MacBook Pro 15″ đŸ’» – Mein Erfahrungsbericht

Seit einigen Wochen bin ich stolzer Besitzer von einem neuem MacBook Pro 15″. Was ich bisher mit dem GerĂ€t durchgemacht habe, ob es sich der Umstieg von meinem Ă€lteren 13″ MacBook Pro gelohnt hat und ob ich euch das GerĂ€t empfehlen kann – versuche ich in diesem Beitrag zusammen zu fassen.

Design und Verarbeitung des MacBook Pro 15″

Über das Design muss ich nicht all zu viel erzĂ€hlen. Das GerĂ€t ist komplett aus Aluminium. Apple verkauft das MacBook Pro in Silber und Space Gray (ein schwĂ€rzliches Grau). Wie bereits mein Ă€lteres 13″ MacBook habe ich mich auch hier wieder fĂŒr Space Gray entschieden. Das Design der GerĂ€te hat sich bereits seit einigen Generationen nicht verĂ€ndert – muss es auch nicht ich finde es immer noch wunderschön!

Das MacBook ist einwandfrei verarbeitet. Die Kanten sind schön abgedichtet und es wackelt und klappert nichts. Insgesamt und abschliessend kann man sagen, dass es sich um ein wunderschönes und einwandfrei verarbeitetes GerÀt handelt!

Dank einem Gewicht von „nur“ rund 1.8 Kilogramm ist trotz der 15″ Grösse auch noch ein sehr mobiles GerĂ€t das ich noch gut mit mir herumschleppen kann.

Hardware und AnschlĂŒsse

Ich werde hier keine grossen Hardware Vergleiche machen. Wie so oft bei Apple ist die Hardware von meinem MacBook Pro gut aufeinander und auf das Betriebssystem abgestimmt.

Hardwaredetails – kurz und bĂŒndig:

ProzessorIntel Core I7 – 6 Kerne mit je 2.2Ghz
Arbeitsspeicher32 GB (2 x 16GB DDR4)
Speicher512 GB SSD
GrafikIntel UHD 630 und AMD Radeon Pro 560X
Webcam720p FaceTime Camera

Zur Hardware gibt es nicht viel zu sagen. Ich bin kein Gamer und auch niemand der mega heftige Video oder Audiobearbeitung macht – daher ich hab das MacBook noch nie an seine Leistungsgrenzen gebracht.

Im Gegensatz zu meinem Ă€lteren 13″ Modell merke ich der Prozessor – Gerade die grossen Adobe Programme (Photoshop, InDesign) öffnen um einiges schneller. Bei meinem alten MacBook Pro hatte ich „nur“ 8GB Arbeitsspeicher – neu habe ich 32 GB. Hier merke ich, dass ich viele, viele (wirklich viele!) und grosse Programme absolut problemlos nebeneinander laufen lassen kann ohne das man meinem MacBook etwas anmerkt.

Was mir ebenfalls aufgefallen ist, ist die SSD. Entweder hatte die SSD in meinem Ă€lteren MacBook schon einige altersbedingte ErmĂŒdungserscheinungen, oder Apple hat hier ordentlich an der Geschwindigkeit geschraubt.

Die SSD ist spĂŒrbar schneller als die alte die ich hatte – und egal wie gross eine Datei ist sie ist einfach sofort offen. Oder auch KopiervorgĂ€nge von ein paar tausend kleine Dateien von einem Ordner zum anderen gehen ruck zuck!

Das MacBook hat noch Stereo Lautsprecher die hervorragend sind. Es ist ein Traum mit diesen Lautsprechern Musik zu hören oder auf Netflix einen Film anzusehen. Ich frage mich immer wieder, wie Apple bei diesem dĂŒnnen GehĂ€use solch gute Lautsprecher verbauen kann. Die Frage stelle ich mir ĂŒbrigens auch regelmĂ€ssig bei meinem iPhone XS.

Das einzige was ich an der Hardware kritisiere ist die Webcam. Im Jahr 2019 noch GerÀte (zu Premium Preisen) zu verkaufen, die eine Webcam haben die nur eine Auflösung von 720p haben ist einfach nur lÀcherlich.

Bildschirm

Der 15.4″ Zoll Retina Bildschirm vom MacBook Pro ist eine Wucht. Die Auflösung ist gestochen scharf. Und die Helligkeit grossartig. Ich sitze wĂ€hrend ich diesen Beitrag schreibe, draussen bei strahlender Sonne und habe keine Probleme mit dem Ablesen von Inhalten auf dem Bildschirm.

