Arbeitslosenversicherung – Aus mehr wird weniger

Unser (mehrheitlich) bürgerliches Parlament möchte wiedereinmal, an einer Sozialversicherung Leistung abbauen. Mit der 4. AVIG-Revision hat das Parlament die Versicherung gegen Arbeitslosigkeit verschlechtert. Leidtragende sind vor allem ältere und jüngere Arbeitslose.

Die Verschlechterungen auf einem Blick:

  • Arbeitslose ohne Kinder müssen bis zu 20 Tagen auf das erste Taggeld verzichten.
  • Arbeitnehmer die bisher 400 Taggelder bekommen haben, sollen zukünftig nur noch 260 Taggelder bekommen.
  • Arbeitnehmer die jünger als 25 Jahre alt sind, sollen nur noch 200 Taggelder bekommen.
  • Schul- und Studienabgänger sollen nur noch 90 statt 200 Taggelder bekommen.
  • Der Zwang, jede Arbeit anzunehmen – auch miserabel bezahlte -, wurde verstärkt.

Zusätzlich werden die Beiträge von den Arbeitnehmenden erhöht.

Die Politiker begründen den Sozialabbau mit Sparmassnahmen, um die Schulden der abzubauen. Allerdings ist es falsch, in diesem Zusammenhang von Schulden zu sprechen.

Man sollte sich auch vor Augen führen, das mit diesen Änderungen kein Geld gespart wird. Die finanziellen Auslagen werden einfach auf die Sozialämter abgeschoben. Da ein Jugendlichen nach seinen 200 Taggeldern vom Sozialamt abhängig wird.

Wir sollten Jugendliche, die Arbeitslos werden nicht direkt in die Langzeitarbeitslosigkeit schicken. Sondern eher länger von der Arbeitslosenversicherung unterstützen, damit sie die Möglichkeit haben eine würdige Arbeit zu finden.

Fazit: Zahlen tun wird jeden Monat mehr, bekommen tun wir weniger. Typische bürgerliche Politik.

Zum grossen Glück gibt es Parteien und , die das ergriffen haben. Wenn man das unterstützen möchte, kann man auf der Webseite des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, den Unterschriftenbogen (in verschiedenen Sprachen)  herunterladen.


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