Sunrise setzt in St. Gallen auf Glas

– die Kommunikationsleitung der Zukunft

Glasfaser
Glasfaser

Die Sankt Galler Stadtwerke (sgsw) erstellen zurzeit ein Glasfaseranschlussnetz bis zu den Haushalten in der Stadt . Bereits seit Herbst 2009 können interessierte Telekomdienstleister schnelle Datenverbindungen von den sgsw beziehen und darüber ihre Dienste dem Endkunden anbieten. Neu beabsichtigt die einzelnen Glasfaserleitungen zu mieten, um Ihre Kunden mit Angeboten über Glasfasern zu versorgen. Geplant sind Triple Play Produkte bestehend aus Telefon-, - und Fernsehdiensten.

Das St. Galler Glasfasernetz
Ein Glasfasernetz bis zu den Haushalten ist die Telekominfrastruktur der Zukunft. Um die Bevölkerung mit Telefon-, Internet-, und Fernsehdiensten zu versorgen, braucht es eine moderne Infrastruktur. Die sgsw erstellt zurzeit dieses Glasfasernetz bis zu den Haushalten auf dem Gebiet der Stadt St. Gallen. Ziel der Stadt St.Gallen ist, innerhalb von fünf Baujahren den Grossteil der Wohnungen und Unternehmen mit Glasfasern zu erschliessen. Bis spätestens in zehn Jahren soll die Stadt über ein flächendeckendes Glasfasernetz verfügen. Sunrise beabsichtigt die Glasfasern bis zu den Endkunden direkt zu mieten (Layer 1 Zugang), um darauf ihre Telekomdienstleistungen anzubieten.

Absichtserklärung zur Nutzung des Glasfasernetzes
Mit der Absichtserklärung bekräftigen die sgsw ihr Interesse, Sunrise den Zugang auf das Glasfasernetz auf dem so genannten Layer 1 zur Verfügung zu stellen. Es wird beabsichtigt, Sunrise eine durchgehende Glasfaserverbindung vom Endkunden bis zur Swisscom Ortszentrale zu vermieten. Sunrise bekräftigt sein Interesse an der Miete von Glasfasern bis zum Endkunden und ist bereit, für die Nutzung dieses Glasfasernetzes in die elektronische Ausrüstung des Glasfasernetzes zu investieren.

2lounge.ch Kommentar:
Step-by-Step wird so das Glasfaserangebot in der Schweiz ausgebaut. Wer in den grossen Städten wohnt, kommt so relativ bald einmal in den Genuss der Angebote, welche via Glas in die Haushalte verteilt werden. Bewohner von Randregionen oder kleinen Dörfern ausserhalb der grossen Ballungszentren werden wohl noch lange Zeit auf die schnelle Faser warten müssen, da sich die Erschliessung einer 4’000 Einwohner zählenden Gemeinde wie zum Beispiel meinem Wohnort Eglisau kaum rechnet. Schade, aber Ökonomisch nachvollziehbar.


Ein Kommentar

  1. Die Hoffnung für eine Glasfasererschliessung für Gemeinden wie Eglisau würde ich nicht einfach verlieren. Es gibt viele Beispiele von Gemeinden in derselben Grössenordnung, in welchen ein lokales EW oder eine Gemeinde ein solches Projekt erfolgreich umsetzt (z.B. Fislisbach AG, Walzenhausen AR). Vielerorts werden neue Überbauungen ab einer Anzahl Wohneinheiten von Anfang an für die Multimedia-Services TV, Internet und Telefon nur noch mit Glasfaser erschlossen und ausgebaut. Dies auch mehr und mehr auch etwas weiter weg von den grossen Städten.

    Ob sich ein Ausbau rechnen kann, hängt nicht in erster Linie von der Anzahl der Einwohner ab, sondern einerseits von der Anzahl Wohneinheiten pro Gebäude, davon wie verstreut oder schlecht verbunden diese sind und wie weit der Ort von einer Glaszuleitung liegt. Oft ist in Gemeinden vom EW oder vom Netz der Gemeinde schon viel Glas verbaut.

    In Städten mit einer Anzahl Wohneinheiten von 10 pro Gebäude ist der Ausbau sicher lohnender als in sehr ländlichen Siedlungen mit 2 oder weniger Wohneinheiten pro Gebäude. Bei Streusiedlungen im Appenzell ist das anders als an Orten mit modernem Wohnungsbau.

    Für das Zürcher Unterland, Eglisau und das Rafzerfeld gilt schon mal, dass alle Gemeinden an die Datenautobahn Zürich-Schaffhausen angeschlossen sind. Die Umfahrung und die Anschlüsse sind wenigstens hier schon gebaut! Für zahlreiche (neue) Überbauungen liesse sich eine Glasfasererschliessung bestimmt rechnen. Beispiele für solche Erschliessungen gibt es genug (Rohr, Otelfingen, Kloten, Speicher, …), Es ist wohl eher eine Frage der Nachfrage der Einwohner. Die Gemeinden im Rafzerfeld müssten eben ihren Standortvorteil an der Datenbahn nutzen.

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