Die Ausleuchtung des kompletten Bildschirm ist einwandfrei. Egal ob oben, unten, an den Ecken oder sonst wo, der Bildschirm wird gleichmÀssig ausgeleuchtet.

AnschlĂŒsse vom MacBook Pro

Was alle Macbooks von Apple zurzeit gemeinsam haben ist die „Anschlussarmut“. Um es kurz zu sagen, mein MacBook hat auf jeder Seite 2 USB-C AnschlĂŒsse die alle voll Thunderbolt fĂ€hig sind. ZusĂ€tzlich gibt es noch einen 3.5 Klinkenanschluss der sowohl als Audi Ein- und Ausgang dient.

Über den Klinkenanschluss kann ich nichts sagen, da ich ihn bisher noch nie gebraucht habe. Ich bin auch ziemlich sicher, dass ich ihn auch in Zukunft nicht brauchen werde.

Die USB-C AnschlĂŒsse funktionieren alle einwandfrei. Ich werde wohl nie 4 AnschlĂŒsse brauchen – dennoch bin ich dankbar sie zu haben. Mein altes 13″ Macbook Pro hatte nur zwei USB-C AnschlĂŒsse die leider beide auf der selben Seite waren – das fĂŒhrte immer wieder zu einem „Kabel-Wirr-Warr“ da ich das GerĂ€t nur auf der linken Seite laden konnten und meine Steckdosen immer auf der falschen Seite war.

Da ich nun bei beiden Seiten AnschlĂŒsse habe – ist dieses Problem nun komplett verschwunden – da ich das USB-C Kabel nun links und rechts im MacBook einstecken kann!

Ansonsten bietet das MacBook noch W-Lan und Bluetooth . Ich habe keine genauen Messungen durchgefĂŒhrt kann aber sagen das beides einwandfrei funktioniert. Ich habe eine stabile Verbindung ohne zufĂ€llige VerbindungsabbrĂŒche.

Ich kann mit meinem Bluetooth Kopfhörern in der ganzen Wohnung herumlaufen, ohne das ich VerbindungsabbrĂŒche oder Laggs im Audiostream habe.

13 oder 15 Zoll?

Die Frage hört sich ein bisschen nach einem „First-World-Problem“ an. Ist es natĂŒrlich auch. Wenn man fĂŒr seine Arbeit eine zusĂ€tzliche Grafikkarte braucht stellt sich diese Frage gar nicht. Da Apple die zusĂ€tzlichen AMD Grafikkarten (eigentlich Grafikchips 😅) nur in den 15″ GerĂ€ten verbaut.

Ich selber habe mich bewusst fĂŒr das MacBook mit 15″ entschieden. Das liegt, daran dass ich hĂ€ufig unterwegs arbeite und selten in einem BĂŒro mit externen Bildschirmen bin. Und ich bin ĂŒber jedes bisschen zusĂ€tzliche Bildschirmgrösse froh.

Selbst wenn ich im BĂŒro bin, arbeite ich inzwischen ohne externe Monitore. Das hat vielfĂ€ltige GrĂŒnde – einerseits ist das arbeiten mit mehreren Monitoren nicht nur unergonomisch (ist das ein Wort?) sondern auch ungesund.

Anderseits hab ich inzwischen meinen perfekten WorkFlow mit dem TouchPad und den verschiedenen virtuellen Desktops. Und dieser Workflow funktioniert nicht mehr richtig wenn ich an einem externen Monitor arbeiten – daher lasse ich das.

Wenn man jedoch hauptsĂ€chlich an einem externen Monitor arbeitet und das MacBook nur ab und an mit sich herumschleppt fĂ€hrt mit einem 13″ GerĂ€t besser – da es nicht nur kleiner sondern spĂŒrbar leichter ist.

TouchBar – Zwischen toll, nĂŒtzlich, nervend und unsichtbar!

Das MacBook Pro 15″ ist mein erstes GerĂ€t mit der TouchBar. Die TouchBar wurde vor einigen Jahren von Apple eingefĂŒhrt. Sie ersetzt die oberste Tastatur Reihe mit den F-Tasten (F1 bis F12 und ESC).

