Diskriminierungsgebot!

Im Historischen Museum Basel-Stadt (), also in der Barfüsserkirche, dürfen gemäss neuester Weisung Menschen mit einem zwar noch das Kirchenschiff (ebenerdig), aber nicht mehr die neue Dauerausstellung besichtigen. Alle anderen Räumlichkeiten, insbesondere die neu konzipierte Dauerausstellung im Untergeschoss ist für Besucherinnen und Besucher mit tabu. Es muss also die Frage nach einer möglichen Verletzung des Diskriminierungsverbots, wie es in der Verfassung des Kantons Basel-Stadt verankert ist, gestellt werden.

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Menschen mit Rollator im HMB zum grössten Teil der Ausstellung keinen Zutritt mehr hat. Allein schon das Wissen um dieses Verbot lässt aufhorchen. Denn in der Verfassung des Kantons Basel-Stadt gibt es eine klare Bestimmung, wonach Diskriminierungen jeglicher Art verboten sind. Explizit erwähnt sind darin auch Menschen mit einer Behinderung.

Nun hat aber die Direktion des Hauses eine Weisung heraus gegeben, wonach Buggies und — eben — Rollatoren nur noch im Parterre zugelassen sind. Grosszügigerweise ist man seitens des Hauses aber bereit, gehbehinderte Menschen in einem vom Hause zur Verfügung gestellten Rollstuhl durch die Ausstellungsräumlichkeiten zu schieben. Dafür wird gemäss einem an mich ergangenen Mail «grosszügigerweise» sogar ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Aufsicht abgestellt. Sollte dies aufgrund des temporären Personalmangels nicht möglich sein, muss eine «Haustechniker» das übernehmen.


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