Versicherungs- und Volksvertreter

Hey! Ich hab was herausgefunden!
1. Die Schweiz hat 7.8 Millionen EinwohnerInnen.
2. 4.05 Millionen davon sind UnternehmerInnen/Selbständige, inklusive der 1.1 Millionen Bäuerinnen und Bauern!
3. Weit über 4.7 Millionen SchweizerInnen sind AkademikerInnen und je 0,5% der Bevölkerung sind Polizistin oder Elektromonteur!
4. Niemand ist Buchhändlerin, Briefträger, Mediamatikerin, Printmedienverarbeiter, Gebäudereiniger, Maurer, Kindergärtnerin oder Verkäufer!
5. Coiffeure, Feuerwehrleute und Seniorenbetreuende gibt es auch keine und der einzige (ehemalige) Journalist ist sehr unsympathisch!
6. 21.5 % der Bevölkerung sind Juristinnen und Juristen!
Dieses absurde Gesellschaftsbild entstand aus meiner gnadenlos unwissenschaftlichen Analyse des Nationalrates mittels einer simplen Excel-Tabelle und den offiziellen Kurzbiographien auf www.admin.ch.
Wenn Volksvertretende unsere Gesellschaft in etwa widerspiegeln, ist doch ein Umkehrschluss legitim!
Resultat: siehe oben!
104 von 200 Ratsmitgliedern sind UnternehmerInnen und 88 davon verdienen noch etwas Zugeld mit einem bis 31 Verwaltungsratsmandaten.
Besonders beliebt sind dabei Unternehmen der Pharma-, Gesundheits- und Körperersatzteilindustrie, der Versicherungs- und Krankenkassenbranchen, Banken, Pensionskassen, Autoimport- und Transportunternehmen.
Alle Ratsmitglieder sind vom Volk gewählt!
Die Firmen, die im glorreich liberalisierten Strommarkt mitmischen, dürfen sich auf die Mitarbeit von 29 in den Nationalrat eingebetteten InteressensvertreterInnen verlassen.
Übrigens: der Sieger im Verwaltungsratsmandatesammler-Ranking (31!) ist Claude Ruey (FDP, VD).
Er vertritt eigentlich alle Branchen.
Herzliche Gratulation, Monsieur Ruey, an dieser Stelle!
Ihr flexibles Rentenalter ist gesichert. Auch ohne Umbau der AHV.
Richtig verblüffend fand ich auch die stattliche Anzahl von Parlamentarierinnen, die sich selbst als „HausfrauSchrägstrichPolitikerin“ bezeichnen! Sie übertreffen die parlamentarisch tätigen, lohnabhängigen Berufsleute, die ihren Lebensunterhalt tatsächlich noch wie wir Normalos verdienen (es ist ungefähr ein Prozent) um ein Vierfaches!
Ja… und da habe ich mich halt gefragt, wie Politik für Arbeitnehmende – also den Grossteil der Bevölkerung – jemals Mehrheiten finden können soll oder so…
Im kommenden Herbst gäbe es ja dann die Gelegenheit, korrigierend einzuwirken – mit dem Wahlzettel!

Ist das denn noch Gleichberechtigung?
Der Untergang von Nokia!

1 Kommentar

  1. Manfred

    Damit wir weniger Versicherungsvertreter und auch weniger „Verkäufer“ von Lebensversicherungen haben, müssen mehr online Plattformen für Lebensversicherung kreiert werden.

    Antworten

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Samuel Rüegger

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