Bei MSC Cruises haben Frauen das sagen

Abgsehen vom Chef, arbeiten bei der Basler Reederei MSC nur Frauen.

Der Chef, René Mägli ist hier quasi der Hahn im Korb und kommandiert seine Hennen gekonnt von einem Hafen in den anderen. Aktuell arbeiten bei der Schweizer Reederei 79 Frauen. Und, wie gesagt, ein Mann. Wie auf 20minuten.ch nachzulesen ist, besuchte auch das Russische Fernsehen die Reederei MSC in Basel. Weltweit sorgt der Mann mit den 79 Frauen und den 11 Kreuzfahrtschiffen für Furore. Während der weltweiten Wirtschaftskrise hat MSC weder die Löhne gekürzt, noch Leute entlassen. Könnte dies ein Verdienst der Frauen sein? Trotz den widrigen Bedingungen in der Tourismusbranche? Mägli erläutert wieso er nur Frauen anstellt: «anders als bei Männern gibt es unter Frauen kaum Machtkämpfe», «Die Frauen arbeiten kostenbewusst und können Prioritäten setzen» für die Frauen ist es laut Mägli quasi Daily Business, da sie zu Hause auch den Ehemann und die Kinder verköstigen müssen. Gleichzeitig besorgen sie das Budget der Familie und gehen einkaufen.

Herr Mäglis Meinungen in aller Ehren. Aber wenn ich mir anhöre wies bei meiner Freundin im Geschäft zu und her geht, dann frage ich mich, was denn der Herr Mägli von MSC so anders macht als die Chefs meiner Freundin. Dort wo sie arbeitet ist das vorherrschende Gefühl der Zickenterror. Dort arbeiten in einer Abteilung auch rund 99% Frauen, geführt von 2 Männern. Vielleicht sollte der Herr Mägli ein Buch schreiben. Ein Kassenschlager würde dies bestimmt werden.

Was aber passiert, wenn sich jemand bei MSC Cruises bewirbt und männlichen Geschlechtes ist? Das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Mann und Frau, 2. Abschnitt, Artikel 3 spricht klare Worte:

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfen aufgrund ihres Geschlechts weder direkt noch indirekt benachteiligt werden, namentlich nicht unter Berufung auf den Zivilstand, auf die familiäre Situation oder, bei Arbeitnehmerinnen, auf eine Schwangerschaft.

Ich gehe ja nicht davon aus, das sich bei MSC automatisch nur Frauen bewerben. Mich würde interessieren, wie die Personalabteilung die Absage an einen Mann formuliert. So oder so. Ich finde es cool, dass es einen Manager gibt, welcher mit einer Firma voller Frauen den erhofften Erfolg hat. Dennoch beisst mich die Frage, wie es denn wäre, wenn sich ein Mann bewirbt…

Bildquelle: 20minuten.ch


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