John Grisham: Der Verrat

Bis vor kurzem, war ich absolut davon überzeugt, dass ich jedes einzelne von gelesen habe. Naja. Auch ich kann mich ab und an irren. Ich entdeckte tatsächlich ein von ihm, dass ich bisher noch nicht kannte. .

Das Buch ist ein typisches John Grisham Buch. Der Protagonist ist ein junger zielstrebiger Anwalt. 80 Stunden Wochen, 800 Dollar die Stunde verrechnet, keine Zeit für Gewissen oder private Momente und auch nicht um kurz zurückzublicken. Michael Brock hat in einer Grosskanzlei in Washington die besten Chancen Teilhaber zu werden, und dadurch im Monat mehr zu verdienen, als ich in 10 Jahren.

Doch plötzlich wird er und einige seiner Anwaltskollegen als Geiseln genommen – von einem Obdachlosen. Der Obdachlose wollte nichts weiter wissen, als wiviel die Anwälte dort verdienen und wieviel davon, sie spenden. Die Geiselnahme wird durch die Polizei schnell beendet dabei wird der Obdachlose tödlich verletzt.

Michael macht sich auf die Suche nach dem Warum. Wer war dieser Mann. Wieso tut er sowas. Wiso war er Obdachlos. Dabei taucht er in eine für ihn ganz neue Welt auf. Es ist grossartig zu lesen, wie John Grisham die Welt und der Tagesablauf der vielen Obdachlosen in Washington aufzeigt. Dabei entstehen auch grossartige Dialoge – ich bin überzeugt davon, dass Grisham für dieses Buch selbst in diese Welt eingetaucht ist. Es ist grossartig zu lesen, wie ein junger Mann, mit einem erfolgreichen Leben kaum glauben kann, dass gleich neben dem weissen Haus in einem modernen Land wie die USA soviele Menschen obdachlos sein können.

Während dem Verlauf der Geschichte lernt Michael den „Strassenanwalt“ Mordecai kennen, der für 2’000 Dollar im Monat (von einer Stiftung finanziert) sich um die juristischen Probleme der Obdachlosen kümmert. Mordecai hilft Michael sich in der Welt der Strassen und Obdachlosen zurechtzufinden. Bei Michael Suche nach dem Warum, findet er ein schmutziges Geheimnis seiner Kanzlei, er kopiert die Akten und steht nur vor einer wichtigen Frage. Soll er die Kanzlei und einer dessen Mandaten bloss stellen, was für einen Anwalt ein grosser Vertrauensbruch ist oder nicht…

Mit diesem Buch ging John Grisham ein pikantes Thema an – und er hat es sehr gut gemacht. Er hat ein unglaublich „leichtes“ Buch über ein sehr schweres Thema geschrieben, dass man nicht mehr weglegen kann. Das Ende wirkt leider etwas konstruiert, aber das ist nicht weiter tragisch.

Das war übrigens mein erstes und letztes Buch das ich als „“ auf meinem iPad gelesen habe. Ein richtiges Buch in der Hand zu haben und darin zu blättern ist einfach etwas ganz anderes und schöneres.

ISBN: 978-3453169241


2 Kommentare

  1. Na das klingt ja sehr spannend, muss ich wohl auch mal lesen!

    Und ja, ich bin mir ständig am überlegen ob ich mir den ein Ipad zum lesen kaufen soll als Pendlerin… aber das Lesen aus einem richtigen Buch ist halt schon schöner. :-)

    Gruss
    La Piratesse

  2. Ich lese das zufällig erst heute Ende Juli. Ja, kim88, wiso du nicht kannst Deutsch? Ist Blog der Fachausdruck für ungefähres, kommt-ja-nicht-so-darauf-an Schreiben?

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