Islamische Partei Schweiz und Minarette als Weltkulturerbe

Komische Früchte treibt die Minarett- und Islamdebatte in der Schweiz.

MinarettEine Islamische Partei Schweiz fordert der Muslim Gasmi Slaheddine heute in 20minuten. Ziel einer solchen Partei sei es, gegen weitere anti-islamische Massnahmen wie das ziemlich sicher kommende Burkaverbot anzukämpfen. Ein Problem wird die islamische Partei Schweiz aber haben: keine Wähler. Also eigentlich haben sie schon 400’000 quasi-Mitglieder, aber nur 60’000 davon sind Schweizer und lediglich 20’000 sind Schweizer welche auch im Stimmrechtsalter sind und somit an die Urne gehen dürfen. Und da kommt auch schon ein erstes Möckli „Parteiprogramm“: vereinfachte Einbürgerung, zwecks Ermöglichung von mehr Wählern für die Partei in der Schweiz. Bringt es wirklich Vorteile für die Gesellschaft, wenn eine Partei für die Rechte einer sehr speziellen Gruppierung kämpft, oder wird es darauf hinauslaufen dass die Muslimische Gesellschaft in der Schweiz nochmehr abgeschottet wird als bisher? Fragen muss man sich schon, ob die Idee dieser Partei einfach eine Trotzreaktion ist oder wirklich auch ein politisches Programm auf diesen Schrei nach einer Partei folgt.

als Weltkulturerbe. Ein Gag erlaubt hat sich der linke Politiker Julien Sansonnens. Dieser fordert nämlich, dass die bestehenden vier Schweizer Minarette künftig zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören sollen. Um dies zu erreichen verfasst der Waadtländer Politiker gerade das entsprechende Bewerbungsschreiben. Darin wird man lesen können, dass die vier Schweiuer Minarette Zeugen aus vergangener Zeit seien, nämlich Zeugen von einer <<alten Schweiz, in der noch Toleranz herrschte>>. Naja, wo da die geschichtliche Bedeutung liegt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber man sieht, was unseren Politikern wichtig ist; Pöblissiti.


3 Kommentare

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