Angeblicher Parkuhren Bschiss in Zürich

Wie ticken die Parkuhren in der Stadt ?. Ein 2lounge.ch Leser meint, dies sei „Diebstahl“.

Ich muss schon sagen, es leuchtet irgendwie ein, was unser Leser Michael da meint. Da erreicht uns folgende Email: << Die Einstellung der Parkuhren [anm. 2lounge: der Stadt Zürich] ist regelrechter Diebstahl. Hat nämlich derjenige welcher den Parkplatz kurz vor mir benutzte zum Beispiel noch 34 Minuten Guthaben, und ich werfe 50 rappen ein, so wird mir nicht eine Stunde hinzugerechnet, sondern meine 50 Rappen erreichen lediglich, das die 34 Minuten auf eine Stunde aufgerundet wird. Obwohl es für 50 Rappen eine ganze Stunde Parkieren geben sollte. Und wenn der ‚Vorgänger‘ mir quasi 25 Rappen schenkt weil er früher weggefahren ist, kann doch die Stadt Zürich dies nicht einfach durch einen Rundungstrick in den eigenen Säckel stecken. Würde ich dies machen, ich würde als Dieb bezeichnet.>>

Aber ist dies wirklich der Fall und zockt die Stadt Zürich die ehrlichen Autofahrer ab? Wir haben nachgefragt und es ist das Gegenteil der Fall. Die Stadt Zürich ist grosszügiger als vermutet. Heiko Ciceri, Medienverantwortlicher der Dienstabteilung Verkehr erklärt uns, wie die Parkuhren in der Stadt Zürich ticken:

<<Grundsätzlich besteht kein Anspruch darauf, dass die Parkzeit des Vorgängers „geerbt“ werden kann>> teilt uns Heiko Ciceri mit. Jedoch sind die Parkuhren trotzdem so eingestellt, << dass ein Erben der Parkzeit des Vorbenutzers möglich ist>>. Dabei legt uns Herr Ciceri anhand eines Beispieles die Funktionsweise nahe:

<<A verlässt das Parkfeld um 15 Uhr, die Restparkdauer beträgt 12 Minuten. Im selben Moment bezahlt B mit CHF .-50 und erhält in der Niedertarifzone somit 1 Stunde Parkzeit. An der Anzeige der Sammelparkuhr steht im Display „1:00“. Um 16 Uhr wechselt die Anzeige auf 0:00. Diese Anzeige steht bis 16.12 Uhr.>>

Dies bedeutet, das die Stadt Zürich die Parkzeit des Vorgängers definitiv dem nachfolgend Parkenden schenkt, nur wird dies nicht sofort ersichtlich. Aber beschissen oder bestohlen wird hier definitiv niemand und der Stadt ist an dieser Stelle ein Kränzchen zu winden, da man dem Bürger auch etwas schenkt das im Reglement gar nicht so vorgesehen wäre. Bravo!


3 Kommentare

  1. Bei den meisten Uhren sieht nicht mal mehr die verbleibende Zeit, damit du ja auch zahlt. Darum immer ein Schraubenzieher mitnehmen und so ein gerät entjungfern

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