Wikileaks – was geht ab?

Nein keine Angst. Das gibt hier kein „Enthüllungsartikel“ mir brisanten geheimen Dokumenten, die gibt es ja in den Medien schon mehr als genug. Ich möchte aber meine Gedanken schildern, was mich beschäftigt mit und dem Internet.

Wer hat geschlafen? Unsere . Dank Wikileaks merkt man, dass die weltweite absolut keine Ahnung von Internet hat. Wenn es nach den Politikern geht, kann man eine Webseite per „Knopfdruck“ ausschalten. Das das nicht geht hätte ich Ihnen bereits früher sagen können. Es leben dezentrale Server und Mirrors.

Dank Wikileaks merkt man, wie gut man im Internet und auf der Welt arbeiten kann, selbst wenn alle Regierungen etwas dagegen haben. Ich lobe hier alle freiwilligen Helfern, die Ihre eigenen Server zur Verfügung stellen – Danke schön!

Ich finde es eine Frechheit, dass man nun versucht den „Geldhahn“ von Wikileaks abzudrehen. Sowohl , und auch unsere Postfinance sperrten die von Wikileaks – warum eigentlich? Was hat Wikileaks verbrochen um so etwas zu rechtfertigen. Wieso kommt Visa auf die Idee alle Geldtransfers von Wikileaks zu sperren? Hier stellt sich die Frage wer übt Druck aus?

Ich möchte hier einen kleinen Aufruf starten um Wikileaks zu unterstützen – es gibt immer noch Möglichkeiten. Die Möglichkeiten Wikileaks zu unterstützen findet man hier.


4 Kommentare

  1. man muss das ganze etwas differenzierter betrachten. zum einen ist es sicher zu begrüssen, dass jemand fehlleistungen von nationen und behörden aufdeckt. auf der anderen seite ist es aber nicht ratsam, alles ungefiltert zu veröffentlichen. es gibt informationen, mit denen kann der normale bürger nichts anfangen oder nicht damit umgehen. das kann gefährlich werden und zu diplomatischen krisen oder im schlimmsten fall zu kriegen führen. ob die jungs von wikileaks das beurteilen können, wage ich zu bezweifeln. ich habe nichts gegen enthüllungsjournalismus. ich denke aber nicht, dass der weg von wikileaks der richtige weg ist.

  2. Hm limi, ich denke deine Ansicht geht schon etwas in den radikalen Sozialismus. So im Sinne: „Der Staat weiss was gut für mich ist und was nicht“

    Das einzige was ich Wikileaks vorwerfe ist, dass sie „scharf“ auf lange Berichterstattung sind, ich würde es besser finden alle Dokumente auf einen Schlag zu veröffentlichen.

  3. deine Ansicht geht schon etwas in den radikalen Sozialismus. So im Sinne: “Der Staat weiss was gut für mich ist und was nicht”

    überhaupt nicht. es gibt aber informationen, die im zusammenhang mit anderen informationen betrachtet werden müssen und diese zusammenhänge sind ohne entsprechendes wissen nicht so einfach erkennbar. deshalb sind solche allgemeinen enthüllungen gefährlich, weil ein normalo (inklusive medien) mit diesen informationen nicht umgehen kann und sie deshalb falsch interpretiert – und das ist gefährlich.

  4. Was wirklich interessant ist im Fall Postfinance ist was sie selbst dazu schreiben auf:

    http://www.postfinance.ch/de/about/media/press/pressrelease/press101206.html

    Was dort aber ausgelassen wird ist, wann das Postkonto von Assange eröffnet wurde (ca am 6. Nov 10).
    Zu einem Zeitpunkt also wo laut Postgesetz einen nichtige/nicht für Postfinace gültige Postanschrift nicht als Vorwand für eine Kontoschliessung verwendet werden konnte.

    d.h. dass also durch Postfinance? eine Postgesetzesänderung beantragt wurde zum Zeitpunkt als die Veröffentlichung der Botschaftsdokumente klar war. Jedoch dann nicht einmal auf die Inkraftsetzung/Absegnung durch den Nationalrat gewartet wurde.

    Nach mir stinkt das zum Himmel .. ev. auch juristisch gesehen?

    Nach meinem Verständnis gelten Gesetzesänderungen erst, wenn sie abgesegnet wurden und dürfen nie auf die Vergangenheit angewandt werden.

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