Staatliche Bordelle in Zürich

Eine Idee von Monika Stocker ().

Prostituierte
Prostituierte

Monika Stocker, ihres Zeichens Alt-Stadträtin von und bekannt für ihr Wirken im Zürcher Sozialamt, schlägt vor, dass man in die Bordelle verstaatlicht. Ziel des ungewöhnlichen Vorschlages ist, das die Prostituierten aus den Mafiösen Kreisen genommen werden und in einer mehr oder weniger geordneten Weise ihrem Job als Liebesdienerinnen nachgehen können.

Also Nutten mit Beamtenstatus? <<Das ist der dümmste Vorschlag, den ich bisher in der Sihlquai-Diskussion gehört habe>> sagt Mann Mauro Tueno in der heutigen Ausgabe der 20minuten.

Ich stimme ein mit Mauro Tuena und finde das es wirklich nicht die Aufgabe der Stadt Zürich ist, Bordelle zu kaufen und zu führen. Nebst den sicher lustigen (und eher als Spass gemeinten) Stelleninseraten (Puffmutter 100%, oder Prostituierte im Nebenerwerb 20%), sehe ich die Stadt in der Rolle des Schiedsrichters. Die Stadt Zürich muss Rahmenbedingungen schaffen welche es den Prostituierten ermöglichen, ihrer Arbeit nachzugehen ohne dabei in die Abgründe irgendwelcher kriminellen Organisationen gezogen zu werden. Diese Aufgabe erscheint mir persönlich schier unlösbar, ist es doch auch bisher kaum gelungen einen gangbaren Weg zu finden mit dem Problem Strassenstrich umzugehen.

Probiert haben es schon viele und gescheitert sind die meisten. Auch Nationalrätin Silvia Flückiger (auch SVP) verlangte im Frühling dieses Jahres, man solle den Strassenstrich verbieten. Dass dies nicht die Lösung ist, sondern einfach eine „Aus den Augen – aus dem Sinn“ Mentalität, hat wohl auch Frau Flückiger begriffen. Sie hat sich zumindest nicht mehr medienwirksam zum Thema geäussert.

Was hilft nun? Über die Staatsgrenzen hinausschauen ist sicher schon mal nicht schlecht. Aber es muss noch andere Lösungen geben, als dass die Stadt Zürich zur mit Steuergeldern finanzierten Puffbetreiberin wird.


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