Autoreisezug auf neoliberal: Der Kluge reist im Zuge – sein Auto auf dem Lastwagen!

Der Autoreisezug.

War das nicht mal ein umweltschonendes und auch für Menschen, die gerne mit dem Auto in die Ferien fahren, ein vorteilhaftes und bequemes Angebot?

Reicht doch, sich in der Feriengegend frei mit dem Auto bewegen zu können. Die stunden- bis tagelange Fahrt ins Ferienland spart sich doch auch mancher Lustfahrer gerne und gönnt sich statt unzähliger monotoner Autobahnstunden gerne Nachtruhe in einem bequemen Schlafwagen der Bahn.

Ein sinnvolles, co2 sparendes Angebot, das unsere ehemals staatlichen Bahnbetriebe als Folge vernünftiger politischer Einsichten und Entscheide einrichteten.

Nun wurden bekanntlich alle Bahnbetriebe privatisiert, in Aktiengesellschaften umgewandelt und haben nach allen Unwerten des kapitalistischen Zeitalters zu funktionieren.

Unzählige irrwitzige Geschäftsentscheide, die privatisierte Bahnen nach neoliberalen betriebswirtschaftlichen Glaubenssätzen fällen, stehen in unsteigerbarem Gegensatz zu jeder Art von öffentlichem Interesse:

Ein besonders bizarres Beispiel bei der Deutsche Bahn AG:

Das für den Autoverlad zur Verfügung stehende Rollmaterial ist altersschwach, Neubeschaffungen befinden die Bahn-Betriebsökonomen als zu teuer. Bei der Bemessung dürfen ökologische Überlegungen oder simples Allgemeininteresse selbstverständlich keine Rolle spielen.

Es ist ja üblich, dass grundversorgende Unternehmen, die durch Auslagerung von Staatsbetrieben entstanden sind, nach Grundsätzen funktionieren, die dem öffentlichen Interesse diametral gegenüberstehen.

Service public wird ab- und die Kommunikationsabteilung ausgebaut. Deren Aufgabe ist, uns für neue Logos, Auftritte und als Innovationen dargestellte Abbaumassnahmen zu begeistern.

Auch in diesem Falle wurde die Wartung der Kommunikationsabteilung vermutlich als kostengünstiger errechnet als die längst notwendige Ersetzung von uraltem Rollmaterial.

Der Unrentabilität von Autoreisezügen begegnet die Deutsche Bahn AG nun also mit folgendem innovativen Angebot:

Der Weitreisende kann im Zug schlafen, sein Auto reist ohne ökologischen Mehrwert auf einem Lastwagen hinterher!

Na, wenn das nicht innovativ ist!!

Mehr dazu hier: www.zeit.de!


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