25 Milliarden Euro für eine mörderische Technologie?

Ein und tausend Unbekannte. Die Europäische Union (EU) hat die Kernkraftwerke einem unterzogen. Die Bilanz ist verheerend. Aber noch immer propagieren ewig-gestrige die «vertretbare Sicherheit» von solchen Anlagen. Ein Blindfug mit Extremrisiko!

Mangelnde Erdbebensicherheit, ungewisse Kühlwasserversorgung bei einem GAU, fehlende Notstromversorgung. Die Mängelliste des Berichts, den die EU nach Fukushima in Auftrag gegeben hat ist verheerend. Nach Meinung des deutschen Atomphysikers Lothar fällt rund die Hälfte der in Europa stehenden 134 ’s schlicht durch und müsste vom Netz. Dass das atomgläubige dabei ganz schlecht abschneidet darf schon deshalb nicht verwundern, weil das Land seinen Energiebedarf zu 75 Prozent aus Kernenergie deckt.

Was aber des Weiteren für Erstaunen sorgen muss, ist der Umstand, dass dieser so genannte Stresstest noch nicht einmal alle möglichen Risiken in die Zustandsanalyse einfliessen liess. Wichtige Komponenten zum Thema Sicherheit wurden noch nicht einmal durchgespielt. So fehlen etwa Flugzeugabstürze oder gänzlich in der Analyse.

Aber auch «kleine» Mängel wurden nicht berücksichtigt. Denken wir ans schweizerische , wo man Risse im Mantel mit Stahlschrauben geflickt hat. Aber auch andere ’s in der Schweiz haben nachweislich Mängel, die ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Die Frage nun, wie diese gravierenden Mängel zu beheben wären, führt die Rechtfertigung für diese Form der Energiegewinnung endgültig ad absurdum: EU-weit (die Schweiz nicht mit eingerechnet) müssten 25 Milliarden Euro aufgewendet werden! 25 Milliarden Euro! Für eine Technologie, deren Existenzberechtigung längst widerlegt ist? Absurder geht es nicht mehr. Und dann noch zu behaupten, Atomstrom sei im Vergleich zu den Erneuerbaren billig, schlägt dem Fass den Boden aus.

Nun kann man nicht erwarten, dass mit dem — zu zaghaft — angedachten Ausstieg diese Geldmenge eins zu eins in die effiziente Förderung der Erneuerbaren einfliessen kann. Denn auch das Abschalten der Meiler sowie die Lagerung der Atomabfälle kostet eine Stange Geld. Es darf aber mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass auch nur ein Bruchteil dieses «atomisierten» Geldes die wirksame Förderung der Erneuerbaren spürbar voran bringen würde.

Es kann nicht sein, dass ein kleiner Haufen von Energiewirtschaftern Profite generiert auf der Basis des Risikos, dem mit dieser Art der Energieproduktion je nach «Ereignis» Millionen von Menschen auf dem Pulverfass sitzen! Dieses Russische kann sich die Gesellschaft nicht leisten — nicht leisten wollen!


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