Logo vom Apple Betriebssystem iOS 12

iOS 12 im Test

Vor einiger Zeit habe ich einen Testbericht über Android 9 geschrieben. Apple veröffentlichte im letzten September iOS 12. Das ist schon eine Weile her, aber ich möchte dennoch einen kleinen Test nachliefern.

Alle die mich kennen, wissen dass ich sowohl in der Android wie auch in der iOS Welt zuhause bin. Tendenziell iOS aber mehr bevorzuge. Dennoch versuche ich den Test möglichst neutral zu verfassen, falls dennoch etwas nicht sehr objektiv ist – müsst ihr mir das verzeihen 😅.

Geschwindigkeit

Getestet habe ich das iOS Upgrade mit einem iPhone XS Max und einem iPhone SE. Ich hab bewusst mein altes SE ausgegraben weil Apple mit dem Upgrade versprochen hat, dass auf älteren Geräte bis zu 70% schneller werden.

Homescreen von iOS 12 auf dem iPhone XS Max
Homescreen von iOS 12 auf dem iPhone XS Max

Ich kann und will das nicht wirklich messen. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie Geschwindigkeitsprobleme mit einem iPhone. Gefühlt merke ich auf dem iPhone SE mit iOS12, dass sich das iPhone schneller startet und auch APPs schneller geöffnet sind. Das ist aber nur ein gefühlter Wert. Was mir sehr stark aufgefallen ist, dass die Kamera APP schneller reagiert und Fotos schneller gespeichert sind.

Auf dem iPhone XS Max konnte ich die Geschwindigkeit nicht wirklich testen. Seit dem iPhone 7 baut Apple meiner Meinung nach Prozessoren in Ihre Geräte die ich gar nicht mehr an die Leistungsgrenze bringen kann (liegt wohl daran, dass ich kein Game bin). Kurz gesagt: Auf dem iPhone XS Max läuft iOS 12 pfeilschnell, es gibt keine Ruckler und beim starten von Apps auch keine Verzögerungen. Mir sind jedenfalls keine aufgefallen.

Wie nutze ich mein Smartphone?

Wie bei Android 9 (auch Android P) gibt es neu eine Funktion mit der man sehen kann wie oft man sein Smartphone benutzt. Das ganze sieht so aus:

Option Bildschirmzeit in iOS 12 auf einem iPhone XS Max
Die Option „Bildschirmzeit“ in iOS 12 auf einem iPhone XS Max

Die Übersicht ist ziemlich nett. Und zeigt einem das eigene Smartphone Verhalten auf, dass einem selten so detailliert bewusst ist. Wie auch bei Android 9 kann man seine eigene Zeit für Apps einschränken. Hier finde ich den Ansatz von Apple bei iOS 12 aber besser als der von Android 9. Bei Android kann ich Zeiten nur für einzelne Apps definieren. Zum Beispiel 1 Stunde für Instagram und 1 Stunde für Facebook.

Bei iOS 12 sind die Apps in Kategorien eingeteilt. Ich kann zB. sagen 90 Minuten für Soziale Netzwerke, und damit werden alle APPs die in die Kategorie fallen zusammen gefasst. Diese Wahlmöglichkeit finde ich intelligenter als bei Google.

Bitte nicht stören

Ich selber bin ein grosser Fan der nicht stören Funktion bei iOS. Bisher habe ich immer einen Zeitraum definiert (22:00 – 07:00) wo mir keine Benachrichtigungen, Anrufe oder sonst was angezeigt wird. Ausgenommen sind einige Kontakte (Familie) deren Anrufe immer durchgehen – wenn mich jemand aus der Familie in der Nacht anruft ist das sicherlich wichtig.

iOS 12 hat die Funktion ein bisschen aufgebohrt. Sie wurde nun intelligenter. Nun kann man nicht nur eine „fixe“ Uhrzeit definieren sondern man kann auch die Option „während der Schlafenszeit“ wählen.

Was sonst so…?

Es gab wie immer kleinere Änderungen. Benachrichtigungen werden nun APP spezifisch gruppiert. Die Fotos APP macht ähnlich Google Fotos nun Vorschläge für die Fotos. Anrufe über Facetime sind nun in Gruppen mit bis zu 32 Teilnehmern möglich.

Mein Fazit

Bei iOS 12 muss ich immer ein bisschen an OS X Snow Leopard denken. Apple hat sich eine „Auszeit“ genommen. Das meine ich überhaupt nicht negativ. Aber Apple ging über die Bücher und hat sich dieses mal nicht mit einen Berg von neuen Funktionen in iOS integriert – sondern sich darauf konzentriert, dass das System rund läuft. Fehler ausgebessert und kleinere Komfortfunktionen eingebaut.

iOS 12 ist meiner Ansicht nach ein reines „Wartungsrelease“ und hat das bisher sehr stabile iOS noch stabiler gemacht.

Was mich am ehesten stört ist iOS 12 in Kombination mit dem iPhone XS Max. Dieses iPhone hat wirklich einen sehr grossen Bildschirm und man merkt an einigen stellen, dass iOS eher für kleinere Bildschirme entwickelt wurde – an vielen Orten wird meiner Ansicht nach unnötig Platz verschwendet. Meine Hoffnung ist, dass dies mit iOS 13 dann korrigiert wird.

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