Zwangsabonnements

Liebe Krankenkassen-Aktiengesellschaft

Ich finde dein Heftli einfach bescheuert. Nichts von der obligaten Selbstbeweihräucherung und deinen supitollen Angeboten interessiert mich.

Ich möchte einfach bei dir krankenversichert sein. Nein. Eigentlich nicht. Ich wäre lieber in einer staatlichen Einheitskasse versichert. Aber leider habe ich keine Wahlfreiheit.

Das hat der Souverän verhindert, als er dem blödsinnigen Slogans eures politischen Interessenvertretervereinlis Santésuisse Wahlfreiheit vs. Einheitszwang gefolgt ist.

Nun will ich nicht nur euer sinnloses Hochglanzheftli nicht und verzichte auch gerne auf Gutschriften für Muckibudenbesuche. Sehe es auch gar nicht ein, dass ich die mit meinen Prämien sponsern soll, die sich gerne da aufhalten. Ich will von euch auch nicht laufend genervt werden mit aufdringlichen Angeboten für Mobiliar-, Auto- und Reiseversicherungen.

Wenn ich Haushaltstipps brauche – und ich brauche solche eher nicht, weil Haushalt nicht mein Hobby ist – , gehe ich auch nicht auf eure von teuren Designern gestaltete Website. Obwohl ich dort nachlesen kann, wie man Apfelstücke frisch hält, Servietten faltet, Krawatten bindet oder Zähne ohne Zahnbürste putzt.

Gerne verzichte auf die 96 weiteren humorvollen Tipps, mit denen du mir das Leben leichter machen willst auf deiner superdesignten Website.

Ich will also keine Versicherungen von Dir, die nichts mit Krankenkasse zu tun haben, keine Werbeanrufe und deine sinnfreie App brauche ich erst recht nicht.

Bitte verschone mich von deiner in Plastik verpackte Krankenkassen-Glückspost in meinem Briefkasten.

Senkt doch dafür meine Krankenkassenprämie um Fr. 100.–. Da ist die lukrative Entschädigung der Stiftungsräte eurer Aktiengesellschaft (leider) immer noch drin.

Deal?

Liebe IWB Aktiengesellschaft

Ich bin froh, dass ich von euch zuverlässig mit Wasser und Strom versorgt werde. Noch lieber wäre es mir, wenn ihr diese elementar wichtigen öffentlichen Dienstleistungen als Abteilung der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen würdet. Weil…dann würde ich einfach meinen bezogenen Strom und mein benutztes Wasser bezahlen.

Eure IWB-Illustrierte, die ich als Stromverbraucherin bei euch zwangsabonniert habe, will ich eigentlich gar nicht.

Mir stinkt es, dass ich neben meiner bezogenen Energie auch eure aufwändigen und unverständlichen Werbemassnahmen mitfinanzieren muss. Das IWB-Drämmli finde ich einfach sinnlos und doof. Es ärgert mich, dass ich solchen überflüssigen Werbe-Giggernillis mitzahlen muss. Die im IWB Corporate Design Drämmli zahlreich platzierten Slogans haben weder Sinn, noch Botschaft und erst Recht keine Beachtung. Weil sich die lokalen Drämmli-Fahrgäste lieber mit ihrem Handy und den News beschäftigen.

Auch für Touristen bietet die Botschaft effizienz-dank-innovation.ch und Duschen Sie energieeffizient? keinen Mehrwert.

Gerne verzichte ich auch auf euren Online Shop wo ich Fahrradschlösser, Wattcher Display Datalogger Set, dunkel lila (was ist das eigentlich????) und LED-Lampen einkaufen kann.

Als Teil der staatlichen Verwaltung könnte politisch direkt Einfluss genommen werden, wie und wo erneuerbarer Strom gewonnen, wo investiert und wie Energieeffizienz gefördert werden kann. Ich verzichte gerne auf IWB-Werbedrämmli, Online Shop, das Zwangsabonnement der IWB-Illustrierten und den Verwaltungsrat und ziehe künftig Fr. 100.—von meiner Stromrechung ab.

Deal?


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