Apple Watch ⌚️ – Wie sich mein Leben in den letzten 4 Monaten verändert hat!

Als Apple vor etwas mehr als 4 Jahren die erste Apple Watch vorgestellt hat, konnte sich niemand vorstellen, dass dieses Produkt mal ein Top-Seller wird. Wie immer war die Mehrheit der Journalisten nicht in der Lage zu erkennen, was für eine grossartige und zunkunftsweisende neue Gerätekategorie Apple (wiedereinmal) erschaffen hat.

Ein gutes Beispiel für dieses Nicht-Verstehen ist der damalige Spiegel Artikel von Stefan Kuzmany. Zugegeben ich war damals auch jemand der die Uhr sofort gekauft – aber auch sehr schnell wieder zurück gegeben hat. Sie war für meine Ansprüche etwas zu langsam.

Inzwischen ist alles anders. Zahlreiche Hersteller versuchen die Apple Watch zu kopieren. Am erfolgreichsten dürfte hier wohl Samsung mit Ihrer Samsung Gear sein. Die tradiitionelle Schweizer Uhrenindustrie hat bisher noch keine vernünftigen Antworten auf die Uhr aus dem Haus Apple. So verkauf das Unternehmen aus Cupertino (das vorher noch nie etwas mit Uhren zu tun hatte) inzwischen mehr Uhren im Jahr als die komplette (!) Schweizer Uhrenindustrie zusammen.

Apple ist damit in nur vier Jahren zum grössten Uhrenhersteller der Welt geworden.

Meine Apple Watch

Nach meine „vergeblichen“ Versuch mit der ersten Apple Watch, habe ich die Entwicklung der Uhr immer weiter verfolgt. Vor 4 Monaten hab ich beim aktuellen Modell zugeschlagen. Die Geschwindigkeit ist endlich so wie ich mir das vorstelle. Sie reagiert in Sekundenbruchteilen, Apps lassen sich schnell öffnen – so soll es sein.

Dieses mal habe ich die Uhr nicht zurück gegeben. Sondern sie mit Freude behalten.

Ich werde euch jetzt kein technisches Datenblatt über die Uhr vorlegen, das findet man überall im Internet. Sondern einfach rekapitulieren, wie die Uhr meinen Alltag umstrukturiert und verändert hat.

Vor der Apple Watch war übrigens kein Träger von Armbanduhren.

Die Apple Watch in meinem Alltag

Morgens wenn ich aufwache ist meine erste Amtshandlung das Anlegen der Uhr. Ich lade meine Uhr jeden Abend direkt auf meinem Nachttisch auf. Der Akku würde zwar auch zwei Tage durchhalten, aber ich sehe wenig Sinn darin die Uhr zu tragen während ich schlafe.

Benachrichtigungen

Die Benachrichtigungen waren Anfangs super nervend. Standardmässig ist die Apple Watch so konfiguriert, dass sie alle Benachrichtigungen die auf dem iPhone eintreffen, automatisch auch zur Uhr weitergeleitet werden. Hier empfehle ich euch klar, dass stark einzugrenzen.

Auf meine Uhr lasse ich nur die wichtigsten App-Benachichtigungen zu. Das sind zum Beispiel meine E-Mails oder meine WhatsApp Benachrichtigungen – alles was von Zeitungen, Foren, Spielen, Cloud Speichern oder sonst was kommt habe ich konsequent ausgestellt.

Kleiner Tipp am Rande. Die Mail APP Airmail, die ich kürzlich vorgestellt habe. Bietet auch eine APP für die Apple Watch an. Der grösste Teils meiner E-Mails verwalte ich nur noch über meine Uhr. Viele E-Mails die ich bekomme erfordern keine Antwort von mir, sondern dienen nur zur Kenntnisnahme oder müssen in meine Aufgabeliste sortiert werden, es gibt nichts einfacheres und unkomplizierteres als die E-Mail Verwaltung am Handgelenk!

Für viele Dinge wo ich früher mein iPhone in die Hand genommen und eine Benachrichtigung geckeckt habe – reicht heute ein Blick auf meine Uhr. Der Vorteil dadurch ist, man verringert die Zeit wo man durch das Smartphone abgelenkt wird und spart dort noch ordentlich Strom.

Navigation

Ich reise relativ viel und bin oft in Gegenden Unterwegs wo ich mich kein bisschen auskenne. Wir kennen alle die Touristen die wie Zombies mit dem Blick auf dem Smartphone ihren Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit suchen.

Navigieren lasse ich mich inzwischen nur noch von meiner Uhr. Ich spreche mein Ziel ein und starte die Navigation. Blicke kurz auf die Uhr damit ich weiss in welche Richtung ich laufen muss und gehe los. Sobald ich die Richtung ändern muss, vibriert die Uhr ganz sanft – dann wieder kurz ein Blick auf die Apple Watch, links abbiegen und weiterlaufen.

