Anti Minarett Initiative: Plakatverbote und Plakatstreit

Das Theater um die Anti-Minarett-Plakate der ist riesengross. Die Anti Minarettinitiative ist in aller Munde.

Anti Minarett Plakat der SVPUnd die hauptsächlich linken flennen über die verabscheuungswürdigen Plakate. Genau die sind es aber, welche die Plakate in ihrer Berichterstattung täglich auf ihren Webseiten zeigen, und so dazu beitragen, das nun jeder Schweizer Bürger und alle Anderen bis weit ins Ausland die SVP Plakate kennen. Und ohne den Sinn der Initiative zu werten, muss man der SVP wiedereinmal mehr gratulieren. Sie bringt es jedesmal fertig, ihre Anliegen der ganzen Schweiz zu präsentieren. Ohne, dass ein einziges Plakat irgendwo aufgehängt wird. Es reicht quasi einen Grafiker zu beauftragen ein Anti Minarett Plakat zu entwerfen und die Früchte seiner Arbeit den zu präsentieren.

Die meist linksgerichteten Redaktoren schiessen sich ins eigene Knie, da sie ja über den Skandal den die SVP da vom Zaun reisst, berichten müssen, vergessen dabei aber dass sie ihren riesengrossen Beitrag zur Wahlkampfkampagne der SVP beitragen. Man bedenke; Blick, Tagi, 20minuten, Tele Züri, SF, alle sind voll von Berichten zur Anti Minarettinitiative und deren Stop Minarett Plakaten mit der verschleierten Frau. Kann es sein, dass bei den Journalisten da und dort der Kapitalismus durchdringt und es eigentlich doch nur darum geht, die Auflage zu steigern? Oder ist es ein Liebesdienst an der SVP; wenn man die Werbeanzeigen schon nicht in seinem Blatt zulässt, dann macht man halt ein wenig subtilere Werbung, indem man etwas intensiver darüber berichtet?

Wie es auch sein mag. Die SVP hat ihr Ziel erreicht. Berücksichtigt man Sinn oder Unsinn der Kampagne einmal nicht, ist das SVP Marketing mit einer Marketingstrategie wie sie nur eine Firma Apple gleichwertig hinbekommt zu vergleichen. Und so überflutet die SVP die ganze Schweiz mit dem Thema Minarettinitiative. Und das, ohne wirklich viel Geld dafür zu opfern.

Zu allem Übel hört man nun sogar die Stimme von SP Bundesrat und Medienminister Moritz Leuenberger, welcher auch seinen Beitrag leistet. Aus Bundesbern liess er verlauten, dass er <<alles Verständnis>> für ein Verbot der Plakate habe. Entweder sind die Parteioberen der SVP verdammt gute Strategen und Planer und ihren Politischen Gegnern um Jahrzehnte im Vorsprung, oder sie haben einfach – aus ihrer Perspektive gesehen – verdammtes Glück.

Bildquelle: 20minuten.ch


3 Kommentare

  1. In Ihrer Stellungnahme vom Oktober 2008 behauptet die Rassismuskommission:

    „Ein Minarett-Verbot schränkt das Recht der Musliminnen und Muslime ein, ihre Religion allein und in Gemeinschaft mit anderen auszuüben.“

    Als gläubiger Moslem verletzt mich diese Aussage sehr.
    Das ist eine Lüge, denn Musliminnen und Muslime können auch ohne Minarette ihre Religion allein und in Gemeinschaft mit anderen ausüben. Sie können dies in einer Moschee und in einem islamischen Gemeinschaftszentrum tun. Minarette sind keine Versammlungsräume, es handelt sich dabei um Türme.

    Aus diesem Grund braucht es in der Schweiz auch keine Minarette.

    Lasst uns Moslems doch einfach in Ruhe. Wir können unseren Glauben heute schon ohne Probleme in unseren Gemeinschaftszentren und Moscheen ausüben. Der Bau eines nicht notwendigen Minarettes verstärkt nur die Spannungen zwischen der einheimischen Bevölkerung und uns Moslems. Es wird in unserem Glauben nicht verlangt, dass ein Minarett erstellt wird.

    Oder habt Ihr schon versucht, einen katholischen Glockenturm im Kosovo oder in der Türkei (ein zukünftiges EU Land) zu bauen? Was meint Ihr, wird wohl geschehen?

    Diese simplen Fragen kann jeder für sich selbst beantworten.

    1. Hallo Selens

      vielen Dank für den sehr interessanten Kommentar, welcher einmal die andere Seite der Muslime aufzeigt. Bisher habe ich nur von Muslimen gelesen, welche sich über das geplante Verbot aufregen. Dass du sagst, Minarette seien nicht nötig, finde ich eine sehr spannende Aussage.

      Vielen Dank! Gruss, tom

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.