Im Grunde ist ein ein schmaler und langer OLED Touch Screen, der kontextabhĂ€ngig verschiedene Funktionen anzeigt. Schreibt man in Microsoft Word gerade ein Dokument findet man dort „Knöpfe“ um einen Text fett zu machen. Hat man seinen Browser offen, hat man direkt Navigationstasten fĂŒr Vor- und ZurĂŒck und seine Lesezeichen Touch-bereit.

Die Idee ist cool! Weil es auch wirklich gut funktioniert. Schaue ich auf YouTube ein Video habe ich direkt die Player Steuerung in der TouchBar – beim Videoschneiden gibt es kaum eine bessere Möglichkeit als mit dem Finger ĂŒber die TouchBar zu scrollen um den richtigen Frame fĂŒr den Cut zu finden.

In Photoshop habe ich dank der TouchBar Funktionen gefunden die ich davor gar nicht kannte. 😂

Aber ehrlich gesagt – so richtig daran gewöhnt habe ich mich noch nicht. Oft erwische ich mich dabei, wie eine Funktion mit dem Mauszeiger suche und aktiviere statt direkt auf die TouchBar zu drĂŒcken. Sie ist noch nicht zu 100% in meinem WorkFlow eingebunden.

Teilweise ist sie aber auch extrem nervend. Wenn man z.B. die Bildschirmhelligkeit etwas nachjustieren will, braucht man dazu mehrere „Klicks“ auf der TouchBar um in das MenĂŒ zu kommen – frĂŒher hatte ich auf dem MacBook direkte Tasten fĂŒr solche Funktionen.

Akkulaufzeit

Da ich sehr oft unterwegs arbeite ist die Akku Laufzeit fĂŒr mich sehr wichtig! Ein Notebook mit dem ich produktiv arbeite muss mindesten einen Arbeitstag ohne Strom bei „normalen“ Arbeiten durchhalten.

Dieses Versprechen konnte Apple mit dem MacBook halten. Mit meiner durchschnittlichen Arbeitszeit bekomme ich eine On-Screen Zeit von 7-10 Stunden problemlos hin.

Versteht mich nicht falsch – es ist natĂŒrlich problemlos möglich den Akku auch innerhalb von 2.5 Stunden leer zu saugen. Die grossen Akku Killer sind die Bildschirmhelligkeit und der externe Grafikchip.

Wenn man die Bildschirmhelligkeit stĂ€ndig völlig aufgedreht hat ist der Akku natĂŒrlich viel schneller leer. Da die Helligkeit beim MacBook aber sehr gut ist habe ich die nur selten bei 100%.

Wenn man Grafikintensive arbeiten erledigt zum Beispiel Videos zu rendern, schaltet sich der zusĂ€tzliche AMD Grafikchip ein, der um einiges mehr Strom braucht als der Intel Chip. Das spĂŒrt man ebenfalls sofort beim Akku.

Ein weitere Tipp ist der Webbrowser. Ich habe keine Ahnung wie Apple das macht, aber wenn ich mit dem Safari Browser surfe hole ich locker 2 Stunden oder mehr Akkulaufzeit aus dem GerÀt als mit Google Chrome oder Firefox.

Mac OS X

Wenn man ĂŒber ein MacBook redet sollte man auch ein paar Worte ĂŒber Mac OS X verlieren. NatĂŒrlich kann man nach wie vor per BootCamp Windows 10 installieren – aber standardmĂ€ssig wird das GerĂ€t natĂŒrlich mit Mac OS X ausgeliefert.

Ich werde jetzt kein Mac OS X Review schreiben. Wer ein vollstÀndiges Review zum neusten Mac OS X mit dem Namen Mojave lesen will, kann das hier tun.

Ich selber nutze Mac OS X seit einigen Jahren und bin ein grosser Fan davon. Ich war anfangs etwas skeptisch wie gut Mac OS X mit der Verwaltung von 32GB Arbeitsspeicher umgehen kann. Meine Sorgen waren aber nicht unnötig.

Das RAM Management von OS X ist top. Der Arbeitsspeicher wird gut ausgenutzt. Das Swapping funktioniert sehr gut und wurde sinnvoll umgesetzt.

Mein Fazit zum MacBook Pro 15″

Ich kann das GerĂ€t nur empfehlen. In meinem Alltag hat sich das GerĂ€t schon gut eingelebt. Wenn ich manchmal noch zu meinem alten 13″ Zoll GerĂ€t wechsle – vermisse ich sofort meinen Bildschirmplatz und den guten Lautsprecher.

Ich kann das MacBook jedem der auf der Suche nach einem neuen Notebook ist von ♄ empfehlen!

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