Der grosse Vorteil! Die Augen sind weniger auf einen Bildschirm gerichtet und ich kann mich viel mehr auf den fremden Ort an dem ich mich gerade befinde einlassen.

Fitness und Gesundheit

Man soll ja niemals Nie sagen. Aber ich bezweifle, dass es je eine technisches Gadget geben wird, dass aus mir eine Sportkanone macht. Die Trackingfunktionen für sportliche Betätigungen nutze ich nur sehr selten. Die einzige die hin und wieder zum Einsatz kommt ist die für das Schwimmen (Ja die Apple Watch ist Wasserdicht).

Aber ich analysiere da meine Fitnessdaten nicht und habe auch nicht das Ziel besser oder schneller zu werden. Dennoch hilft mir die Apple Watch im gesundheitlichen Bereich.

Als Web-Entwickler hat man einen Job in dem man viel auf einem Stuhl sitzt, in seinen Computer starrt, irgendwelche Crazy Code schreibt, sich über Bugs aufregt und vor allem – sich sehr wenig bewegt.

Wenn ich wieder mal eine längere Zeit sitze ermahnt mich die Apple Watch, dass es vielleicht wieder mal an der Zeit wäre aufzustehen. Und hier bin ich brav. Ich befolge Ihren Ratschlag. Ich stehe auf, gehe für ein paar Minuten nach draussen und laufe ein paar Meter an der frischen Luft.

Das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen esoterisch an. Aber wenn ich dann nach 2-3 Minuten wieder an meinen Arbeitsplatz zurückkomme bin ich viel konzentrierter und produktiver. Mir hilft das definitiv. Die Bewegung an sich ist natürlich nicht nennenswert, aber das kurze Abschalten, die frische Luft und das Kopf frei machen sind wirklich grossartig.

Migräne

Ich habe schon seit eh und je Migräne. Seit etwa 2 Jahren versuche meine Migräneanfälle zu tracken und zu analysieren. Wann kommt sie, wie lange hält sie an. Mein Ziel ist es gewisse Muster zu erkennen, die bei mir die Attakcen auslösen. Dafür gibt es eine tolle Migräne App, die auch mit der Apple Watch kompatibel ist.

‎Migräne App
‎Migräne App

Gerade wenn man eine Attacke hat, hat man nur selten Lust sein iPhone zu suchen, die App zu öffnen und dort den Start einer Attacke zu markieren. Das führt dazu, dass ich meine Attacken meistens nachträglich nachgefasst habe – und dadurch meine Daten eher unegnau als genau waren.

Auf der Apple Watch brauche ich genau 3 mal auf dem Touch Screen zu „touchen“ um das Migräne Tracking zu starten. Sobald die Attacke vorbei ist, kann ich alle nennenswerte Informationen nachträglich erfassen. Meine Migräne-Datenerfassung wurde – seit ich die Apple Watch habe um einiges genauer.

Bezahlen mit der Apple Watch

In erster Linie fand ich es einfach cool, an einem Kiosk oder Supermarkt meine Einkäufe mit der Uhr zu bezahlen. Inzwischen ist es einfach nur noch praktisch. Schneller geht bezahlen nicht mehr.

Ab dem Moment wo das Kartenterminal bereit ist brauche ich keine zwei Sekunden um meine Einkäufe zu bezahlen. Ich muss kein Geldbeutel in meiner Tasche suchen, muss keine Karte herauskramen, muss keinen Pin eingeben. Es funktioniert einfach – und das auch noch super schnell ❤️ – Apple Pay auf der Apple Watch ist definitiv meine bevorzugte Zahlungsart egal wo ich gerade bin.

Fazit – braucht man die Apple Watch?

Nein. Niemand braucht eine Apple Watch auch ich nicht. Aber ich möchte sie nicht mehr missen. Die Apple Watch ist inzwischen ein fester Begleiter in meinem Alltag.

Ich kenne viele Leute die sich die Frage stellen, ob sie sich eine Apple Watch zulegen wollen oder nicht. Mein Tipp: Probiert es einfach aus. Kauft sie direkt in einem Apple Store und testet sie. Falls das Gerät nichts für euch ist, könnt ihr sie innerhalb von 14 Tagen (Kaufquittung aufbewahren) zurpckgeben und ihr erhaltet absolut unkompliziert direkt vor Ort euer gesamtes Geld zurück (keine Bearbeitungsgebühr oder sonstigen kleingedruckten Mist).

Dieses 14-tägige Rückgaberecht habt ihr übrigens für alle Produkte die ihr in einem Apple Store kauft.

14 Tage reichen, damit ihr die Apple Watch ausführlich zu testen. Viel Spass damit.

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