Die Schweizerische Post und ihr Weg zu Open Source

Hauptsitz der Schweizer Post

Wer an die Schweizerische Post denkt, denkt an den gelben Lieferwagen vor der Haustür, an die Filiale im Dorfzentrum, an die Briefträgerin am Morgen. Was weniger sichtbar ist: Die Post ist gemäss eigenen Angaben eine der grössten IT-Arbeitgeberinnen des Landes. Und sie ist, unter den grossen Schweizer Konzernen, diejenige, die in den letzten Jahren den wohl auffälligsten Schritt Richtung Open Source gemacht hat. Ein Schritt, der nicht aus Überzeugung kam, sondern aus einem öffentlichen Scherbenhaufen.

Der Weg dahin war weder geradlinig noch heroisch. Er führt durch ein spektakuläres Scheitern beim E-Voting, durch eine vom Volk abgelehnte erste E-ID-Vorlage, durch stille Kurswechsel und durch den nachträglichen Aufbau einer Kultur, die es so in keinem anderen Schweizer Staatsbetrieb gibt. Nebenbei zeigt er, wie tief Software inzwischen in einem Unternehmen sitzt, das man bei der Postlogistik am wenigsten vermuten würde. Eine Bestandsaufnahme in sechs Etappen.

Ein analoges Unternehmen, das digitaler ist, als man denkt