Jugendschutz vor Fernsehköchen!

Hässliche Männer in weissen Blusen rühren massenweise und stundenlang auf sämtlichen denkbaren Fernsehsendern in Töpfen, in denen unappetitliches Siehtauswieschoneinmal brodelt und mühen sich mit humorfreien Witzchen ab, die auch die weltfremdeste Hausfrau nicht aus der Reserve zu locken vermögen.
Sie tun das frühmorgens, nachmittags, abends und spätnachts.
Werfen tonnenweise willkürlich austauschbare Ingredienzien in kochende Kessel und rühren was das Zeug hält mit allem, was greifbar ist. Kochlöffel, Messer und abgeschleckte, fettige Finger tauchen in Pfannen und matschen sprudelndes Zeug.
Die Konsistenz der wechselweise grünlich, rötlich oder meist bräunlich gefärbten Masse erinnert an schlecht geschlagenen Tapetenkleister, geronnenes Blut mit Haferschleim oder Hundekacke – im Falle von Diarrhoe.

Wer spätnachts vor dem Einschlafen als Schlummerhilfe noch etwas durch die unzähligen Kanäle zappen will, wird mit einer Programmauswahl bestraft, die schlicht und einfach keine Zielgruppe haben kann!
Zu dem unappetitlichen Hantieren mit Massen von Schalen, Schüsseln und Pfannen wird Nonsense gelabert was das Zeug hält!

Der Tapetenkleister-Künstler referiert über die gewitterdurchzogenen letztjährigen Wanderferien in der Eifel und dirigiert den hilflos danebenstehenden C-Promi, den niemand kennt, sinn- und ziellos durch den chaotischen verschmutzten Keramik- und Chromstahlberg.

Der Hersteller der Blut-und Haferpampe quasselt zusammenhangloses Zeug, damit die Tontechniker nicht vergebens aufgestanden sind und der Hundekacke-Koch versucht sich als Alleinunterhalter mit zotigen Altherrenwitzchen aus dem 18. Jahrhundert.

Nach reiflicher Überlegung bin ich zur Schlussfolgerung gelangt, dass es nur einen Grund geben kann, weshalb um drei Uhr morgens auf nahezu allen Sendern alte lüsterne Herren in versabbert-weissem Outfit ihre Küchenorgien ausleben dürfen:

Die zahlen den Sendern bestimmt eine stattliche Menge Geld, um ihre leicht entarteten Lebensmittelzerstör-Obsessionen exhibitionistisch im Fernsehen ausleben zu dürfen!
Was die Kerle nach Beendung der Aufzeichnungen mit den hergestellten Produkten anstellen, möchte ich gar nicht erst wissen!


Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.