Cloud mal anders, ownCloud im Praxistest!

Gestern hatte ich mal wieder etwas Freizeit. Wisst ihr das Freizeit etwas wunderbares ist? Ich nutzte meine freie Zeit um ein Problem zu lösen, das noch gar keines war – Vorausdenkend!

Bisher hatte ich für die von Mails, Kontakte, Termine, Kalender, Lesezeichen, etc iCloud von Apple benutzt. Vor der Apple nutzte ich die Google Dienste. Und davor hab ich das alles noch manuell gemacht.

Das Problem, die kostenlosen 5 GB Speicherplatz der iCloud waren bald voll. Und die iCloud ist gerade im Mail-bereich nicht so zuverlässig wie ich das früher von kannte – schade eigentlich.

iCloud Speicherplatz bei Apple, ist wie alles bei Apple ziemlich teuer. 10 GB kosten 20 CHF / Jahr. 50 GB 100 CHF im Jahr. Das ist schon sehr viel Geld, wenn man bedenkt, das Speicherplatz heute nichts mehr kostet.

Die einzige Alternative die ich kannte, die eine „all-in-one“ Lösung anbietet, sind die Dienste von Google. Bevor ich auf Google umstellen wollte, versuche ich eine Eigenlösung.

CardDav Eingabe ohne „http://“ bei

Hier kommt die openSource Lösung „ownCloud“ ins Spiel. ist openSource und lässt sich Kinderleicht auf einem Server installieren, das ganze dauerte bei mir keine 5 Minuten. Die Installation beschreibe ich hier nicht, da hervorragend dokumentiert ist.

Danach habe ich mein Adressbuch und meine Kalender direkt aus den jeweiligen Apps exportiert, und bei meiner ownCloud Installation importiert.

Das Protokoll für die Synchronisierung bei den Adressbüchern ist CardDav und bei den Kalendern CalDav. Diese Protokolle sind bei OS X und bei iOS standardmässig vorhanden. Einfach den bei ownCloud angeziegten Link kopieren, Benutzername und Passwort eingeben und der Sync läuft.

Achtung: bei iOS muss die CardDav/CalDav ohne http:// eingetippt werden, sonst erhält man nur eine nichtssagende Fehlermeldung. Scheint ein Bug in iOS zu sein, der sowohl bei iOS 5 wie auch beim neuen iOS 6 auftaucht.

ownCloud bietet auch einen Sync von Dateien an, wie man es von oder SkyDrive kennt. Das funktioniert einwandfrei direkt über die Weboberfläche im Browser. Oder mit einer App die es für , , OS X, iOS und gibt. Dort kann man wie in Dropbox auswählen welche Ordner synchronisiert werden sollen.

ownCloud Weboberfläche

Die Weboberfläche ist auch mein einziger Kritikpunkt. Mir ist klar, dass diese Webapp ziemlich kompliziert und funktionsreich ist. Sie ist aber auch (im Vergleich zu iCloud oder Google) ziemlich langsam. Die ownCloud Entwickler versprechen Besserung mit der nächsten Version. Ausserdem funktioniert sie (wie alle modernen Webapps) nur mit aktiviertem JavaScript. Trotzdem ist die Weboberfläche ziemlich nützlich, um von jedem Computer (mit Internetzugang) kurz den Kalender oder das Adressbuch anzuschauen.

Vorteile

Einige von euch werden sich jetzt denken. Das ist ja alles gut und recht. Aber genau das selbe habe ich bei Microsoft, Dropbox, Google oder iCloud auch. Warum braucht es da was eigenes.

Der erste Vorteil liegt auf der Hand – es ist kostenlos. Der zweite Vorteil, man kann auswählen auf welchem Server man seine Daten will. Die Daten kann man (serverseitig) verschlüsseln, und kein Grossunternehmen hat Zugriff auf die eigenen sensiblen Daten. Der letzte Vorteil? Ich bin ein Freak und bastle gerne!

Falls jemand von euch einen 2Lounge ownCloud Zugang will. Kann er sich über das untenstehende Kontaktformular melden!

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