Internetscheidung trifft ins Schwarze. Leider.

Roger Groner, seines Zeichens Scheidungs- und Familienrechtsanwalt betreibt seit 2007 sein onLine Scheidungsportal. Dort gibt es die onLine Scheidung für CHF 1’000.-. Er ist quasi der Aldi unter den Scheidungsanwälten. Oder: Scheidungs – Harddiscounter.

Dies natürlich nur, wenn die Eheleute ohne Streit auseinander gehen. Dass Roger Groner Geld mit der Dummheit der Menschen verdient ist nach meiner Weltanschauung äusserst fragwürdig. Ein ehemaliger Chef von mir sagte mir einmal: <<Man darf mit der Faulheit der Menschen Geld verdienen, nicht aber, mit deren Dummheit.>> Diesen Satz vergesse ich wohl nie mehr. Und er hat schon etwas wahres. Der Satz beschreibt nämlich wunderbar das Wort „Skrupel“. Solchen habe er nicht, wie er gegenüber der Gratiszeitung NEWS bekannt gibt. Zum Vergleich: dieser Satz wird auch von Firmen wie Jamba (Klingeltöne), Mike Shiva, etc eingehalten. Diese verdienen ihr Geld ausschliesslich mit der puren Blödheit des Volkes.

Ein Schnäppchen ist es alleweil. Anstatt CHF 2’500.- nur CHF 1000.- für die Scheidung. Aber es wäre noch viel günstiger, wenn sich die Paare vorher überlegen, ob es denn wirklich der/die Richtige ist, welche/r angetraut werden soll. Oftmals heiraten die Leute einfach so. Was solls schon. Ist schnell erledigt und man hat etwas cooles gemacht. Richtig kennen, und richtig harte Zeiten durchgemacht haben die Paare indes kaum. Man heiratet schnell und scheidet noch schneller. Wieso lässt man es nicht gleich bleiben, mit dem Heiraten? Oder zumindest so lange warten, bis man sich seiner Sache mehr als nur sicher ist? Damit meine ich, das man wenigstens die Zeit der „Verliebtheit“ hinter sich bringen sollte. Sobald man die rosarote Brille abgelegt hat, ein paar Jahre zusammenlebt und schon zusammen Ferien und andere Gemeinsame Dinge gemacht hat, dann so meine ich, dürfte ein Entscheid zugunsten der Hochzeit nicht fehl am Platz sein. Ansonsten füttert man nur den Geldbeutel von Anwälten wie Roger Groner.

Bildquelle: zsz.ch


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