Der Spitzenkandidat

„Die huereverdammte Email-Scheisse scheisst mich an“ sagte der Spitzenkandidat von zum Journalisten!

Der Journalist führte das Interview telefonisch, weil der Interviewte irgendwo im Engadin mit „Holz füehre“ beschäftigt war.
Der gehaltvolle Satz beantwortete die Frage, ob seine Kandidatur denn gut ankomme.

„International“ hält der Chef von Accola Davos – Baggerarbeiten und Holztransporte möglicherweise für ein bündnerisches Pendant des Walliser Ausdrucks „Üsserschwizer“. Damit sind alle gemeint, die nicht Walliser sind und trotzdem einen roten Pass mit weissem Kreuz haben dürfen.

Möglicherweise blieb dem Mann, der einer der grösseren Landbesitzer in Davos sein soll, auch nichts anderes übrig, als bei International um Asyl zu bitten! Vielleicht war es auch andersrum.
Graubünden ist schliesslich das Bethlehem der BDP!
Als die Bünder SVP-Kantonalpartei damals nicht so blochern wollte wie die Zürcher und andere, wurde sie samt und sonders exkommuniziert.
Seither schlumpfen und BeDePlern sie rückgratstark als eine Art Essener der Ostschweiz ihren eigenen Weg.
Der unterscheidet sich zwar nur marginal – aber durch mehr Anstand. Das ist auch etwas wert.

Mit denen hat er’s nicht so, unser landreicher Ski- und Baggerfahrer aus Davos und Werbeträger der Motorex-Oil of Switzerland.

Das mit den Emails weiss er übrigens von „der Frau“!
Damit ist vermutlich seine namenlose Gattin gemeint.

Der Landbesitzer, Unternehmer, Werbeträger, mehrfacher ehemaliger Weltcupsieger und Gesamtweltcupsieger beklagt sich bitterlich, dass „die Linken“ überall Geld verteilen und er, der von morgens bis abends chrampfe, am Ende nichts im Sack habe.
Das habe dann alles der Staat!
Die Linken schimpfen sich nämlich sozial und chrampfen nicht! Sagt der Päuli.

Atomkraftwerke findet der Päuli auch eine Katastrophe! Die Energiefrage ist ihm nämlich sehr wichtig.
Auf den Hinweis, dass die SVP doch eine atomfreundlich gesinnte Partei sei, findet der Päuli, ihm sei die SVP sowieso zu wenig rechts. Weil die Tunnelbeleuchtungen und die nächtlich erleuchteten Dörfer wohl nur für die Fledermäuse seien und man da extrem viel Energie sparen könnte.

Als vehemente (und von der Notwendigkeit zutiefst überzeugte!) Kämpferin für mehr Kandidaturen von Frauen und Männern aus nichtakademischen, lohnabhängigen Berufen könnte mir die Ski- und Baggerfahrer-Kandidatur nun aber sehr peinlich sein…

Ist es aber nicht!
Weil: auch „Baggerfahrer“ Paul Accola ist ein Unternehmer – so wie weit mehr als die Hälfte unseres aktuell amtierenden Parlaments!

Und so saudümmlich wie der Päuli plappert doch kein/e politisch bewusste „Arbeiter/in“!!!

der Artikel von Philipp Loser findet sich hier:
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Die-SVP-ist-zu-wenig-rechts-he-he/story/26326389


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