Schutz vor Passivrauchen: Eine gute Entscheidung!

Nun ist es ja absolut legitim, wenn sich die Lungenliga mit Vehemenz gegen die anerkannten Schäden durch das ins Zeug legt. Kein vernünftiger Mensch kann dagegen etwas einwenden. Doch das Abstimmungsresultat vom 23. September hat gezeigt, dass der Weg über Repression ausgereizt ist. Jetzt müssen neue Ideen entwickelt werden. Und diese müssen auf dem Prinzip einer substantiellen Prävention basieren.

Rund 66 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sagen Nein zur Vorlage für den «Schutz vor Passivrauchen». Das ist deutlich. Hinzu kommt, dass mit Ausnahme des Kantons Genf alle Kantone die Vorlage den Bach runter schicken. Und auch das Ja des Kantons Genf ist mit 51.8 Prozent eher marginal. Damit ist klar: Die Idee, Gesundheitsschutz über eine repressive Gesetzgebung erzwingen zu wollen, ist ausgereizt. Nachdem die Stimmberechtigten in den letzten Jahren zweimal gesetzliche Grundlagen abgesegnet haben, ist auf diesem Wege — zumindest vorerst — kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Man liegt wohl nicht falsch, wenn man das Ergebnis auf eine Übersättigung einer grassierenden Verbotsmanie zurück führt. Das war nur noch Zwängerei. Und davon hat das Stimmvolk die Nase voll! Nun ist insbesondere die Lungenliga gefordert. Sie muss nun einen anderen Weg finden, um ihren legitimen Interessen zum Durchbruch zu verhelfen. Kreativität ist gefragt. Weg vom Versuch, die Individuen bevormunden zu wollen. Hin zu einem Strauss von Ideen. Der Mahnfinger als allein selig machende Drohgebärde muss wieder eingezogen werden. Gute Argumente, eingeschlagen in verschiedenartigen Verpackungen sind gefragt. Humor ist dabei nicht verboten.


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