Ubuntu – Was ist und was wird.

Anfang dieses Monats ist eine neue Version von (10.10) erschienen. Diese wurde genau am 10.10.2010 veröffentlicht und ist somit gut zwei Wochen alt. Eine gute Zeit um eine kurze Abhandlung zu schreiben.

Wie bekomme ich die neuste Ubuntu Version?
Für komplette Neueinsteiger hilft diese Informationsseite. Es macht wohl wenig Sinn hier die komplette Seite zu wiederholen. Für Leute die bereits Ubuntu 10.04 (Vorgängerversion haben) ist ein Umstieg nicht zwingend notwendig und wird auch nicht automatisch angeboten. Da 10.04 eine so genannte LTS- (Langzeitsupport) Version ist. Sicherheitupdates werden für 3 Jahre (also bis April 2013) verfügbar sein. Wer dennoch von einer bestehenden 10.04 Installation auf das aktuelle 10.10 Release wechseln möchte, findet hier einen Upgrade Leitfaden.

Was ist neu?
Funktionell hat sich nur sehr wenig geändert. Im Hintergrund werkelt ein neuerer Kernel, der eine bessere Hardwareunterstützung bietet. Auch wurden die meisten Programmversionen auf eine neue Version aktualisiert. Der Desktop steht in der Version 2.32 zur Verfügung, allerdings nur mit geringen Änderungen (hauptsächlich wurden im Hintergrund einige Bibliotheken bereinigt um einen reibungslosen Wechsel zur Version 3.0 zu vollziehen, als Anwender wird man davon allerdings nichts merken). Oberflächlich wurde das Standard Design ein wenig angepasst, der Fensterrahmen von Anwendungen ist nun besser sichtbar und die Fensterknöpfe (schliessen, minimieren und maximieren) wirken nicht mehr so grell.

Das neuste das auffällt ist die neue Schriftart, die schlicht Ubuntu heisst. Es ist klar, dass Ubuntu immer mehr als „Marke“ und nicht als Distribution auftreten will und dadurch immer mehr Alleinstellungsmerkmale wie die Schriftart entwickelt. Die Schriftart ist eine super Bildschrim Schrift, die angenehm lesbar und weder verwaschen noch unscharf wirkt. Allerdings ist sie nicht für Ausdrucke geeignet – muss sie auch nicht.

Ebenfalls wurde der Manager neu eingekleidet und schaut nun modern und interessant aus. Über den Manager kann man verschiedene Programme installieren und auch wieder entfernen (funktioniert für den Endanwender ähnlich wie der Google Market bei Android). Inzwischen gibt es sogar eine Applikation die man für Geld kaufen kann (Ein Novum in einem Distributionsrepository). Das Ziel, dass hier verfolgt wird ist klar. Entwickler von kommerziellen Anwendungen sollen diese auch für Linux entwickeln und verkaufen – Ubuntu bietet da ein gutes Grundgerüst an.

Im grossen und ganzen ist die aktuelle Ubuntu Version eine tolle Weiterentwicklung, mit wenigen radikalen Änderungen.

?
Ubuntu wird eine Zukunft haben, davon bin ich jedenfalls überzeugt. Mit der nächsten Version, die im April 2011 erscheinen wird (11.04) wird es grössere Änderungen geben. Das Sichtbarste wird ein neuer Desktop sein, der „Unity“ heisst. (Testen kann man diesen bereits in der Netbook Variante von Ubuntu). Unity will die Bedienung eines Computers einfacher machen. Der Desktop wird auf ein Panel oben und ein Dock (sowas wie beim Mac) links reduziert. Das ganze soll platzsparender werden, damit man sich um die laufenden Anwendungen und nicht um den Desktop kümmern muss.

Finanziell
Ubuntu wird seit der Gründung des Projekts im Jahr 2004 von der Firma gesponsert. wiederum wird von Mark Shuttleworth gefördert. schreibt mit Ubuntu immer noch keine schwarzen Zahlen. Andere Firmen die Linux kommerziell vermarkten (Red Hat, Novell) schreiben zwar schwarze Zahlen haben sich aber nicht auf Privatanwender sondern auf Firmen spezialisiert. Diese Lücke versucht Mark nun mit Ubuntu zu füllen.

In letzter Zeit wurden kostenpflichtige Dienste eingebaut. Einerseits kann man über den Musik Player direkt Musik kaufen (Ein Teil der Provision geht dann an Canoncial). Auch hat man mit „Ubuntu One“ einen Onlinespeicherplatz (ähnlich wie Dropbox) 2GB sind für alle gratis weitere Speicherplatz kann dazu gekauft werden. Der Vorteil von Ubuntu One ist, dass dieser Dienst sich perfekt in Ubuntu integriert. Der Nachteil, die Dateien werden nicht verschlüsselt abgespeichert.
Neu ist nun der Kauf von Anwendungen womit Canoncial für das Anbieten im Software Center beim Kauf sicher auch eine kleine Provision bekommt. Man darf gespannt sein, was noch alles kommen wird. Eines ist sicher – Ubuntu selbst wird immer kostenlos bleiben. :-)


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