Um wen geht es eigentlich?

Am Freitag geht’s los: Im subtropischen Sotschi werden die olympischen Winterspiele 2014 feierlich eröffnet. Dass allein schon die Vergabe ans Schwarze Meer alles andere als unbestritten ist, beweisen auch die Bedenken aktiver Sportlerinnen und Sportler.

Die olympischenWinterspiele 2014 finden im Nationalpark Sotschi statt. Damit ist der Beweis erbracht, dass Wladimir Putin im Interesse touristischer und wirtschaftlicher Interessen alle Versprechen – insbesondere jenes der «grünsten Spiele aller Zeiten» – ad absurdum geführt hat. Stattdessen werden es die teuersten Spiele aller Zeiten!

Menschen wurden entschädigungslos zwangsumgesiedelt; ganze Wälder wurden abgeholzt; Ökosysteme wurden durch den Bau von Strassen und Pisten für immer zerstört. Von fairen Arbeitsbedingungen ganz zu schweigen!

Hinzu kommt, dass für Funktionäre offensichtlich luxuriöse Aufenthaltslösungen geschaffen wurden, derweil jene, um die es wirklich geht, die Sportlerinnen und Sportler nämlich, mit Mehrbettzimmern ohne grossen Komfort vorlieb nehmen müssen. Dazu Felix Neureuther : «[…] Warum sollen die Herren vom IOC nicht genauso wohnen wie wir Sportler? Um wen geht es bei Olympia eigentlich? Ist das der Geist von Olympia?»

Es steht also fest: Wenn Herr Putin zur Gala lädt, spielen weder Menschenrechte, Naturschutz noch gesellschaftliche Klassen ein Rolle; Hauptsache, die Spiele finden statt, auf Biegen und Brechen. Erinnerungen an 1936 werden wach!!! Danach versank die Welt in einem unsäglichen Krieg…


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