Was ist Ubuntu? – Wie funktioniert es?

Viele Personen die auf umsteigen wollen, stehen vor verschiedenen grossen Problemen. Die Welt von Microsoft und Apple ist auf den ersten Blick um einiges einfacher. Jede Firma bietet ein Produkt (Windows oder MacOS) an.

Bei Linux ist das alles viel komplizierter. Es gibt verschiedene Anbieter, die Linux in einer anderen Form anbieten. Dabei entstehen natürlich viele verschiedene Produkte, bekannte sind openSUSE, Fedora, Debian und . Eine grosse Auflistung vieler verschiedenen Sogenannten Distributionen findet man auf Distrowach.

Ubuntu gilt teilweise als Wunderdistribution, da sie im Vergleich der anderen Distributionen relativ neu ist (1. Version 2004). Allerdings wird Ubuntu finanziell vom Milliardär Mark Shuttleworth finanziell unterstützt. Ubuntu ist ganz klar als Desktop Distribution gedacht, dass sich vollständig selbst konfiguriert und Anfängertauglich ist. Allerdings benutzen auch viele Fortschrittliche oder „Profi“ Linuxer Ubuntu, da es schlicht bequem ist, wenn man nicht alles von Hand selbst konfigurieren muss.

Wie beginnen wir?
Als erstes besorgen wir uns ein Installationsmedium, meistens ist das eine Installation CD. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann das CD Image bei Ubuntu herunterladen. Falls man nicht im Besitz einer Breitband Internet Leitung ist, kann man auch kostenlos eine CD bei Ubuntu bestellen (man muss nicht einmal das Porto bezahlen).

Die aktuelle Version von Ubuntu ist 10.04 LTS. Das Versionsystem von Ubuntu wirkt auf den ersten Blick etwas merkwürdig. 10.04 steht für April 2010. Jede Ubuntu Versionsnummer ist immer Jahr.Monat. Die nächste Version wird im Oktober erwartet mit der Versionsnummer: 10.10. LTS steht für Long Term Support. LTS Versionen haben einen längeren Supportzeitraum für Sicherheitupdates und Bugfixes als normale Versionen.

Installation:
Nachdem man sich ein Installationsmedium besorgt hat, wird es Zeit für die Installation. Am besten den Computer direkt von der CD booten.  Das booten von CD dauert eine Weile, abhängig der Geschwindigkeit des CD-Laufwerks und der Grösse des RAM Speichers.

Nach dem booten kann man auswählen, ob man Ubuntu installieren oder einfach nur testen will. Die Installation dauert in der Regel rund 30-45 Minuten. Man muss ein paar Daten eingeben wie die Zeitzone, Benutzername und Passwort, dies ist allerdings alles selbsterklärend. Wenn man während der Installation eine aktive Internetverbindung hat, werden auch gleich alle zusätzlichen Sprachpakete heruntergeladen und mitinstalliert.

Nach der Installation
Nach der Installation wird sich automatisch der Update Manager melden. Es macht Sinn zuerst alle Updates zu installieren. Wenn dies erledigt ist, hat man bereits ein komplettes Betriebssystem. Standardmässig installiert ist ein Browser, eine Office Suite, Ein Audio- und Videoplayer, Texteditor, Taschenrechner, etc alles was man zum arbeiten braucht. Wenn man seinen Drucker einschaltet, werden auch gleich automatisch die entsprechenden Treiber geladen.

Die Grundausstattung der Software ist etwas minimal. Der Grund dafür ist, dass eine CD nicht unbegrenzt Platz bietet. Deshalb gibt es das Software Center. Dieses findet man im Menü „Anwendungen“. Hierzu muss man wissen, das Softwareinstallation unter Ubuntu ganz anders funktioniert als unter Windows. Bei Windows sucht man (meistens über Google) das entsprechende Programm, ladet die entsprechende Version über einer seriöse oder weniger seriöse Webseite herunter und installiert diese dann, in der Hoffnung das kein Virus mitgeliefert wird.

Bei Ubuntu wird alles an Software direkt aus vertrauenswürdigen Quellen von Ubuntu angeboten. Im Software Center kann man direkt nach einer Software suchen. Zum Beispiel nach dem E-Mail Client Thunderbird und ihn mit einem Klick installieren. So kann man auch bereits installierte Software direkt wieder entfernen.

Der grosse Vorteil dieser Installationsmethode ist, dass jede Software direkt aus den Ubuntuquellen kommt und direkt an Ubuntu angepasst ist. Ein weitere Vorteil ist, das Softwareupdates direkt über eine Quelle kommen und für alle Programme verfügbar sind.

Was braucht man für den
Offenheit. Viele Leute die von Windows zu Linux wechseln sind der Ansicht, das es eine alternative zu Windows ist. Und alles genau so funktioniert, wie sie es sich gewohnt sind. Ich beschreibe das gerne mit einem Fahrzeugvergleich. Sowohl ein Auto wie auch ein Motorrad können einem von Punkt A nach Punkt B bringen. Aber wer Auto fahren kann, kann nicht automatisch auch Motorrad fahren. Beide Systeme bringen einem zum Ziel nur funktionieren sie anders.


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