Bild von Innova Labs auf Pixabay
Als ich mich vor einer Weile hingesetzt habe, um für meine beiden kleinen GNOME Apps eine Lizenz auszuwählen, dachte ich zuerst, das wäre eine Formsache. Ein paar Zeilen in die Readme, eine Kopie des Lizenztextes ins Repo, fertig.
Ich wurde schnell eines Besseren belehrt. Wer sich ernsthaft mit den Unterschieden zwischen der GNU General Public License in Version 2 und Version 3 auseinandersetzt, merkt rasch, dass hier eine der grundlegendsten Debatten der gesamten freien Softwarebewegung geführt wird. Eine Debatte, die bis heute nicht entschieden ist.
Am Ende habe ich mich für Boot Mate, meinen Autostart Manager, und für Cargo, meinen Dual Pane Dateitransfer, bewusst für die GPLv2 entschieden. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Überzeugung.
In diesem Artikel will ich aber nicht diese Apps in den Mittelpunkt stellen, sondern die eigentliche Frage dahinter: Warum um alles in der Welt blieben so viele der wichtigsten Projekte der Linuxwelt bei der älteren Version stehen, obwohl die Free Software Foundation mit der GPLv3 eine aktualisierte und aus ihrer Sicht bessere Lizenz geschrieben hat?