Schreiner ab Uni – das Aus für die Lehre?

„Schreiner ab Uni: Hat die Lehre ausgedient?“ So titelt heute Morgen 20minuten auf Seite 8. Eine schwachsinnige Idee meines Erachtens.

So stelle ich mir dann den Automechaniker mit Doktortitel vor...

Bis im Jahre 2030 soll die klassische Lehre abgeschafft und durch Schulen / Studien ersetzt werden. So der Plan der „Akademien der Wissenschaften“. Die Schlupflich soll bis zum 18. Lebensjahr verlängert werden. Und ausgebildet werden die Leute nur noch an Hochschulen. Argumentieren tun die Akademien damit, das bereits heute auch einfache Berufsstände mit immer höheren Anforderungen verknüpft sind.

und eine absolute Idiotie irgendwelcher studierten! So nenne ich diese Idee. Da hat es wohl einigen Professoren der Akademien der Wissenschaften gehörig ins Hirn geschissen. Eine Welt voll von Studierten? Nein Danke! Die Studierten braucht es auch – keine Frage! Aber irgendwer muss doch noch lernen, wie man hart arbeitet! Und irgendwer muss doch noch den Rülps der Studierten umsetzen.

Beispiel Automechaniker: man stelle sich vor; in einem Hörsaal eine Vorlesung über moderne Dieselmotoren, nebenan der Laborraum mit zwei Versuchsmotoren. Dort können sich dann die Studenten mit OP-Handschuhen an den russigen Maschinen versuchen, mit Drehmomentschlüsseln Räder wechseln und mit viel Elan Ölfilter wechseln. Aber dabei gilt stets das Motto: „Ja nicht die Hände schmutzig machen“! Der Professorfachsimpelt dann über den Heckspoiler von Student Rüdisüli und lacht über die durch zuviel Elan abgerissene Zylinderkopfschraube.

Wie wäre es, wenn man das Bildungssystem in den Grundzügen so belässt, wie es ist? Diejenigen, welche unbedingt die Schulbank drücken wollen, sollen dies tun. Es gibt aber auch andere. Nicht minderbemittelte, sondern Andere! Die wollen nicht zur gehen. Noch nicht, oder gar nicht. Lasst diesen Leuten die Lehre und die Selbstbestimmung! Keinem Staat bringt es etwas, in der Pisastudie gut dazustehen. Schlussendlich zählt das Gesamtpaket welches ein Staat zu bieten hat.

Bildquelle: suva.ch


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