Surprise – Strassenmagazin!

Jeder Pendler unter uns kennt es. Morgens, Mittags, Nachmittags und Abend beim Bahnhof. Egal wo, es ist überall – das . Ich muss zugeben, dass ich von diesem Magazin hellauf begeistert bin, allerdings nicht jede Ausgabe kaufe. Ich möchte mit diesem Beitrag, das den Leuten näher bringen, die es bisher noch nicht kennen, oder noch keine Ausgabe gekauft haben – oder der Ansicht sind, dass die Verkäufer einen nur belästigen und sie einen anständigen Job suchen sollen.

Die erste Ausgabe von Surprise kam 1997. Die Verkäufer dieser Zeitung sind sozialbenachteiligte Personen, die oft Unterstützung vom Sozialamt beziehen und sich mit dem Verkauf der Surprise etwas dazu verdienen können. Eine Ausgabe kostet 6 Franken – Die Hälfte des Verkaufspreises darf der Verkäufer für sich behalten. Alle 14 Tage erscheint eine neue Ausgabe.

Beim Kauf ist dringend zu beachten, dass der Verkäufer ein offizieller Surprise Verkäufer ist. Offizielle Surprise Verkäufer tragen einen Verkauspass.

Surprise selbst macht, noch viel mehr als nur Magazine verkaufen. Surprise hilft die Schweizer Sozialwerke zu entlasten mit Integrationsprojekten in den Bereichen Beschäftigung, Arbeit, Sport und Kultur.  Bevor der bürgerliche Block, hier wieder von Steuergeldverschwendung schreit, möchte ich darauf hinweisen, dass Surpise keine staatlichen Gelder erhält, sondern sich nur durch Spenden und den Verkauf des Magazins finanziert. Ebenfalls gibt es einen kleinen Shop auf ihrer Webseite, mit dem Einnahmen generiert werden.

Die Zeitschrift it für mich einzigartig. Es ist keine Newszeitung, man findet keine abgeschriebenen , nicht über die internationale Wirtschaft oder irgendwelche Börsenprojekte. Es ist eine nationale Zeitung, die viel über die in der Schweiz zeigt. Wisst ihr was eigentlich Antroposophen sind und wie diese leben? In der aktuellen Ausgabe ist ein spannender Artikel drin. Oder kennt jemand von euch in Zürich das „Kafi Klick“ für Leute die kein Geld für Internet und Computer haben?

Beim Lesen merkt man schnell, dass man hier mit Qualitätsjournalismus konfrontiert wird. All diejenigen, die sich nur noch von 20Minuten oder Blick am Abend informieren lassen, werden bei den ersten Zeilen eines Surprise Artikel schnell feststellen was Journalisten ausmacht – und das Agenturmeldungen über steigende Börsenkurse nicht alles sind.


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