Der Hass des Herrn Knüppel & friends von der Scheltwoche, der Tasmanische Tiger und sozialdemokratische ArbeiterInnen

Unter dem Titel „Marsch nach Jugoslawien“ wurden in der Weltwoche Anal-lysen veröffentlicht, die politisch Andersdenkenden vor Staunen den Kiefer ausrenkten!
Vordergründig ging es um den SP-Parteitag in Lausanne.
Effektiv um Linkenbashing von der Art, die keine Analysen braucht.

Die böswillige Pseudo-Berichterstattung folgte deutlich dem Credo „Beiss nicht die Hand, die dich füttert“. Wer – wie Herr Köppel – eine Zeitung zur Meinungsverbreitung geschenkt erhält, ist schliesslich seinen Gönnern verpflichtet! Da braucht man es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Wer Scheltwoche kauft will sich ja in seinem Weltbild bestätigen und nicht zum selber urteilen angeregt werden.

Dennoch möchte ich die Existenz einer ausgestorben geglaubten Spezies bezeugen!
Entgegen 100% anderslautender Medienwahrnehmung und –verbreitung ist die SP Schweiz keine „reine Akademikerpartei“!
Am SP-Parteitag waren nicht ausschliesslich Lehrer, Beamte und „Berufspolitiker“ anwesend! Mein Ehrenwort dazu!

U-huuuu! Schrei! Brüll! Wink! SOS-mit-Steinen-in-den-Sandstrand-schreib!

Es gibt uns noch! Im Gegensatz zum Tasmanischen Tiger sind wir sozialdemokratischen Arbeiterinnen und Arbeiter keineswegs ausgestorben!
Die Medien interessieren sich einfach nicht für uns.
Passt wohl nicht zum hergeschriebenen Mainstream.

Wir Arbeiterinnen und Arbeiter in der SP haben weniger das Problem, dass wir von unserer eigenen angeblichen „Akademiker-Partei“ nicht für voll genommen werden – sondern von den Journalistinnen! Weil die sich grundsätzlich nur für die Aussagen mandatierter Mitglieder mit akademischem Titel interessieren!

Und ja! Manchmal vertreten wir etwas andere Positionen!
Zum Beispiel in der EU-Frage. Das berechtigt jedoch keinen (auch deutlich rechtslastigen) Journalisten zur Aussage: „Man glaubte sich an einer Versammlung einer anderen grossen Partei“!
Das kann nur behaupten, wer nicht anwesend war oder nicht richtig zugehört hat!

Wir Arbeiterinnen und Arbeiter in der SP vertreten wie die Kulturschaffenden, die Secondo/as, die Schwulen und Lesben oder die vielzitierte urbane, gutgebildete Mittelschicht manchmal unterschiedliche Positionen.
Dass das alles Platz hat und die menschliche, diskussionsfreudige Vielfalt ist die Qualität dieser Partei!

Wir können uns in der Sache streiten und vertreten dennoch die gleichen elementaren Werte.
Deswegen wollen wir auch keine Partei-Veranstaltungen in Manier des Frontalunterrichts!

Wir streiten uns lieber um die Sache als den „Wilhelm Tell“ aufgeführt zu bekommen.
Wenn ich ins Theater will, kaufe ich mir ein Billett!


Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.