eine separate Roaming-Karte meistens gar nicht mehr nötig ist. Selbst die „teure“ Swisscom ist mit „Natel Easy“ in EU-Ländern zu 40 Rappen (24 Cent) ankommend erreichbar, ausgehend sind es 85 Rappen (51 Cent), was in etwa dem Reding-Tarif entspricht. Die Tarife von Sunrise und Orange sind meiner Kenntnis etwas höher.

    Für Reisen nach den USA braucht es eine USA-Rufnummer, weil Amerikaner nicht gewohnt sind, im Ausland (Vorwahl 011-Länderkennzahl) anzurufen, für viele ist das ähnlich „anstößig“, wie bei uns die Anwahl auf 0900.

    Gleichwohl würde ich mich freuen, wenn eines Tages doch noch ein offizielles Signal von der Mobilkom Liechtenstein oder von United-Mobile oder wem auch immer käme, was da nun aktueller Stand der Dinge ist.

    1. Hallo Henning

      war heute auch bei der Liquidation. War um 12:00 Uhr dort und alles war schon weg. Gemäss einem ehemaligen Mitarbeiter der dort war, stand eine riesige Menschenmenge um 09:00 Uhr am Morgen vor dem ehemaligen Büro der United Mobile AG um sich günstiger Bildschirme und PC’s zu krallen. Für alle die welche top Büromöbel zu sensationellen Preisen suchen, gibt es Morgen Freitag, 11.12.2009 noch eine Gelegenheit: Obstgartenstrasse 26, Kloten, Schweiz.

      Gruss, tom

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