Arbeitsuniform

Wozu es Arbeitsuniformen gibt ist mir im Dienstleistungssektor absolut schleierhaft. Wenn ich eine Post Filiale betrete, ist es mir doch egal, ob alle gleich aussehen oder jeder seine private Kleidung trägt. Ich mag Individualität, wieso also nicht private Kleidung?

Im Industriesektor, schaut die Geschichte ganz anders aus. Da ist man als Arbeitnehmer froh, dass nicht die eigene Kleidung schmutzig wird oder kaputt geht.

Die geht einen neuen Weg. Ein sparsamer. Die Mitarbeiter an der „Front“ müssen / dürfen ihre selber kaufen. Gute Sache – wenn es da nicht ein 44-seitiges Regelbuch gäbe.

Warum eine Frau nur Dessous in Hautfarbe tragen darf, ist mir absolut schleierhaft. Was geht es den Arbeitgeber an welche Unterwäsche ich trage? Am Nachmittag darf man kein neues Parfum auftragen – je nach Parfum ist man als Kunde froh darum! Auch sind dicke Portemonnaies in den Sakkos ein striktes Tabu – damit will man die UBS Mitarbeiter wahrscheinlich verhindern, dass UBS Mitarbeiter als Abzocker angesehen werden.

Doch der Kleidungsstiel ist nicht alles. Schliesslich ist der Arbeitgeber, ja nicht nur während der Arbeitszeit dein Chef, sondern auch in der Freizeit. Daher sollte man das verspeisen von Zwiebeln und Knoblauch unter der Woche grundsätzlich unterlassen. Und auch der Coiffeur muss Geld verdienen, daher sollte man diesen alle 4 Wochen aufsuchen. Und eine Feuchtigkeitscreme wird einem auch noch ans Herz gelegt.

Gut, das ich kein UBS Kunde bin. Gibt es überhaupt noch „Normalsterbliche“ die dort ein eigenes Konto haben? Meiner Meinung nach, ist dieser Eingriff in die Privatsphäre der Mitarbeiter ein absolutes No-Go!


7 Kommentare

  1. Vermutlich soll die Uniformierung eher gegen innen als gegen aussen wirken!
    Wie Leo Tolstoi schon sagte:
    „Eines der wirksamsten Mittel bei der Hypnose – der
    äusseren Einwirkung auf den seelischen Zustand des Menschen – ist die
    Kostümierung.
    Die Menschen wissen das sehr gut. So erklärt sich das Mönchsgewand und
    die Uniform beim Militär.“.

    Das sagt wohl alles!!!

  2. Und wer kontrolliert bei der UBS ob die richtig farbenen Unterwäsche getragen wird. Haben die so einen Job zu vergeben. :-)
    Anderseits, finde ich gut, dass ein Drersscode herrscht. Ok, das mit der Unterwäsche geht wohl zu weit.

  3. Ich finde ein Dresscode hat auch vorteile, ich arbeite selbst bei einer Bank und wundere mich teilweise wie besonders Frauen die Kleiderordnung auslegen. So kenne ich Frauen die es als okay erachten am Schalter mit verrissenen Jeans oder bauchfrei zu erscheinen. Daher ist eine gewisse Vorschrift okay. Aber die UBS geht mir hier zu weit….

  4. Was spricht gegen zerissene Jeans am Bankschalter? Wenn ich die PostFinance besuche, ist es mir doch egal wie die Leute dort aussehen – ich brauche gute Auskunft und Ende.

    Und wenn die Frau gerne in zerissenen Jeans rumläuft soll sie doch. Bringt eine Bank auch ein bisschen Volksnäher.

  5. Fairness, Ehrlichkeit und Berücksichtigung des Kundeninteresses wären wohl das Gewünschte für „Abhängige“ dieser Unternehmen. Will man Produkte verkaufen, die möglicherweise dem Kundeninteresse zuwiderlaufen, ist es wahrscheinlich nützlich, den Mitarbeitenden ein Stück ihrer Individualität mit den Mitteln Dress Code, Verkaufszielen und Sprachregelungen zu nehmen. Der Mitarbeiterin in zerrissenden Jeans würde ich mehr Vertrauen entgegen bringen! Sie darf sich selber und vielleicht auch ihren Werten eher treu bleiben!

    Ich wiederhole Tolstoi: „Eines der wirksamsten Mittel bei der Hypnose – der
    äusseren Einwirkung auf den seelischen Zustand des Menschen – ist die
    Kostümierung.
    Die Menschen wissen das sehr gut. So erklärt sich das Mönchsgewand und
    die Uniform beim Militär.“.

    Beide Organisationen legen keinen Wert auf Mitdenkende, weil es einfach nicht dem Sinn dieser Institutionen entspricht!!! Auch nicht die UBS!

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