Ecopop und das Versagen der Gegnerschaft

Sie tun es wieder!

Von sinn- und wirkungsvoller Gegenkampagne zur Ecopop-Initiative kann keine Rede sein!

Mit bestem Gewissen prügelt eine Bildungselite aus Wirtschaft und mit der Rassismuskeule auf Bürgerinnen und Bürger ein, die das mehrheitlich gar nicht verdient haben. Genauso ungeschickt wurde versucht, die Annahme der gänzlich anders gelagerten Masseneinwanderungs-Initiative der SVP zu verhindern.

Die Gegnerschaft von Ecopop zeigt sich in ihrem Wirken so lernrestitent und kontraproduktiv, dass sie mit ihrer verunglückten Kampagne vermutlich genau das Gegenteil erreichen wird.

JA! Es gibt Rassismus und Xenophobie in der Schweiz!

Und diese dunklen, archetypischen Urpflanzen menschlichen Verhaltens wachsen. Fremdenangst ist nicht nur stammtisch-, sondern längst auch salonfähig geworden.

Wir erfahren unter der globalen Wirtschaftsdiktatur zunehmend Entpolitisierung, Bildungsnotstände, Abschaffung kultureller und sozialer Errungenschaften und eine Zunahme egoistischen Verhaltens. Damit auch eine zunehmende Bereitschaft für kindlich-einfache, bequeme Feindbildmodelle.

Geiz-ist-geil Mentalität herrscht auf dem Arbeitsmarkt und nur die Hälfte der Arbeitnehmenden in der Schweiz arbeitet unter einem Gesamtarbeitsvertrag. Auch bei den Gesamtarbeitsverträgen ist längst nicht alles Gold, was glänzt.

Vordergründig scheint dies mit der Ecopop Intitiative nicht viel zu tun zu haben. Wirklich nicht?

Wer die Ablehnung der Ecopop-Initiative erreichen will, muss sich nun sehr rasch Antworten für unprivilegierte und mitdenkende BürgerInnen einfallen lassen!

  • die längst berechtigte Zweifel an endlosem Wachstum hegen.
  • die keine Freude empfinden können über das Zukunftsbild einer 10 Milliarden-Weltbevölkerung und einer 10 Millionen-Schweiz.
  • die der selbstzerstörerische Ressourcen-Verbrauch ängstigt.
  • die selber erfahren müssen, wie hart die Verdrängung für Berufseinsteigende und ältere Arbeitnehmende aus dem Arbeitsmarkt tatsächlich geworden ist.
  • Die keine bezahlbare Wohnung mehr finden.
  • die aufgenommen haben, dass sich in den letzten 40 Jahren die Menschenpopulation verdreifacht und die Tierpopulation halbiert hat.
  • Die feststellen, dass die Flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit der Schweiz mit der EU kaum Wirkung zeigen, weil die Umsetzung sehr offensichtlich nicht ernst gemeint war: Die Fälle, die bekannt werden sind nicht mehr als die Spitze des Eisbergs, welcher gar nie kontrolliert wird. Weil weder genügend Geld, noch genügend Personal für flächendeckende Kontrollen zur Verfügung stehen und geltendes Recht deshalb gar nicht durchgesetzt werden kann.

Die kontraproduktive Rassismuskeule, Schlagworte und die Verschweigung tatsächlich existierender und befürchteter Negativ-Entwicklungen kann die Annahme der Ecopop-Initiative kaum verhindern.

Mit dieser missglückten Gegen-Kampagne werden sich wohl eher noch mehr – auch sozial bewusste, politisch interessierte und weltoffene Stimmbürgerinnen – von den kampagnentragenden Organisationen verabschieden.

Ohne weitere Erklärungen bleibt das Bild erhalten, dass die Wirtschaft, ihre Verbände und deren vergoldete Polit-Lakaien nicht auf den unbegrenzten Import von billigeren Arbeitskräften verzichten wollen.

Linke Politik aus dem bodenfernen Elfenbeinturm und ohne Gehör für die Stimmung im Land funktioniert auf die Dauer schlecht.

Die von gut verdienenden Kommunikationsprofis mitgestaltete Botschaftsstreuung zielt meilenweit an der Erfahrungswelt der lohnabhängigen Bürgerinnen und Bürger vorbei. Schade.

Deshalb ist mit einer Annahme der Ecopop-Initiative zu rechnen…


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