Russi zu Sotschi 2014

**Die Olympischen Winterspiele 2014 stehen bevor. Die Begleitumstände dazu sind mehr als fragwürdig. Bernhard Russi nahm am 21. Januar in der Sendung «Echo der Zeit» Stellung zu «Olympia 2014» in Sotschi; dies in seiner Funktion als offizieller Pistenbauer. **

Nachdem er das Gespräch zunächst sehr pathetisch («Ich höre auf den Berg») eingeleitet hat, lässt er schon mal durchblicken, dass «da in Russland nicht alles einfach glatt durchging», wenn es um Fragen der Umwelt gegangen sei.

Dann kommt Peter Vögeli auf das Thema Sicherheit zu sprechen. In Anbetracht des Umstandes, dass laut dem Moderator die Teilnahme der USA an den olympischen Winterspielen aus Sicherheitsgründen in Zweifel steht, meint der einst sehr erfolgreiche Skirennfahrer, dass Sotschi während den Olympischen Winterspielen 2014 «wohl der sicherste Ort» sein wird.

soll sich nicht in den Sport einmischen, meint er, damit «die Sache noch heisser wird». «Das einzige was mich stört ist, dass wir glauben, dass wir uns überall einmischen müssen. (…) Die Russen haben uns auch nichts entgegengehalten, als wir die NEAT gebaut haben». Was bitte hat die NEAT mit Olympia zu tun?

«Die Strassen werden nicht gebaut für vierzehn Tage… Das ist ein Jahrhundertprojekt». Er glaubt Im Interview mit Vögeli doch tatsächlich, dass die ganze Malocherei wenigstens zukunftsgerichtet sei.

Kein Wort zu den tausenden Menschen, welche im Zuge der Errichtung dieses «Putin-Denkmals» zwangsumgesiedelt worden sind. Kein Wort davon, dass die Zwangsumgesiedelten bis dato noch keinen Rubel von dem gesehen haben, was ihnen versprochen worden war. Und generell warnen Menschenrechtler vor Repressalien in Russland. Auch das keine Überraschung in Anbetracht des Überwachungsapparates, den der Regierungschef aufziehen lässt.

Nun kann dem entgegengehalten werden, dass Peter Vögeli danach auch gar nicht gefragt hat. Das stimmt. Nur: hätte er das als Journalist nicht ansprechen sollen?

Auch nicht eine Äusserung zur Problematik, dass zugunsten der neu gebauten Strassen zum Teil grosse Naturlandschaften in Grund und Boden gestampft wurden.


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