Evolution in Basel 2 x JA!

Ich heisse Rahmen. Der Name ist ziemlich verbreitet von der Türkei über Nordafrika, über die arabische Halbinsel bis in den Norden Indiens. Der Name Rahmen/Rahman kommt weltweit fast so häufig vor wie Lee in China, Taiwan und überall, wo ChinesInnen leben. So wie Müller und Meier im deutschsprachigen Gebieten,

Vielleicht hat eine keltische Urururahnin von mir Appetit auf exotischeres gehabt als auf die ortsüblichen keltischen Schwerenöter. Und das ewige Leiergedudel nervte sie vielleicht auch. Nennen wir sie Ceridwen. Das klingt so schön keltisch.

Ceridwen vernaschte möglicherweise bei der ersten sich bietenden Gelegenheit einen sexy maurischen Weltreisenden, der sich von Nordafrika auf dem Weg nach Spanien in die Alpen verirrt hatte.
Seine Qitara hatte er auch dabei. Damit war es am Lagerfeuer ein leichtes, Ceridwens Libido zu wecken! Die Gitarre kam also von Nordafrika erst in die Schweiz, bevor sie die spanische Kultur aufmischte! Hä! Da staunen aber die Spanier! Zugegeben – das sind etwas verwegene Vermutungen. Dafür umso romantischer!

Als sich die Mauren den Süden Spaniens einverleibt hatten, war das Gebiet der heutigen Schweiz längst romanisiert. Vielleicht kamen auch noch ein paar andere, um sich hier zu den schon Dagewesenen zu gesellen. Die sich ja ihrerseits vor vielen, vielen Generationen zu den schon Dagewesenen gesellten. Davor sind die Kelten von weit, weit her im Osten eingewandert. So genau weiss das eh keiner. Vermutlich waren die Pfahlbauer die zuerst da waren, die „echten Urschweizer“.
Und die kamen auch schon irgendwo her. Was auch sonst.

Ceridwens Stamm also fürchtete sich als mittlerweile Neu-Alteingesessene vor dem fremden Rahmen.
Darüber enervierte sich Ceridwen, verfluchte ihre Sippe, packte ihren schönen Rahmen am Schopf und schleppte ihn samt seiner Qitara zwischen ein paar Hügel im bernisch-freiburgischen Grenzgebiet, wo sie sich mit ihm in der Landwirtschafts- und Kinderproduktions-Branche etablieren konnte.
Sie müssen ziemlich erfolgreich gewesen sein. Noch heute betreiben dort ein paar Handvoll Rahmens Landwirtschaft oder anderes. Sie sind wohl die Erben von Stammvater Rahmen, dem Verirrten! Und das bloss, weil der noch über kein GPS verfügte!

Leider lässt sich Ur-Rahmens Existenz und seine maurische Herkunft nicht wissenschaftlich untermauern. Irgendwann sind wohl einige von Ceridwens und Rahmens Nachkommen nach gewandert, wo sie sich zu den schon dagewesenen germanisch-alemannischen, keltischen, römischen und wasweissichischen Nachfahren gesellten, die sich im Laufe der Zeit mit flüchtenden Hugenotten (Diebe!), Juden (Brunnenvergifter), rheinaufwärts schiffenden Holländern (Gottlose!), Sachsen (gewalttätige Barbaren!), sowie iberischen und etruskischen Nachkommen (Fremde, die nicht hierher passen!) vermischten .
Das Produkt dieser Mischung ist das bunte, humorvolle und weltoffene Basler Volk.
Damit wir nicht stehen bleiben und uns nicht versehentlich der argovinischen Kultur angleichen, muss diese Mischung auch weiterhin frisch erhalten bleiben.

Trotz allem hat die archaische Stammeseigenheit von Ceridwens Herkunftsfamilie, die sich ja fürchteten, wenn ein „Fremder“ in ihren Jagdgründen auftauchte, überlebt:
Als in den Sechzigern des zwanzigsten Jahrhunderts italienische Gastarbeiter zu uns kamen, um uns Strassen, Tunnels und Häuser zu bauen, „wussten“ alle, dass diese Messer mit sich herumzutragen pflegen, die sie sorglosen Zeitgenossen in den Rücken rammen. Ausserdem nahmen sie den Schondagewesenen die Frauen weg! Das kannte man schliesslich! Schon in der Steinzeit haben rauhe Burschen manchmal im Nachbartal Weibchen gejagt.

Als dann Jahrzehnte später türkische Einwanderer folgten, war alles ganz anders.
Alle „wussten“ – übrigens auch die italienischen Einwanderer – dass diese Messer mit sich herumtragen, die sie ihren unschuldigen Nachbarn in den Hintern stossen.
Neu war allerdings, dass diese hierher kamen, um Weibchen zu jagen. Diese Barbaren!

Frauen werden in der Nordwestschweiz seit einiger Zeit nicht mehr gejagt und haben seit sagenhaften und unendlich langen 20 Jahren in der ganzen Schweiz das Wahl- und Stimmrecht!
Ein Gerücht behauptet, zumindest in Appenzell I.R. hätte sich 1990 die Erdachse verschoben…


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