Google Wlan Ortung Nachgebaut

Ich habe hier bereits über dieses Thema berichtet…

… muss nun aber doch nochmal detaillierter und mit einem ‚Feldversuch‘ nachhaken. Es ist einfach fahrlässig. Die Leute stellen sich ein in die Wohnung und haben null Ahnung was man damit alles anstellen kann. Anstatt dass möchtegern Experten wie Elmar Ledergerber in seiner Radio 1 Kolumne auf herumhacken, würden diese Leute ihre Bekanntheit besser dazu benutzen die Leute auf ein echtes Problem hinzuweisen. Was tat war das einzig richtige. Ob gewollt oder nicht hat hier auf einen echten Missstand hingewiesen. Dass sogenannte Experten nun auf herumhacken zeigt, wie wenig Ahnung sie von der Materie haben. Obermotzer in der ganzen Sache ist Hanspeter Thür, unser Datenschützer. Aber auch er hat nichts begriffen. Mobilfunkbetreiber werden konzessioniert, müssen Strahlungsstandards einhalten und durchlaufen für jeden Sendemasten ein kompliziertes Genehmigungsverfahren. Private Sender, wie eben WLAN Router, unterstehen keinerlei Regulierung. Kreti und Pleti kann zu Hause seine eigene WLAN Zelle aufbauen und die Umgebung verstrahlen. Und wenn Kreti oder Pleti dann zudem noch ein reiner Anwender ist, vergisst er wohl sein WLAN zu verschlüsseln. Ist dies nun Googles oder Kreti’s Problem? Ob nun in die Netzwerke ‚eingedrungen‘ ist, oder nur die MAC Adressen zusammen mit den Koordinaten gespeichert hat ist doch relativ egal. Lässt jemand sein WLAN unverschlüsselt, ist er selber schuld wenn etwas passiert. Man schliesst ja die Haustüre auch ab, wenn man das Haus verlässt. Haben Peter Thür und all die Möchtegernexperten aus Bundesbern und der nichts gescheiteres zu tun?

Zum Nachdenken: ich habe heute Morgen einmal G-Mon auf meinem HTC Desire mitlaufen lassen, als ich mit dem Auto von Eglisau nach Neu Oerlikon zur Arbeit gefahren bin. Für alle die es nicht wissen: G-Mon ist ein kleines Progrämmli, was eigentlich genau das macht, was Google auch gemacht hat. WLAN Netzwerke ausfindig machen und die Koordinaten sowie die eindeutige Kennung des Routers (MAC Adresse) sowie die erkannte Verschlüsselungsmethode (insofern es eine gibt) abspeichern. Das ganze kann man danach als KML Datei exportieren. Dieses KML könnt ihr hier herunterladen und mit Google Earth öffnen.

Die grünen Punkte sind offene, unverschlüsselte und für jedermann zugängliche Netzwerke. Hinzuzufügen gibt es, das ich meist auf der Autobahn gefahren bin (120 km/h) und dabei wohl das eine oder andere WLAN ‚übersehen‘ wurde. Viel Spass beim Staunen. Weitere Veröffentlichungen werden in der neuen Kategorie folgen.


4 Kommentare

  1. Meine volle Zustimmung!!! Das ist genau meine Rede. Anderes Beispiel, wer sein Auto in der Fussgängerzone stehen und den Schlüssel stecken lässt muss sich nicht wundern wenn hinterher zwei da stehen.
    Das ist für mich die selbte idiotie wie sein W-lan unverschlüsselt zu lassen.

    Aber viel Leute verstehen das nicht und sehen keinen Zusammenhang.
    Daher tut Aufklärung not.

    Weiter so!

  2. Also ist es Deiner Meinung nach erlaubt in eine Wohnung hineinzuspazieren, nur weil sie nicht abgeschlossen war?
    Und ist nicht jeder selbst schuld dessen Portemonnaie gestohlen wird, wenn er es in der Gesässtasche hat? Er hätte es halt in eine verschliessbare Tasche legen müssen…
    Es ist nicht erlaubt in die Privatsphäre eines Menschen einzudringen, nur weil dieser sich nicht gut schützt. Dies rechtfertigt noch lange nicht Googles Taten.

    1. Lieber Simon

      natürlich ist es frech in die Wohnung eines Jemand zu laufen, wenn dieser Jemand vergisst die Türe abzuschliessen. Aber ist dies nicht Fahrlässig und geradezu eine Einladung? Die Hausratversicherungen sprechen hier von „Grobfahrlässigkeit“ und versichern den Schaden meist trotzdem. Es rechtfertigt sicher nicht Googles Taten, aber es zeigt einmal wie dumm und unwissend die Leute sind. Überall muss man dabei sein, alles muss man haben, jeden Schrott stellt man sich zu Hause ins Regal. Aber wie es funktioniert, darum scheren sich die Leute nicht. Und deshalb und nur deshalb ist es gut was Google gemacht hat. Durch deren Verhalten ist ein Aufschrei durch die Medien gegangen und nur dadurch wurden die dümmsten der Gattung Mensch einmal darauf aufmerksam gemacht, was Scrippt Kiddies und Wardrivder tagtäglich mit ihren Daten anstellen. Im Gegensatz zu Google kommen die „Taten“ irgendwelcher Hobbyhacker die in ein offenes Netz eindringen und rumspionieren nie in die Zeitung.

      Grüsse, tom

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