IV Finanzierung: Eine Frechheit!

Dei Pflästerlipolitik unserer Linken Landesgenossen geht in eine neue Runde. Nach der Abstimmung zur IV Finanzierung, pumpt man nun lieber Geld in ein marodes, ausgenutztes System, als dieses grundlegend zu verändern.

Mir blieb heute fast der Zmittag im Hals stecken als ich hörte, dass das Ständemehr den Ausschlag zur Mehrwertsteuererhöhung gegeben hat. Nun ist es so, dass die Schweizer wieder für etwas bluten, das total zweckentfremdet wurde. Die IV welche einmal als Stütze für Invalide gedacht war, verkommt immer mehr zu einem Finanzierungswerk für Arbeitsfaule und solche, welche wissen wie man vom Schweizer Staat Geld aussaugt.

Es ist schon sehr speziell anzusehen. Je linker unser Staat regiert wird, desto mehr ähnelt das Vorgehen dem welches Deutschland seit Jahren betreibt. Immer mehr Abgaben, immer höhere Steuern und der Staat schmeisst mit dem Geld nur so umsich. Dass dabei alles, was ein Land erreicht hat, binnen weniger Jahre vernichtet wird, interessiert die Genossen nicht. Hauptsache, gegen die, welche etwas erreicht haben.

Nun ist auch in der Schweiz eine Steuer erhöht worden. Die MwSt. Zwar nur befristet bis ins Jahr 2017. Ich freue mich aber jetzt schon auf das Jahr 2017, wo man dann feststellen kann, ob die MwSt wieder gesenkt wird. Wers glaubt, wird seelig. Wieso man die IV und vorallem das Geld welches die IV ausgibt nicht besser kontrolliert, und anstelle dessen, einfach mehr Geld reinpumpt, versteht wohl kein normaldenkender Mensch. Oder würdest du, lieber Leser, eine Arterielle Blutung auch mit einem Pflästerli verarzten? Wohl kaum.

Für mich bleibt nur noch eine Konsequenz: noch mehr in Deutschland einkaufen gehen. Ich bin in keiner Weise bereit, die Leute zu finanzieren welche die SVP etwas plump als „Scheininvalide“ bezeichnet. Aber auch wenn der Begriff etwas falsch gewählt ist, hat die SVP für einmal Recht gehabt.  Die Massnahme die hier ergriffen wird ist nur beruhigung eines akuten Problemes. Es gibt berechtigte Zweifel daran, dass nun der nächste Schritt auf die Steuererhöhung zur Sanierung der IV folgen wird. Das Schweizer Volk wurde nun in den Glauben versetzt, mit der MwSt – Erhöhung die IV gerettet zu haben. Dass damit aber keineswegs eine Rettung beschlossen ist, bleibt dem Volke verborgen.

Man müsste das ganze Geld in die Bekämpfung der Leistungserschleichung der Scheininvaliden stecken. Wieso soll jemand (welchen ich persönlich kenne) nicht arbeiten können, nur weil er aufgrund Gelenkschmerzen nicht mehr seinem angestammten Beruf (Schreiner) nachgehen kann? Wieso erlaubt es die IV, dass diese Person eine Rente kassiert? Dies ist unfair den Behinderten Menschen gegenüber, welche wirklich auf die IV angewiesen sind. Leute welche noch irgend einer zumutbaren Arbeit nachegehn können, sollen auch dazu gezwungen werden. Notfalls mit Durchsetzungsmassnahmen. Und wieso soll jemand der eine psychische Krankheit hat, nicht arbeiten können? Wieso setzt man so jemanden auf gleiche Höhe mit einem Menschen der zum Beispiel keine Arme mehr hat? Selbst schwerstbehinderte Menschen wollen arbeiten und tun dies ihren Möglichkeiten entsprechende.

Und was ist mit den Herren und Damen welche nach ihrem mehrjährigen Arbeitsaufenthalt in der Schweiz mit einer IV Rente in ihr Heimatland zurückkehren, um dort ein Leben in Saus und Braus zu führen? Denen müsste man die Höhe der IV Rente an die dortigen Standards anpassen oder noch besser gleich ganz streichen. Weil das Geld ist dort beiweitem viel mehr wert als bei uns. Und mit einer Schweizer IV Rente lässt es sich in manchem Teil von Osteuropa wie ein kleiner Fürst leben.

Am Ende ist es doch einfach so; die, welche wirklich auf die IV angewiesen sind, werden beeinträchtigt, und die welche die IV nur aussaugen werden gedeckt und der Schweizer Staat, dumm wie er ist, lässt sich erneut aussaugen und betrügen. Obwohl ich alles andere als ein SVP Wähler bin, muss ich zugeben das ich nach diesem Wahlsonntag ein wenig mehr auf die Rechte Seite des Wahlspektrums gerutscht bin.


3 Kommentare

  1. Also ich kann dir beim besten Willen, in keinem deiner Punkte zustimmen. Die IV tut genau das, was sie tun soll – den Invaliden und nicht Arbeitsfaehigen Menschen helfen. – Ich bin gerne bereit, dafuer eine hoehere Mehrwertsteuer zu bezahlen – mal abgesehen davon, dass eine Erhoehung von 0.4 Prozent – nicht massiv ist.

    Wenn du davon sprichst, das System der IV zu veraendern, anstatt Geld reinzupumpen musst du mir erklaeren, wie das ohne Leistungsabbau geschehen soll.

    Ausserdem finde ich es im hoechsten Masse anmassend von dir! Das Leute mit psychischen Problemen von dir als Scheininvalide dargestellt werden. Ich kenne inzwischen 2 Personen in meinem Umfeld, die durch ein Burnout absolut nicht mehr arbeitsfaehig sind, und eine dritte Person die kurz davor steht. Es bleibt nur zu hoffen, dass du das niemals miterleben musst!

    1. Nun, schau, das Problem ist halt, das es heute jedemenge Leutee gibt, welche nicht mehr arbeiten wollen und sich anhand einer angeblichen psychischen Krankheit bei der IV andocken. Zu deiner Aussage von den beiden Leuten die du kennst. Ich kenne das Gegenteil. Jemand der nach einem Burnout, zwei Selbstmordversuchen und schlussendlich Scheidung nun wieder voll im Berufsleben steht. Seine Wertschöpfung ist enorm. Er hätte aber auch anders können und weiter bei der IV bleiben.

  2. Es wird immer Leute geben, die ein soziales System ausnutzen. Das ist wohl der (einzigste) Nachteil eines sozialen Systems. Ich finanziere aber gerne einige Betrüger mit, um ein gutes sozial vertretbares System zu erhalten, dass Menschen helfen kann.

    Wenn man die Betrüger aufsuchen möchte, muss man dafür auch massiv Geld ausgeben, da es ein sehr grosser Personalaufwand ist. Dann stellt sich die Frage bei psychischen Probleme – wie finde ich, als normaler Mensch heraus, ob diese Person wirklich ein psychisches Trauma hat, durch das sie nicht arbeiten kann – oder ob sie nur etwas vorspielt.

    Ich sehe die Abstimmung als einen Gewinn für unser Sozialsystem an. Und freue mich darüber, dass eine (sehr knappe) Mehrheit der Schweizer Bevölkerung, für unser Sozialsystem ist.

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