Macht mit!

Heute Morgen war ich im Zug, auf dem Weg zur Arbeit dabei habe ich ein interessantes Gespräch anhören können, in das ich mich dann einmischte.

„Hej, hast du mitbekommen? Sie haben in der Produktion schon wieder zwei Mitarbeiter entlassen?“
„Echt? Das ist schlimm, gut das es uns noch nicht getroffen hat?“
„Ist wohl nur eine Frage der Zeit. Aber stell dir vor Arbeitslos und die ganze Familie – unglaublich!“
„Ja wirklich. Keine Ahnung wie das mit der heutigen Zeit weiter gehen soll.“
„Ich habe auch nicht viel Hoffnung, nicht einmal die machen noch etwas, die schauen bei diesen Kündigungen einfach nur zu.“

Nach diesem Satz musste ich mich einfach mit einer Frage in das Gespräch einmischen:

Seid ihr selbst Gewerkschaftsmitglieder?

Ich erspare euch die lausigen Ausreden, die ich von den beiden Anzugträgern bekommen habe und komme direkt auf den Punkt. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass unsere Gesellschaft eines sehr gut kann nämlich – Jammern. Dieses oben aufgeführte Gespräch findet wahrscheinlich täglich mehrmals in der Schweiz statt. Es müssen nicht die Gewerkschaften sein, es können auch Parteien, der Nationalrat, der Bundesrat oder sonst wer sein.

Egal ob Gewerkschaft oder , beides lebt nur von den Leuten die dort aktive Arbeit leisten. Die ihre Freizeit zur Verfügung stellen um etwas zu ändern. Darum mein kurzes Posting, ich möchte euch allen egal wie alt oder jung. Egal ob Frau oder Mann, einfach euch alle aufmuntern. MACHT MIT!

Wir haben eine Stimmbeteiligung von ca. 35-45% in der Schweiz. Aber ich bin überzeugt davon, dass jede Person in der Schweiz lebt schon mal über die Poltik, oder ein Gesetz oder eine Ungerechtigkeit im Arbeitsmarkt geflucht hat. Warum nur Jammern und nicht etwas selbst verändern.

Egal ob ihr politisch links oder rechts steht wichtig ist, dass man sich engagiert. Das man seine Meinung vertritt, das man nicht nur Abstimmen sondern auch wählen geht. lohnt sich!


5 Kommentare

  1. Das schade ist halt einfach, dass die Leute erst dann etwas machen, wenn sie selber direkt betroffen sind. Mich nicht ausgeschlossen. Ist es Faulheit? Oder ist es Gleichgültigkeit?

  2. Wie recht du hast.
    Jüngst gab es hier an der Universitätsbibliothek Basel den Fall, dass die Firma, die für die Gebäudereinigung zuständig ist, die Löhne auf die neuen Mindestlöhne der Universität anpassen musste, aber unter dem Strich die Lohnsumme nicht erhöhen wollte. Die Folge war die geplante Entlassung von Personal.
    Dank dem, von der Gewerkschaft losgetretenen, Protest mit Unterschriftensammlung bei der gesamtem Belegschaft konnte das aber verhindert werden.

    Ich denke, ich muss hier tom beipflichten: Es ist Gleichgültigkeit, zumindest solange es einen nicht direkt betrifft. Gewerkschaften haben aber häufig auch einen etwas schalen Beigeschmack als Störfaktor, als notorische Blockierer, überspitzt gesagt.
    Zumindest ich persönlich würde nicht direkt einer Gewerkschaft beitreten, da immer auch wieder gewisse Aktionen von ihnen vertreten werden (insbesondere die UN1A sei hier erwähnt), hinter die ich nicht kritiklos stehen könnte. Darum engagiere ich mich lieber im Privaten.
    Ob ich mit dieser Meinung richtig liege: Wer weiss.

  3. Ich denke es ist weder Gleichgültigkeit noch Faulheit, sondern Egoismus. Die Personen in unserer Gesellschaft schauen hauptsächlich auf sich und erst weit weit weit weit dana h noch auf andere – wenn überhaupt.

    Das ist ein sehr gesellschaftliches Problem. Allerdings ein absehbares, schliesslich wurden wir von Kind an bereits an der Schule so erzogen. Gruppenarbeiten, etc rücken immermehr in den Hintergrund, nur die eigene Leistung, die Noten zählen…

  4. Das würde ich so nicht unterschreiben, nein. Denn die Tatsache, dass durch die Bekanntmachung eben meines Beispiels auf einmal jeder, und zwar wirklich jeder, von sich aus unterschrieb, weil er die Haltung des Unternehmens nicht fair fand, zeigt doch, dass der Egoismus eher zweitrangig ist. Solange jemand da ist, der Proteste ansteuert und der normale Bürger dann lediglich noch unterschreiben muss, um seinem Protest Ausdruck zu verleihen, ist man durchaus gewillt, auch etwas für andere zu tun. Denn nichtsdestotrotz bleibt der Mensch ein soziales Wesen. Was ihn zum Egoist macht ist dann meist erst das Berufsleben bzw. die Karriere.

    Gruppenarbeiten haben meiner Meinung nach eher Einfluss auf die Teamfähigkeit als die grundsätzliche soziale Einstellung zu Anderen. Diese würde ich eher als charakter- bzw. auch teilweise durch Erfahrungen bedingt (viele Enttäuschungen durch andere => ich ziehe mich zurück und achte nur noch auf mich selbst) bezeichnen.

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