Xperia X10 mini Hands-On Test mit Video

Wau! Dachte ich, als mir ein Arbeitskollege das brandneue Sony Ericsson Xperia X10 mini für 2 Stunden überlassen hat.

Obwohl auf der Rückseite das Wort „Prototype“ in grossen Lettern eingelassen ist, fühlte ich mich schon beim Anfassen des Winzlings sehr gut. Sowieso. Es ist ein Telefon und zudem mit den Kameratechnischen Annehmlichkeiten von Sony Ericsson ausgestattet. Eines gleich vorwerg. Sony Ericsson hat mit dem X10 mini ganze Arbeit geleistet. Das Gerät ist mit seinen 88 Gramm nicht nur auf der Briefwaage sehr leicht, es fühlt sich auch leicht an. Die erste Vermutung ist, dass das Gerät der perfekte Begleiter beim Sport oder in der Damenhandtasche ist.

Das Display. Multitouch gibt es beim X10 mini nicht, jedoch verfügt das Display über einen kapazitiven Touchscreen welcher das iPhone – Feeling aufleben lässt. Dieses Feeling wird aber sofort durch die ganz schnell nahende Displaygrenze gestoppt.Dennoch werden die Fingergesten prompt und relativ zielsicher umgesetzt. Im Vergleich würde ich den Touchscreen des kleinen Androiden irgendwo zwischen iPhone und Nexus One ansiedeln.

Thema Grösse. Nicht überall, so sagt man, kommt es auf die Grösse drauf an, beim X10 muss man sich beim Emails lesen doch ziemlich quälen. Leute mit einer kleinen Sehschwäche werden sofort beklagen, das man den Text auf dem X10 Display kaum lesen kann. Aber was will man. hat bei diesem Modell auf die Grösse (Kleinheit) gesetzt und da muss man Kompromisse eingehen. Ansonsten ist das X10 mini Display auch farblich gut unterwegs.

Die 5 Knöpfe und der eine Doppelknopf fühlen sich etwas fummelig an. Vor allem der Knopf um das Gerät zu sperren, welcher sich an der Stirnseite oben befindet und leicht ins Gehäuse eingelassen ist, finde ich persönlich als zu klein geraten. Will man das X10 mini sperren, fällt einem das Teil fast aus der Hand. SMS oder Emails werden mit der Display-Tastatur getippt. Dabei sieht die Tastatur gleich aus wie bei einem konventionellen Telefon. Alle supertexter welche mit ihren alten Nokias innert sekunden ganze A4 Seiten getippt haben, werden ihren Spass am X10 mini haben.

Anschlusstechnisch bietet das Sony Ericsson X10 mini das Nötigste. 3.5mm Buchse für Kopfhörer, sowie einen USB Anschluss. Geladen wird das X10 mini via Mini USB was dem heutigen Standard entspricht. Um den internen Speicher zu erweitern kann man auch bei Sony Androiden eine Mini SD Card einschieben und von mehr Speicher profitieren.

Das entfernen des Deckels auf der Rückseite ist auch eine Angelegenheit für sich. Hier drücken, da mit den Fingernägeln ziehen und. Peng. Der Deckel ist weg. Alles noch ganz. Aufschnaufen. Die Montage ist ebenso ein Akt für sich und deshalb empfehle ich die Rückseite des X10 mini’s nicht allzu oft zu entfernen. Die kleinen Kunststoffhaken könnten nach zu vielem Öffnen und schliessen schnell einmal ermüden oder brechen und dann muss der Deckel mit Klebeband befestigt werden.

Geschwindigkeit, Feeling. Für mich eigentlich das wichtigste Kriterium. Und genau da ist für mich noch vieles nicht so, wie es sein soll. Auf den ersten Blick gibt sich das X10 mini sehr flüssig und ruckelfrei. Beim ersten Start des bereits befüllten Telefonbuches wurde ich aber bitter enttäuscht. Wie dem Testvideo ganz unten (am Ende des Videos) zu entnehmen ist, vergehen gut und gerne14 (!!!) Sekunden bis das Telefonbuch mit den Namen erscheint. Das ist eindeutige zu langsam und nicht das was ich mir vorstelle. Auch sonst kommt das Sony Ericsson X10 mini schnell ins stocken. Öffnet man mehrere Anwendungen kurz nacheinander, wird die Ladezeit der jeweiligen App immer länger.

Die Qualität der Kamera kann jeder selbst beurteilen. Das Bild unter diesem Text habe ich in einem Büroraum bei künstlichem Licht aufgenommen. Das Bild ist ok, für Schnappschüsse reicht es. Beim genaueren Betrachten bemerkt man eine gewisse Unschärfe (Siehe Buchrückentext).

Bild aufgenommen mit dem Sony Xperia X10 mini
Bild aufgenommen mit dem Sony Xperia X10 mini

Mein Fazit des Sony Ericsson Xperia X10 mini (jawohl, länger gehts nicht mehr…): Das X10 mini ist wunderbar für die Handtasche oder den Hosensack beim Sport geeignet. Es ist klein, leicht und stört nicht. Als Daily Phone im Businessbereich taugt es nicht viel. Aber ich denke, dafür ist es auch gar nicht gedacht. Die angepasste Oberfläche des Android Betriebssystemes versucht dem Anwender die wichtigsten Dinge schnell und einfach zu zur Verfügung zu stellen und dies gelingt auch. Zweithandy ja, Hauptgerät nein.

Hier noch das Video zum Test. Sorry, verkehrt herum. Aber bin YouTube- und Video- Novize.

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3 Kommentare

  1. Ich habe wirklich lange nicht mehr sowas lustiges gesehen :-D

    Wir waren heute unterwegs und wollten das Xperia X10 mal in der Hand haben. Aber das was hier gezeigt wird, ist noch viel besser als das Original :-D

    Grüße !

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