Abenteuer und Nervenkitzel in Schweizistan

Sie haben alles schon gesehen? Sie bereisten bereits alle fünf Kontinente? Mallorca längst abgehakt und Ankhor Wat ist kalter Kaffee für Sie? Die Kamtchatka Bären kennen Sie alle schon persönlich und die Namibische Wüste entlockt Ihnen ein gelangweiltes Gähnen?
Afghanistan ist Ihnen als Ferienziel vielleicht doch etwas zu herausfordernd, aber Sie brauchen dringend ein neues, gefährliches und aufregendes Abenteuer?

Kommen Sie zu uns ins wilde Schweizistan!

Wo sich der politische Arm der , die Selbsternannte Volkspartei wirkungsvoll und anschaulich für ihre Vorstellung von law and order einsetzt!
Um den ungestörten Fluss von Geldscheinen von Arm zu Reich störungsfrei zu gewährleisten, wird regelmässig und zuverlässig zur Verbaljagd auf andere Scheine geblasen. Scheininvalide, Scheinasylanten, Scheinarbeitslose, Scheinehen oder auch Scheintouristen wie Sie!
So wird Ihr Urlaub um diesen neuen, aussergewöhnlichen Nervenkitzel bereichert!

Wie Sie der Presse in Ihrem Heimatland sicherlich bereits entnehmen konnten, lachen Ihnen von den Plakatsäulen in Schweizistan abwechselnd düstere Burkaträgerinnen, bedrohliche Messerstecher oder gefährliche Minarettraketen entgegen. Ein wohliger Schauer wird Ihnen über den Rücken laufen, wenn Sie diese folkloristisch-arachaische Kunstform mit eigenen Augen sehen zu dürfen!

Der Saisonhit, den wir Ihnen diesen Sommer anbieten dürfen, übertrifft die Ideen unserer Alpen-Taliban jedoch bei weitem!

Eine kleine Menschengruppe aus dem Umfeld von Opfern und Opferangehörigen – getrieben von Trauer, Betroffenheit und Rachewahn – lancierte eine Initiative, die die Wiedereinführung der zum Ziel hatte.
Davon haben Sie bestimmt zu Hause auch schon gehört.
Wenn Sie aus Nordkorea, dem Iran, aus China oder den USA kommen, ist das für Sie natürlich selbstverständlicher Alltag. Willkommen im Club!

Sollten Sie also auf Ihrer Bergwanderung die Begegnung mit kampflustigen Kühen, Kamikaze-Ziegen und aggressiven Schafen überlebt haben und beim Abstieg einem bärtigen Mann in Stammestracht begegnen, denken Sie daran: Vielleicht ist der Kerl unterwegs zum nächsten Briefkasten, um seine Bewerbung als Henker abzuschicken!
Grüssen Sie ihn freundlich, provozieren Sie ihn nicht und laufen Sie schnell weiter!

Ihre Nachbarn und Freunde zu Hause werden Sie bewundern für Ihren Mut, dieses
gefährliche und archaische Land, das die edlen Werte des Neolithikums anstrebt,
zu bereisen!

Sie brauchen Ihnen ja nicht zu erzählen, dass die erwähnte beschämende und schauerliche wieder zurückgezogen wurde.
Das bekommt bei Ihnen zu Hause ja ohnehin keiner mit!


6 Kommentare

  1. Angeblich soll dies ja Satire sein… Laut dem was ich über die Schweiz bisher gehört habe, ist das jedoch ganz und gar nicht so. Wer bei euch beim Militär war wird ermutigt seine Waffe mit nach Hause zu nehmen, damit die zivile Schweizer Bevölkerung bei einer Invasion bis zum letzten Bürger kämpfen kann? :D

  2. Genau! Nicht ermutigt, sondern verpflichtet! Beinahe wenigstens. Wir verteidigen unsere Jagdgründe mit allen Feuerstein-Pfeilspitzen die uns zur Verfügung stehen! Das macht doch den Abenteuer-Urlaub in Schweizistan erst so richtig zum adventure trip! Da weisst Du als Touri nie, wie viele Tage Dir noch gegönnt bleiben! Unter uns: Wir kampferprobten Schweizerinnen jagen die Männchen gerne jenseits der Grenzen unserer Jagdgründe! Pass nur auf, Frau ;-)! Und bring Deines in Sicherheit! Das ist selbstverständlich auch keineswegs satirisch gemeint!!!

  3. Pingback: Anonymous
  4. Also ich finde Herrn Anonymus Werbrauchtdas ausgesprochen scharfsinnig und habe Verständnis, dass er seinen Intellekt nicht jedem Plebs offenbaren möchte ;-)!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.