DDEV unter Linux einrichten und dein erstes WordPress in einem beliebigen Ordner aufsetzen

Diverse Container als Symboldbild für Linux-Container bzw ddev Container

Wenn du als Web-Entwickler (egal ob als Hobby oder beruflich) unter Linux unterwegs bist und mehrere Projekte parallel betreust, dann kennst du das ewige Spiel mit lokalen Stacks. Mal läuft Apache, dann wieder Nginx, dazu kommen verschiedene PHP-Versionen, MySQL oder MariaDB, ein Mail-Catcher, vielleicht Redis oder Elasticsearch. Vor zehn Jahren habe ich das alles noch direkt auf dem Host installiert und gepflegt, aber das hat Spuren hinterlassen. Wer einmal versucht hat, drei WordPress-Installationen mit unterschiedlichen PHP-Versionen auf demselben Linux-System friedlich nebeneinander laufen zu lassen, der weiss, wovon ich rede.

Genau für solche Szenarien gibt es DDEV. Das Tool baut auf Docker auf und kapselt den ganzen Stack pro Projekt sauber in Container. Du wechselst von einem Projekt zum nächsten, DDEV fährt die passende PHP-Version hoch, generiert dir ein gültiges TLS-Zertifikat, gibt dir eine schöne URL nach dem Schema https://meinprojekt.ddev.site und kümmert sich um Datenbank, Mail-Catcher und alles, was sonst noch dazugehört. In diesem Tutorial gehe ich mit dir Schritt für Schritt durch eine komplette Installation auf einem Ubuntu-System. Ich gehe von Ubuntu oder einem Ubuntu-kompatiblen Derivat aus, der gleiche Ablauf funktioniert aber sinngemäss auf den meisten Linux-Distributionen, lediglich der Paketmanager und die Repository-Pfade unterscheiden sich. Auf Fedora nimmst du dnf statt apt, auf einer Arch-basierten Distribution wie CachyOS oder Manjaro greifst du via yay zum AUR-Paket ddev-bin, der Rest der Logik bleibt aber identisch.

Das System vorbereiten

Zuerst sorgst du dafür, dass dein System auf dem aktuellen Stand ist und ein paar Hilfsprogramme verfügbar sind. Öffne ein Terminal und führe folgende zwei Befehle aus: