Suchergebnisse bei Google mit AMP Icon

Speed! Speed! Speed! – Ich bin jetzt auf AMP!

Irgendwann in der Geschichte der Menschheit kam der Moment wo plötzlich alle einen Internetzugang zuhause hatten. Explosionsartig gab es viele neue Webseiten im Internet und damit ein Problem für alle Betreiber diese Seiten. Wie werde ich gefunden?

Suchmaschinen wie Google wurden immer relevanter, damit überhaupt noch Personen sich auf deine Seite verirren. Bevor die automatische Texterkennung wirklich brauchbar war, konnte man bei seiner Webseite Keywords hinterlegen, die den Suchmaschinen geholfen haben eine Webseite richtig einzuordnen.

Da damals wie heute das Internet hauptsächlich für den Konsum von Pornos verwendet wurde. Gab es plötzlich unglaublich viele Seiten im Internet die Wörter wie „Sex, Frauen, Titten, Pornos, etc“ als Keywords hinterlegt haben – nicht nur Hobbyseiten, sondern auch Seiten von grossen seriösen Firmen.

Die Anfänge des Internets sind vorbei. Heute gibt es noch mehr Seiten in der weiten Welt des Internet und die Menschen haben das Internet nicht nur zuhause, sondern mit Ihrem Smartphone auch immer bei sich. Wir sind eine „Always On“ Gesellschaft geworden! Es gibt auch einen komplett neuen Wirtschaftszweig die sogenannte „SEO-Wirtschaft“. SEO steht für „Search Engine Optimization“ (auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung).

Die Algorithmen von Google und anderen Suchmaschinen wurden auch besser. Google interessiert sich nicht mehr Keywords (darum gibt es auf rueegger.me auch keine mehr) sondern analysiert die effektiven Inhalte einer Seite. Neben der Inhaltserkennung gibt es noch viele weitere Faktoren für die man bei Google als Webseite wertvoller wird unter anderem sind das:

  • regelmässig neue Inhalte
  • Saubere Strukturierung der Webseite (Titel im Code als Titel markiert, etc)
  • Auslieferungsgeschwindigkeit

Die Geschwindigkeit ist inzwischen beinahe der wichtigste Faktor für eine Webseite. Wir in der Schweiz sind da etwas verwöhnt. Sowohl im mobilen Netz wie auch in den Gebäuden haben wir High-Speed Internet und merken kaum, wenn eine Webseite mal etwas langsamer lädt. Selbst im Zug in einem Tunnel haben wir Top Empfang und können problemlos im Internet surfen.

Jeder der schon mal in Berlin in der U-Bahn war und kurz auf Wikipedia etwas nachlesen wollte, weiss das diese Situation in der Schweiz wohl einmalig ist. In vielen anderen Ländern auf der Welt ist das Internet ziemlich langsam. Wenn dann die Webseiten auch noch langsam laden, ist das Surfen im Web beinahe unerträglich und man wünscht sich plötzlich sein gutes altes Buch zurück. 😉

Google erwartet von den Seitenbetreibern nicht nur, dass Ihre Webseite schnell lädt, sondern stellt auch nützliche Tools dafür bereit. Eines davon heisst AMP. AMP steht für „Accelerated Mobile Pages“ (auf Deutsch: beschleunigte Mobilseiten).

Technisch ist AMP eine Minimalisierung des altbekannten HTML Syntax. Allerdings sind nur sehr wenige HTML Elemente in AMP zugelassen sind, sind AMP Webseiten optisch sehr auf den Inhalt und weniger auf das Design optimiert. Zum AMP Projekt gehört auch eine JavaScript Bibliothek, die dafür sorgt, dass alle Inhalte asynchron geladen werden – was den Seitenaufbau nochmals beschleunigt.

AMP zeichnet sich dadurch aus, dass der HTML Syntax nur sehr eingeengt nutzbar ist. Selbstgeschriebenes JavaScript ist ebenfalls nicht erlaubt. Ebenfalls darf nur eine CSS Datei eingebunden werden. Die AMP Seiten werden alle von Google in einem Cache gespeichert – damit sie noch schneller ausgeliefert werden können.

Mit AMP hat man nicht mehr viele Möglichkeiten seinen Webauftritt zu gestalten – sondern der Inhalt und die Geschwindigkeit liegen klar im Fokus.

Ich war schon immer ein Fan davon neues auszuprobieren. Und wenn AMP ein paar Menschen mehr zu meinem Blog führt ist das ein wunderbarer Nebeneffekt! Daher sind ab sofort alle Meine Beiträge in einer zusätzlichen AMP Version vorhanden. Wenn man per Google auf meinem Blog kommt wird automatisch die AMP Version der Seite geladen.

In den Suchergebnissen kann man übrigens anhand des „Blitz – Icons“ erkennen ob man eine AMP Version zur Verfügung steht oder nicht.

Falls ihr die AMP Version manuell aufrufen möchtet könnt ihr einfach „/amp“ an die URL anhängen. Für diesen Beitrag wäre das folgende URL:

https://rueegger.me/blog/speed-speed-speed-ich-bin-jetzt-auf-amp/amp

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